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JORIS – MATTEO CAPREOLI

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Ort: Bielefeld – Ringlokschuppen

Datum: 05.04.2016

Fast ein Heimspiel – JORIS verzaubert Ringlokschuppen Bielefeld

Man konnte es sicherlich als Heimspiel bezeichnen, das Konzert von JORIS am vergangenen Dienstag im Ringlokschuppen in Bielefeld. Für den in Vlotho aufgewachsenen Künstler ging nach eigener Aussage ein Lebenstraum in Erfüllung. Eigentlich war das Konzert im deutlich kleineren Forum geplant, aber nachdem die Show in kürzester Zeit ausverkauft war, entschied man sich dazu, in den deutlich größeren Ringlokschuppen umzuziehen, und diese Entscheidung war die absolut richtige. Vor fast ausverkauftem Haus spielte JORIS eine knapp zweistündige Show und verzauberte mit einem bunten Stilmix Jung und Alt.

Aber von vorne. Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnete MATTEO CAPREOLI, der JORIS auf seiner Tour als Support-Act begleitet, den Abend. Zur Unterstützung hat Matteo nur einen Drummer dabei, trotzdem kommen die Lieder druckvoll rüber. Die Stimmung der Lieder wechselt dabei regelmäßig zwischen ruhig und kraftvoll hin und her und lässt so keine Langeweile aufkommen. Auch der Reggae Einfluss ist bei einigen Songs klar zu erkennen – wie unter anderem bei “Heute nur bis Morgen”. Hier klatscht das Publikum auch bereitwillig auf dem Drumbeat mit, sonst ist die Stimmung aber eher ruhig. Nach einer halben Stunde verlässt Herr Capreoli die Bühne wieder.

Nach einer kurzen Umbaupause von 30 Minuten ist es soweit – JORIS und Band kommen auf die Bühne. Beim dritten Lied lässt er das Publikum mit den Lichtern der Smartphones den Ringlokschuppen ausleuchten und bittet dann darum, die Dinger von da an in der Tasche zu lassen. Daran halten sich dann auch die meisten. Die generelle Stimmung ist aber weiterhin typisch ostwestfälisch. In einer ersten von mehreren längeren Ansagen ans Publikum erzählt Joris, wie er als Kind ein Schlagzeug bekam, in der Musikschule Herford Klavier-Unterricht hatte und im Alter von elf Jahren ein Liebeslied für Emma Watson schrieb. Zu hören gab es dies aber nicht. Stattdessen musste er die Securitys darum bitten, einer Zuschauerin aus dem Publikum zu helfen, der die Kräfte verlassen hatten.

Während seines Sets sprang JORIS immer wieder zwischen ruhigen, langsamen und dann wieder kraftvolleren Songs hin und her. Er sorgte somit für etwas „Unruhe“ und ließ eine klare Linie vermissen. Einige musikalische Spielereien waren aber auch Teil des Sets. So wurde auf der Bühne aus “Sommerregen” mal eben ein fetziger Elektro Mix mit tiefen Bass Drops die auch in den hintersten Reihen noch gut zu spüren waren. Zu großer Bewegung führte dies aber nur in den vordersten Reihen. Einer dieser krassen Breaks folgte nun. Der ausgelassenen Version von “Sommerregen” folgte das sehr ruhige und langsame “Im Schneckenhaus”, was ein wirklich extremer Kontrast war.

Nach 90 Minuten verlassen JORIS und Band dann zum ersten Mal die Bühne und umgehend wird vom Publikum mehr gefordert. Als Zugabe gibt es dann die beiden Songs “Bis ans Ende der Welt” und das eingängige “Herz über Kopf”. Bei “Herz über Kopf” ist das Publikum vom ersten Ton an voll da, klatscht und singt mit, und es macht den Eindruck, als hätte der komplette Ringlokschuppen nur auf dieses eine Lied gewartet. Dann ist Schluss und JORIS und Band verabschieden sich vom Publikum. Als die meisten dann schon die Halle verlassen, stimmt JORIS am Piano sitzend nochmal kurz “Herz über Kopf” an, bevor er sich dann endgültig vom Publikum verabschiedet.

Copyright Fotos: Rune Fleiter

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