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INSOMNIUM – BEFORE THE DAWN – MYGRAIN

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Ort: Essen – Turock

Datum: 26.11.2011

Kaum dass man jemandem, der kurzfristig krank geworden ist, einen Gefallen tun will, geht natürlich beinahe alles schief. Straßen verstopft, kein Parkplatz weit & breit und als Sahnehäubchen ein Problem bürokratischer Art, das sich aber dem Turock sei Dank klären lies. Damit war der Auftakt des gemütlich finnischen Abends im Ruhrgebiet schon arg verkürzt. Zu sehr verkürzt.

Gefühlte 3 Songs von MYGRAIN bekomme ich gerade noch so mit, während ich mich durch den schon zu früher Stunde gut gefüllten Saal schiebe und noch irgendwie mein Glück für wenigstens eine Handvoll Fotos versuche. Ausverkauftes Haus, wie man später am Abend noch erfahren konnte. Die Stimmung ist um diese Zeit schon ziemlich gut, womit man in letzter Zeit bei Vorbands ja nicht immer rechnen kann, darum freut mich das für MYGRAIN auf ihrer ersten Europa Tour umso mehr. Frontschreihals Tommy Tuovinen hält bei der Essener Meute alle Fäden sicher in der Hand, das Publikum geht begeistert mit – inklusive derjenigen, die den Helsinkier Sechser bis dato noch gar nicht kannten. Die 5 Herren und ihre Vertretungsdame am Keyboard können den Abend in Essen auf jeden Fall für sich verbuchen. Und ich verspreche hiermit hoch und heilig, bei nächster Gelegenheit pünktlich zur Stelle zu sein. Schließlich lohnt es sich.
Auch wenn BEFORE THE DAWN nach dem Besetzungswechsel von 2/4 Mitgliedern in diesem Sommer den Cleangesang nicht neu be- oder ersetzt haben, diese Band lohnt sich erst Recht. Mit Songs wie „Disappear“, „Unbreakable“, „Repentance“ oder „Fear me“ im Rebirth 2011-Tourgepäck wird von der vordersten bis zur hintersten Reihe und auf den oberen Rängen ordentlich für volumigeres Haar, endlosen Schweißbächen oder für steife Nacken am nächsten Tag gesorgt. Gitarrist Juho Räihä hat an diesem Abend offensichtlich auch seinen Spaß, denn so oft wie an diesem Abend hab ich ihn bisher nie am Bühnenrand stehen sehen, um das Publikum zur Pommesgabel oder zum Recken der Fäuste zu animieren. Eine Aufforderung, der das Publikum auch jedes Mal umgehend nachkommt. Der Song Wreith wird, weil ein eifriger Fan in die Ansage hinein grölt, von BTD Mastermind Tuomas Saukkonen nicht dem “unhöflichen” Publikum gewidmet, wie er uns zwinkernd mitteilt. Anschließend gibt’s neues Futter von BTD für die geneigten Lauschenden. Aber damit das neue Songmaterial vom kommenden Album nachvollziehbarerweise nicht schon auf YouTube rauf und runtergedudelt wird, bittet uns der Mann mit der prägnanten Gesichtstätowierung die Handykameras ausgeschaltet zu lassen. Eine Bitte, der tatsächlich Folge geleistet wird. Da kann das neue Album gerne kommen und es wird sich lohnen!
Während der Umbaupause lohnen sich erst mal ein Bierchen und die vorläufige Sicherung eines Standortes an vorderster Front. Als INSOMNIUM die Bühne im Turock entern, steigt die ohnehin schon den ganzen Abend gute Stimmung noch mal einen tick höher. Und jetzt ist die Bude auch bis auf den letzten Platz voll. Nach dem ersten Song begrüßt uns ein gut gelaunter Niilo Sevänen in tadellosem Deutsch und nimmt uns mit auf eine Reise quer durch die INSOMNIUM Diskographie. Vom neuen Album “One For Sorrow” u.a. “Only one who waits”, “Song of the blackest bird” und “Unsung”. Von “Across The Dark” “Where The Last Wave Broke” und “Weighed Down With Sorrow”. The Killjoy von der Above the Weeping World und natürlich “The Elder” von der “In The Halls Of Awaiting”. Der erst frisch Ende Oktober eingestiegene Markus Vanhala, der Gründungsmitglied Ville Vänni nun ersetzt, macht seine Sache nicht nur musikalisch gut, auch optisch macht er eine gute Figur, was vor allem den Damen in den vorderen Reihen gefallen haben dürfte. Als INSOMNIUM mit „Weighed Down With Sorrow“ das erste Ende einläuten, merkt man erst wie rasch auf einmal der Abend verflogen ist. Lange lassen sich die Herren aus Joensuu (übersetzt heißt das „Flussmündung“) zur Zugabe nicht bitten und schieben nochmal zwei Songs hinterher.

Viel bleibt nicht mehr zu sagen, außer dass dies mal wieder ein sehr gutes finnisches Tourpackage genau nach meinem Geschmack und wohl auch allen anderen Anwesenden gewesen ist. Oder: Das hat sich mal wieder richtig gelohnt!

Copyright Fotos: YNa

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