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FEINDFLUG

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Ort: Dresden - Messegelände

Datum: 11.06.2005

Ich gebe zu, ich bin wegen MARILYN MANSON beim Woodstage, um so erfreuter bin ich, als ich vor Ort mitbekomme, dass ich auch FEINDFLUG sehen kann, weil sie nicht wie gedacht zur selben Zeit wie MM spielen, sondern anfangen, wenn der Herr schon wieder selig in seinem Hotelbett schlummert.

Zur Autogrammstunde von FEINDFLUG stelle ich mich nicht in der mir zu langen Schlange an, dafür aber bereits fest, dass alles anders ist. Was sitzen da bloß für Leute? Ich bin erleichtert, als ich Felix und Banane erkennen kann – eindeutig FEINDFLUG! Das Konzert verspricht also ganz anders zu werden und, Gott sei Dank, bin ich bisher noch von keiner Show enttäuscht worden. Es geht los – 10 Minuten früher als angekündigt blitzt die Flak. Ein fast schon erleichtertes Gefühl stellt sich ein, manche Sachen sind beständig. „Mensch, das sind jetzt 1…2…3…SIEBEN Mann auf der Bühne“ stellt das Mädchen neben mir fest, richtig und mit Siebenmeilenstiefeln brettern sie los. Felix mit einer Trommel, die an seinem Bauch hängt, Banane ungewohnter Weise „nur“ am Synthi, genauso wie Kay (DAVANTAGE, SUPREME COURT) und dann noch die anderen, die „neuen“: 3 weitere Trommler (Clemens, Matze und Soli von JESUS AND THE GURUS) sind es und Gitarrist Patric, der Bananes Part übernimmt. Das stehen also sieben Mann für schätzungsweise 3.500 – 4.000 Leute im Publikum, nur gerecht, denke ich schmunzelnd. Die Leinwand im Hintergrund, welche der Untermalung dient, steht dieses Mal im Schatten der Live-Akteure. Ich bin erfreut, dass der „gewohnte“ Sound durch die so andere Liveperformance nicht negativ beeinflußt wird. Bekannte Stücke wie „Stukas im Visier“, „Roter Schnee“ oder „Tötungsmaschine Mensch“ variieren durch die Vielzahl der Trommeln und eine gut zu hörende Gitarre. Und nachdem man lesen konnte, dass sich die Jungs für ein neues Album im Studio befinden, wartete ich natürlich auch darauf, ob evtl. fertige Stücke schon an der Menge „ausgetestet“ werden würden. Ich werde nicht enttäuscht. 2 neue, noch unbetitelte Songs, in der gewohnt brachialen, eben FEINDFLUG-typischen Art und Weise brechen auf das Publikum herein und wurden angenommen, als hätte es sie schon immer gegeben.

Zwischenzeitlichen Ermüdungserscheinungen eines sonst sich stets bewegenden Publikums werden FEINDFLUG mittels einem ihrer neuen Drummer Herr, welcher durch Mimik, Gestik und diverse Tanzeinlagen auf den Boxen auffordert wach zu bleiben. Alles in allem, nach einem leisen Auftritt und einem schnellen Abgang von MARILYN MANSON also der verdient krönende Abschluss eines Festivals, das meines Erachtens nach im nächsten Jahr wieder in kleinerer Atmosphäre im „Gründelpark“ stattfinden sollte.

Setlist:
Intro
Kahle Bedrohung
Glaubenskrieg
Kopfschuß
Neues Stück 1
Größenwahn
Tötungsmaschine Mensch
Kalte Unschuld
Neues Stück 2
Stukas im Visier
Bluthandwerk
Roter Schnee

Machtwechsel
Blutorgel

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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