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HURRICANE 2012 – TAG 3

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Ort: Scheeßel – Eichenring

Datum: 24.06.2012

Vielleicht hätte Shirley Manson von GARBAGE am vorherigen Abend die Live-Konzerte am Eichenring nicht mit dem Song „Only Happy When It Rains“ beschließen sollen. Petrus hatte sich den Wunsch der Dame anscheinend zu Herzen genommen und die Himmelsschleusen geöffnet. Was früh morgens noch leichter Regen war, erwuchs sich immer mehr zum unschönen Dauerregen, der unerlässlich vom bleigrauen Himmel schüttete. Positiv denkende Menschen werden an dieser Stelle sagen, dass doch auf diese Weise immerhin der Staub gebunden wurde, der am Samstag über dem gesamten Gelände lag. Aber für diesen Vorgang hätte auch ein bisschen weniger Luftfeuchtigkeit gereicht. Es war jedoch nicht zu ändern und deshalb galt es das Beste aus der Situation zu machen.

WE ARE AUGUSTINES/ BLACK BOX REVELATION/ SELAH SUE/ ZEBRAHEAD/ MAD CADDIES/ K.I.Z./ LAGWAGON

Wobei ich gestehen muss, dass ich – ganz Mädchen – schwächelte und vor dem Regen ins Pressezelt floh, weshalb ich der ersten Bands nicht ansichtig wurde, die Auftritte aber wenigstens hören konnte. Die akustische Darbietung klang vielversprechend und immerhin hatten sich bereits um 11.30 Uhr die ersten Unerschrockenen am Einlass zum vordersten Bühnenbereich eingefunden, um in der ersten Reihe bei WE ARE AUGUSTINES zu stehen. Ursprünglich firmierten die New Yorker als PELA, änderten nach internen Problemen und privaten Schicksalsschlägen jedoch ihren Namen in WE ARE AUGUSTINES und veröffentlichten im letzten Sommer nach zwei Jahren Vorbereitung ihr Debüt „Rise Ye Sunken Ships“ In Scheeßel brachte der zum Dreier geschrumpfte Act melodiösen Indie-Rock mit leichtem Folk-Einschlag zu Gehör, der aus der Entfernung keine Wünsche offen ließ, und mich bei weniger Niederschlag sicher auch vor die Bühne gelockt hätte.

Gleiches galt auch für die BLACK BOX REVELATION, das 2005 gegründete Projekt von Sänger und Gitarrist Jan Paternoster und Drummer Dries van Dijck. Die beiden Belgier schafften es auch zu zweit, amtlich Druck zu machen und lieferten auf der Hauptbühne feinsten Garage Rock mit einer kräftigen Portion Blues ab. Was wäre das bei Sonnenschein ein Spaß gewesen! So galt für mich auch hier wieder, aus der Ferne zuzuhören und den Wettergott um Gnade zu bitten. Viel Hoffnung gab es allerdings nicht, im Gegenteil, für den gesamten Nachmittag wurde seitens des Wetteramtes auch noch vor kräftigen Windböen gewarnt. Während der Regen unaufhörlich auf das Zeltdach des Pressebereiches prasselte, wurde derweil draußen der Geist der STOOGES und von JOHN LEE HOOKER wiedererweckt und bewiesen Jan und Dries, dass sie nicht nur die Wiedergänger dieser alten Männer sind, sondern selbst ganz gehörig zu rocken wissen.

Bei SELAH SUE, die wie die Jungs der BLACK BOX REVELATION in Belgien zuhause ist und auf der Blue Stage einen Mix aus organischem HipHop, Ragga-Feeling und Soul-Funk zum Besten gab, muss ich gestehen, dass dies alles nicht meine Baustelle war und deshalb war ich an dieser Stelle nicht ganz so böse, nicht selbst vor der Bühne zu stehen und die Musik stattdessen nur „nebenbei“ zu hören. Ihren Fans und natürlich auch der zierlichen Blondine mit der Vogelnestfrisur selbst, hätte ich natürlich trotzdem einen Auftritt unter besseren – vor allem – trockeneren Bedingungen gewünscht.

Regnet es in Kalifornien eigentlich manchmal? Vielleicht sollte man mal bei ZEBRAHEAD anfragen. Die Punkrocker aus Orange County sind auf deutschen Festivals alte Bekannte und waren auch an diesem Sonntag, der die Bezeichnung nun wirklich nicht verdiente, angetreten, um die Crowd so richtig in Bewegung zu bringen. Und was ein echter Punkrocker ist, der lässt sich davon auch nicht von ein bisschen Regen abhalten. Ich bin offensichtlich kein echter Punkrocker, denn ich scheute immer noch das ungemütliche Wetter und ließ mir die Gehörgänge nur aus der Ferne mit knackiger Punk-Kost durchpusten.

Dem schlechten Wetter trotzten auch die MAD CADDIES. Wer wie die Jungs in Solvang/ Kalifornien zuhause ist und zu dessen Alltag die drei S Surfen, Sonne und Strand zählen, mag vielleicht mit dem nassen norddeutschen Sommer ein wenig auf Kriegsfuß stehen. Bemerkt hat man davon beim Gute-Laune-Ska-Punk der seit 1995 aktiven Truppe nichts. Ich blieb allerdings weiter in trockenen Gefilden und begnügte mich mit der abwechslungsreichen akustischen Untermalung, die bisweilen sehr nach Dixie klangt, dann aber auch wieder Reggae, Ska, Punk und auch einen Hauch Pop in petto hatte. Aber ich bin mir sicher, dass sich genügend Fans vor der Green Stage eingefunden hatten, denen das „Scheiß-Wetter“ (O-Ton MAD CADDIES) am Allerwertesten vorbei ging und auch den letzten Festivaltag noch mal nach allen Regeln der Kunst abfeierten. Und dafür boten die MAD CADDIES zweifellos den passenden Soundtrack. Mir wurde zwar vom bloßen Zuhören nicht wirklich wärmer, aber meiner Laune waren die Amis auf jeden Fall zuträglich. Kaum hatten die allerdings die Bühne verlassen, öffneten sich die Himmelsschleusen vollends und es schüttete wie aus Eimern und auch der Wind nahm an Stärke zu. Keine guten Witterungsbedingungen für ein Open Air…

Davon ließen sich K.I.Z. auf der Blue Stage kaum beeindrucken und initiierten stattdessen Aufwärmspiele mit dem Publikum. Mich konnte die Hip-Hop-Formation aus der Hauptstadt allerdings nicht hinterm (noch nicht mal warmen) Ofen hervorlocken, aber diejenigen, die dem schlechten Wetter trotzten, schienen eindeutig ihren Spaß zu haben. Hoffen wir nur, dass die Erkältungskrankheiten ab morgen in Norddeutschland nicht sprunghaft steigen.

Mit LAGWAGON stürmte der nächste Punk-Act die Hauptbühne und in mir wuchsen langsam Fantasien von heißen Duschen und Glühwein, denn auch im Pressezelt war es alles andere als gemütlich, aber immerhin trocken. Draußen dürfte inzwischen nicht nur vor den Bühnen eine riesige Schlammschlacht vonstatten gegangen sein und ich kann mir die entsetzten Gesichter diverser Mütter vorstellen, die nach der Rückkehr ihrer Brut vom diesjährigen Hurricane vor der Aufgabe stehen, die Klamotten wieder sauber zu bekommen. Meine Damen, manchmal ist es besser, sich von gewissen Dingen einfach zu trennen.

KETTCAR

Die feine Frau Online-Redakteurin war wieder im Spiel! Der Regen hatte doch tatsächlich passend zu KETTCAR aufgehört und das, obwohl die Hamburger bisher nur ein einziges Mal bei Sonnenschein auf dem Hurricane vertreten waren. Bei gefühlten 80 °C Außentemperaturen hatten sie seinerzeit noch im Zelt gespielt, inzwischen brauchten die Vorzeige-Indies eindeutig mehr Platz, auch wenn sich offensichtlich einige Besucher ob des miesen Wetters bereits auf dem Nachhauseweg befanden. Diejenigen, die sich vor der Main Stage eingefunden hatten, waren aber absolut willens, die Gunst der Stunde und die plötzlich auftauchende Sonne zu genießen und feierten gemeinsam mit Marcus Wiebusch (Gesang & Gitarre), seinem Bruder Lars (Keys & Gesang), Reimer Bustorff (Bass & Gesang), Erik Langer (Gitarre & Gesang) und dem Drummer Christian Hake 70 Minuten lang ausgelassen. Im Hintergrund wehte auf der Bühne ein großes Backdrop mit dem Cover der aktuellen Platte „Zwischen den Runden“, von dem auch das eröffnende „Rettung“ stammte. Mit dem tollen „Deiche“ gab es im Anschluss gleich einen Klassiker der bis ins Jahr 2003 zurückreichende KETTCAR-Diskografie, worauf das druckvolle „Kein Außen mehr“ folgte. „Graceland“ vom 2008er „Sylt“ ging umgehend ins Bein und natürlich durfte auf keinen Fall „Balkon gegenüber“ fehlen. „Der apokalyptische Reiter und das besorgte Pferd“ freuten sich über die plötzlich durch die Wolken brechende Sonne und wurde von Grand-Hotel-van-Cleef-Mitbegründer Marcus Wiebusch auf der akustischen Klampfe begleitet. Für die kraftvolle Hymne „Money Left To Burn“ war indes der elektrische Sechssaiter gefragt. Dass während des temporeichen „Im Club“ erneut ein paar Regentropfen fielen, störte nicht weiter und bei dem zum Seufzen schönen „48 Stunden“ hätte vermutlich noch nicht mal ein Wolkenbruch die Aufmerksamkeit des Auditoriums schmälern können. Außerdem war es bereits bei „R.I.P.“ wieder trocken und nach dem treibenden „Ausgetrunken“ war Marcus nach den Singspielchen mit dem Publikum gar so warm geworden, dass er sich von seiner Jacke trennen wollte, zunächst jedoch meinte, sie nicht ausziehen zu können, da er nichts drunter hätte. Zum Vorschein kam natürlich das obligatorische dunkle Polo-Shirt und im Nachhinein hätte sich Herr Wiebusch vielleicht sogar gewünscht, nichts gesagt zu haben, weil er so natürlich die unvermeidlichen „Ausziehen“-Rufe und Frotzeleien von 16-jährigen aus der ersten Reihe bezüglich seines bald 44-jährigen Körper provoziert hatte. Mit viel Druck schickten die Herrschaften „Ich danke der Academy“ hinterher, „Stockhausen, Bill Gates und ich“ ließ sich ebenfalls nicht lumpen und „Im Taxi weinen“ bewies viel Gefühl. Hanseatisches Lokalkolorit war derweil mit „Schrilles buntes Hamburg“ und natürlich DEM KETTCAR-Song „Landungsbrücken raus“ angesagt, bevor am Ende eine Kuschel-Wall-of-Death angekündigt wurde. Sie kam zwar wie üblich nicht zustande (und wurde auch nicht im gebotenen Maße eingefordert), musikalisch hätten Marcus und Lars, die „Balu“ ohne die restliche Mannschaft performten, jedoch das passende Rüstzeug dabei gehabt. Schön war’s und sogar trocken war’s – so hätte ich mir den ganzen Tag gewünscht!

Setlist KETTCAR
Rettung
Deiche
Kein Außen mehr
Graceland
Balkon gegenüber
Der apokalyptische Reiter und das besorgte Pferd
Money Left To Burn
Im Club
48 Stunden
R.I.P.
Ausgetrunken
In danke der Academy
Stockhausen, Bill Gates und ich
Im Taxi weinen
Schrilles buntes Hamburg
Landungsbrücken raus
Balu

KATZENJAMMER

Auf dem Weg zur Blue Stage musste ich dann feststellen, dass das Gelände doch gar nicht mehr in so gutem Zustand war, wie ich es zunächst bei KETTCAR angenommen hatte. Die „Hauptverkehrsstraßen“ versanken langsam aber sicher im Matsch, aber am Sonntagabend um 19.15 Uhr fragte danach so richtig niemand mehr. Der Weg gestaltete sich insgesamt jedoch etwas schwieriger und so verpasste ich den ersten KATZENJAMMER-Song und startete stattdessen mit den flotten Banjo-Sounds von „Demon Kitty Rag“, bevor für die blonde Solveig Heilo zum mit Irish-Folk verbrämten „Rock Paper Scissors“ vom letztjährigen „A Kiss Before You Go“ alle ihr Glas erhoben. Vereinzelt kam schon wieder das unselige Nass vom Himmel, bevor sich ausgerechnet beim knackigen „To The Sea“ endgültig die Himmelsschleusen öffneten. Nicht nur die Zuschauer standen im Regen, der Wind trug die Feuchtigkeit auch auf die Bühne, wo die Tasten des elektrischen Klaviers einen reichlich nassen Eindruck machen. Davon blieben Marianne Sveen (jetzt ohne ausladende Ringellöckchenfrisur), Turid Jørgensen, Anne Marit Bergheim und Solveig Heilo jedoch unbeeindruckt. Die agilen Damen tauschten weiterhin in schönster Regelmäßigkeit ihre Instrumente und so war beim rhythmusbetonten „I Will Dance (When I Walk Away)“ Anne Marit gleich mit ihrer Mundharmonika, dem Akkordeon und einem Xylofon beschäftigt. Für das schwedische Lied, das auf der Setlist vertreten war, weil die KATZENJAMMER-Ladies es so mögen, waren keine Instrumente vonnöten und für das schwermütige „Mother Superior“ wurden insbesondere die Gerätschaften zum Einsatz gebracht, die ein wenig russische Melancholie ins Spiel brachten. Trotz der ungemütlichen Witterung war es Marianne zwischenzeitlich wohl doch zu warm geworden und so trennte sie sich von ihrer Oberbekleidung, die ein bisschen wie ein Strampler in XXL aussah und spielte im knappen Kleid hinter der Schießbude weiter. Bei dem coolen GENESIS-Cover „Land of Confusion“ übernahm sie auch den Gesang, während Solveig beim abgedrehten „Cocktails And Ruby Slippers“ die Tasten übernahm und mit „Loathsome M“ krachender Rock’N’Roll auf dem Programm stand. Nahtlos schloss sich „A Bar in Amsterdam“ mit allerlei Gebläse und jeder Menge guter Laune an, bevor „Der Kapitän“ auf den Rummel geschickt wurde und so in Schwung gekommen auch „Hey Ho On The Devil’s Back“ kein Halten mehr kannte. Was wäre das bei Sonnenschein für ein Fest gewesen!?! Kurz vor Ende der Show fiel Frau Sveen dann plötzlich auf, dass sie die ganze Zeit über vom Southside gesprochen hatte, entschuldigte sich der ihr eigenen musikalischen Weise jedoch so überzeugend, dass ihr niemand böse sein konnte und weil es so schön war, ging’s auch mit „Ain’t No Thang“ noch mal richtig rund. Wahrlich, es ist ein bunter Mix, den KATZENJAMMER aus Norwegen seit 2005 kredenzen. Jazz, Rock, Balkan-Musik, Folk, Country-Musik und Chansons gehen eine ganz besondere Allianz ein, die nach Montmatre in Paris, russischem Zirkus, Zigeuner-Jahrmärkten und düster-verrauchten Whiskey-Bars in Oslo klingt. Das bekommt das Kleeblatt auch dank der verwendeten Instrumente wie Bass-Balalaika, Akustik- und E-Gitarre, Akkordeon, Mandoline, Klavier, Schlagzeug, Geige, Mundharmonika, Banjo, Trompete, Ukulele, Glockenspiel, Kazoo oder auch Blecheimern immer wieder ganz hervorragend hin.
Setlist KATZENJAMMER
?
Demon Kitty Rag
Rock Paper Scissors
To The Sea
I Will Dance (When I Walk Away)
Schwedisches Lied
Mother Superior
Land of Confusion (GENESIS-Cover)
Cocktails And Ruby Slippers
Loathsome M
A Bar In Amsterdam
Der Kapitän
Hey Ho On The Devil’s Back
Ain’t No Thang

THE KOOKS

Irgendwie haben THE KOOKS nicht unbedingt Glück mit der Witterung bei deutschen Festivals. Beim Area 4 im letzten August mussten sie abbrechen, weil ein massive Unwetterfront im Anmarsch war und die Veranstalter entschieden, das Gelände zu räumen. Beim diesjährigen Hurricane entschied ich mich nach drei Songs für einen freiwilligen Abgang und beließ es in Sachen britischer Indie-Rock beim treibenden „Do You Wanna“ vom 2008er „Konk“, dem beschwingten „Shine On“ vom gleichen Album, das so viel besser zu warmem Sommerwetter mit strahlendem Sonnenschein gepasst hätte und verabschiedete mich mit dem entspannten „Junk of The Heart (Happy)“ vom gleichnamigen Longplayer, der im letzten Jahr die Charts gestürmt hat.

In Anbetracht der Tatsache, dass eine wirkliche Wetterbesserung nicht zu erwarten war, ließ ich auch THE TEMPER TRAP aus Melbourne links liegen, als ich auf dem Weg zum Auto an der Red Stage vorbeikam, obwohl der Rock der Aussies wirklich verführerisch klang und ich gern auch noch NEW ORDER ansichtig geworden wäre. Aber die Vernunft siegte und das tat sie wohl auch bei den meisten der 73.000 Besucher, die zwar nicht alle vor der Zeit abreisten, aber sehr friedlich ein Wochenende lang gemeinsam gefeiert hatten. So sprachen die Verantwortlichen von einem der ruhigsten Festivals am Eichenring, bei dem weder Feuerwehr, Polizei oder Sanitäter übermäßig viel zu tun hatten. Nur wenige, kleinere Brände waren zu löschen, bis zum Sonntagnachmittag hielt sich auch die Anzahl der technischen Hilfeleistungen mit dreien sehr im Rahmen. Die Polizei sprach von 50 Diebstählen (im Vorjahr war die Statistik noch dreistellig) und 20 Körperverletzungen, was bei den vielen Menschen auf engem Raum wirklich überschaubar ist und vermutlich von jedem Mittelklasse-Schützenfest getoppt wird. Die Sanis waren ebenfalls entspannt, denn die 2.000 Hilfeleistungen bezogen sich nicht auf schwerwiegende Verletzungen, sondern beinhalteten auch eine Menge Pflaster und Kopfschmerztabletten.

Bewährt hatten sich auch die 500 Festival-Lotsen, die erstmals im Projekt 24/5 im Einsatz waren. Für 24 Stunden Arbeit (z.B. beim Dosen sammeln, am Einlass, auf dem Campingplatz oder Info-Stand) gab es fünf Tage freies Feiern beim Hurricane. Gar nicht geklappt hat die Einführung der RFID-Bändchen, mit denen eigentlich alles einfacher werden sollte. Die Technik scheint noch nicht wirklich ausgereift zu sein, weshalb kurzfristig auf dieses Novum, das den Check-In rationeller und zeitsparender machen und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr auf dem Festival dienen sollte, verzichtet wurde. Der Umstand, dass die Besucher bereits EUR 250.000,00 auf die Bändchen gebucht hatten, zeigt, dass ein Interesse durchaus bestand, aber die Zeit dafür war offensichtlich noch nicht gekommen.

Zum Abschluss hier noch die obligatorische Statistik:

Verbaut wurden 24 km Bauzaun und 2.970 m Gitter. Außerdem 6.590 qm Bodenabdeckung aus Metall, Gummi und Holz. Die unzähligen Kabel hatten eine Länge von aneinandergereiht 30 Kilometern und der Festivalgemeinde standen insgesamt 700 Mobiltoiletten zur Verfügung. Das Personal inklusive Gastro und Security zählte 1.500 Köpfe und die Produktion war in 46 Containern untergebracht. Das gesamte Festivalgelände hatte eine Größe von 1.376.000 qm, 1.124.800 qm entfielen dabei auf Zelt- und Parkplätze. Enorme Dimensionen, die Jahr für Jahr innerhalb kürzester Zeit für das Hurricane gewuppt werden, wenn das kleine, beschauliche Scheeßel für ein Wochenende aus allen Nähten platzt und die Nordheide nach allen Regeln der Kunst rockt.

Bandbestätigungen gibt es für das kommende Jahr zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht, aber der Termin steht bereits: vorzumerken ist der 21. bis 23.06.2013.

Copyright Fotos: Pressefotos/ FKP Scorpio

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