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HELLOWEEN – STRATOVARIUS – PINK CREAM 69

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Ort: Hannover - Capitol

Datum: 11.04.2011

Auch wenn mit dem Ziel, eine goldene Schallplatte zu erhalten, die Verkaufszahlen der beiden „Keeper Of The Seven Keys“-Scheiben etwas zu optimistisch gezählt wurden: Mit diesen 1987/ 88 erschienenen Referenzwerken haben HELLOWEEN ohne Zweifel maßgebliche Spuren im Heavy Metal hinterlassen. Heute hat die Band neben dem gutklassigen aktuellen Album „7 Sinner“ die Supporter von STRATOVARIUS und PINK CREAM 69 im Gepäck. Kleine Anekdote am Rande: HELLOWEEN Frontröhre Andi Derris trifft mit PINK CREAM 69 auf die Truppe, die er 1994 zugunsten der Kürbisköpfe verlassen hat.

Die Pinkies schaffen es mühelos auch zu relativ früher Stunde, das Publikum zahlreich vor die Bühne zu locken. Und das bei eher ungünstigen Bedingungen. Denn dort befindet sich bereits das Equipment der nachfolgenden Finnen. Zwar können die lautstarken Zugaberufe aufgrund des vorgegebenen Zeitfensters nicht erfüllt werden, verdeutlichen aber den gelungenen Einstieg in diesen Konzertabend.

STRATOVARIUS startet mit der letztjährigen Single-Auskopplung „Darkest Hours“. Die Titel der Nach-Tolkki-Ära (der ehemalige Mastermind verließ die Band 2008 nach diversen Streitigkeiten) können live durchaus überzeugen, erreichen jedoch nicht ganz die Klasse der früheren Hits. Leider lässt der Sound vor allem in der Mitte des Sets zu wünschen übrig. So lässt sich beim traditionellen Live-Highlight „Paradise“ die Stimme von Shouter Timo Kotipelto nur erahnen. Trotzdem wird der sympathische Fünfer an diesem Abend amtlich abgefeiert. Er dankt es dem Hannoveraner Publikum zum Abschluss mit der Abgehnummer „Hunting High And Low“ sowie dem grandiosen „Black Diamond“. Bewegender Moment: Der an Krebs erkrankte Drummer Jörg Michael zeigt sich voll einsatzfähig seinen Fans!

Darauf hätte ich jede Wetter gehalten: Natürlich entern die Mannen um Frontmann Andi Derris zu „Are You Metal“ (Opener vom aktuellen Longplayer „7 Sinners“) die Bühne. Nachdem ihre Anhänger im sehr gut gefüllten Capitol diese Frage erwartungsgemäß mit „Ja!“ beantwortet haben, bekommt es anschließend den Klassiker „Eagle Fly Free“ auf die Ohren. Zum Thema „Klassiker“ haben HELLOWEEN mehr zu bieten, als es die Zeit erlaubt. Gute Idee, die überlangen Highlights „Keeper Of The Seven Keys“, „The King For A 1000 Years“ und „Halloween“ in einem 15minütigen Medley miteinander zu verknüpfen. Das aktuelle Material mag nicht ganz so bombastisch sein, doch „Where The Sinners Go“ und „World Of Fantasy“ erweisen sich ebenfalls als echte Live-Granaten. Wie kann man das tobende Capitol jetzt vollends an den Rand der Erschöpfung treiben? „I Want Out“, „Future World“ und „Dr. Stein“ sorgen schlussendlich dafür, dass ein Großteil des Publikums diesen Konzertabend mit einem seligen Dauergrinsen verlässt!

Fazit: Drei spielfreudige Bands hinterlassen abgekämpfte aber glückliche Metal-Fans.

Setlist HELLOWEEN
Are You Metal?
Eagle Fly Free
March Of Time
Where The Sinners Go
World Of Fantasy
I’m Alive
Forever And One
A Handful Of Pain
Keeper Of The Seven Keys / The King For A 1000 Years / Halloween
I Want Out
Future World
Dr. Stein

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