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ILL NIÑO – EKTOMORF – DEVASTING ENEMY – FHOBI

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Ort: Hamburg - Markthalle

Datum: 26.03.2013

ILL NIÑO bringen mit ihrer „European Epidemic Tour 2013“ den längst totgeglaubten Nu Metal zurück in die Hallen und in die Gehörgänge. Als Unterstützer ihrer Mission haben sie sich noch EKTOMORF, FHOBI und DEVASTING ENEMY mit ins Boot geholt.

Der Abend begann mit der Metal Formation FHOBI (FEOS HIJOS O BUENOS INMORTALES) aus Uruguay. Bei diesem Act verschmolz spanischer Sprechgesang mit harten Gitarren. Die Texte erschwerten den Zugang zu der Musik, aber spätestens zu „Me Gustaria“ hüften dann doch die ersten Reihen in der Markthalle mit und es gab wohlwollenden Applaus für FHOBI.

Setlist FHOBI
Nunca ma (conmadante)
Rio de Janeiro
Puto
Un Pocco
Me Gustaria
Machitun
Wakala

Musikalisch aus der Reihe bretterte im Anschluss DEVASTATING ENEMY den Hamburgern ihren Melodic Death Metal um die Ohren. Optisch passte Sänger Daniel Fellner mit seinen Dreads gut in das Bild. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum sah man vereinzelt einige Dreadlocksträger als Vorboten für ILL NIÑO. Obwohl es keinen Nu Metal gab, wurde die Band vom Publikum gut angenommen. Mit „Confuse The Light“ endet der Gig der Österreicher.

Es folgte nun zum dritten Mal der Ab- und Aufbau eines Schlagzeuges und dann ging es mit EKTOMORF back to the roots in die Nu Metal Liga. Im Hintergrund prangte der Banner des Albums „Black Flag“ und mit dem gleichnamigen Song begann auch der Gig der Ungarn. Die Stimmung heizte sich langsam auf und es wurde warm in der Halle. Zu „Redemption“ klatschte das Publikum mit, um bereits bei „ Last Fight“ einen Moshpit hinzulegen. „Sick Love“ ließ wieder hauptsächlich Headbangen zu. An Erholung war jedoch nicht zu denken, denn schon zu „War Is My Way“ rasteten die Fans erneut aus und hüpften ohne Unterlass. Zu „Gypsy“ legten die Hamburger sprungtechnisch noch eine Schippe drauf. Zum darauffolgenden „Show Your Fist“ wurden natürlich die Fäuste gen Himmel gestreckt und EKTOMORF legten noch mehr Härte in ihre Musik. Zu „Outcast“ gaben alle Beteiligten noch einmal Alles und ein fetter Moshpit tobte.

Setlist EKTOMORF
Black Flag
Unscared
The Cross
Redemption
I`m In Hate
Last Fight
Sick Love
War Is My Way
Gypsy
Show Your Fist
Fuck You All
I Choke
Outcast

Nun hieß es erst einmal warten bis die Bühne geräumt wurde und das schwarze Banner mit dem roten ILL NIÑO-Schriftzug gehisst wurde. Die Wartezeit nutzen die Fans, um Energie und Getränke zu tanken. Mit „ If You Still Hate Me“ eröffneten die Amis ihr Set – von der ersten Minute an war das Publikum nicht mehr zu stoppen und drehte bis in den letzten Winkel der Halle auf. Selbst die neuen Songs „EVA“ und „La Epidemia“ wurden gefeiert. Es wurden den Fans nicht nur Stücke aus der gesamten Schaffensphase geboten, nein es gab einfach alles, was das Nu Metal Herz begehrt: Moshpit, Fuck you Finger, Fäuste, Headbangen, Refrains zum Mitshouten und Jumpen ohne Ende. Nur eine Wall of death, wie vom Publikum gewünscht, die gab es nicht. Die Publikumsaction erinnerte an Hardcore Konzerte, wie zuletzt bei der EMP Persistence Tour miterlebt. Bei der Nu Metal Band aus New Jersey wird bekanntermaßen Gitarrengeballer mit lateinamerikanischen Einflüssen vermischt und musikalisch durch den Einsatz von Percussion und einer Akustikgitarre erweitert. Spannend immer wieder zu sehen, wie der Gitarrist Ahrue zu eben jener mit Hilfe eines Roadies wechselte. Live kommen IN verdammt hart rüber und obwohl die beiden Drummer und die Gitarristen eine geballte Ladung Lautstärke produzierten, die durch und durch ging, waren die Gesangsparts von Cristian Machado akustisch einwandfrei zu hören. Hervorzuheben ist seine Gesangsleistung bei „When it cuts“ und sein spielendes/ leichtfüßiges Wechseln von Gesangsparts zu Shoutingparts. Das Publikum wechselte hingegen von Headbangen zu Hüpfen und Moshpits. Zu einigen Highlights, wie „I Am Loco“, war die komplette Markthalle am Toben. Die Mitte wurde von einem Moshpit beherrscht und dann jumpte die Masse. Zu den Seiten hoch gab es immerhin noch Headbangen oder zumindest Mitwippen. Das Stück „Lifeless Life“ führte im Anschluss zu einem kollektiven Headbangen in der gesamten Markthalle und bei „Alibi Of Tyrants“ forderte das Publikum erneut vergeblich eine Wall of death.

Zwischen den Stücken gab es immer wieder kleine Pausen. Dann war die Bühne entweder in Dunkelheit getaucht oder von Christians Ansagen erfüllt. Besonders bedankte er sich für die Treue der Fans und er gab einem das Gefühl, wirklich zum Weiterbestehen der Band beigetragen zu haben. Im Anschluss spielten die Herren passenderweise das Stück „ What Comes Around“, das sie das erste Mal vor 12 Jahren in Deutschland gespielt hatten, als MACHINE HEAD sie mit auf Tournee genommen hatten. Mittlerweile spielt Ahrue Luster, der ehemalige Gitarrist von MACHINE HEAD, seit 2003 bei ILL NINO… so schließt sich der Kreis. Bevor ILL NIÑO mit ihrem Zugabenset starteten, legten die Schlagzeuger ein Soli hin und Dave Chavarri und Daniel Couto überzeugten mit ihrem Zusammenspiel. Nach den beiden Verlängerungen „How Can I Live“ und „Liar“ klang der Nu Metal Abend in der Markthalle aus. Es war erleichternd zu sehen, dass sich eine neue Generation an jungen Zuschauern eingefunden hat und man kann getrost behaupten: Es lebe der Nu Metal!

Setlist ILL NIÑO
If You Still Hate Me
God Save Us
Te Amo
This Is War
I Am Loco
Corazone Of Mine
Eva
La Epidemia
When It Cuts
What Comes Around
Lifeless Life
Alibi Of Tyrants

How Can I Live
Liar

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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