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KATAKLYSM – GRAVEWORM

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Ort: Hannover – Musikzentrum

Datum: 05.10.2017

In den letzten Jahren ist ja wahrlich ein Trend geworden, nicht “nur” einfach ein Konzert zu spielen, sondern das Event zu etwas noch Speziellerem zu machen. So zocken die Death Metal-Helden KATAKLYSM zu ihrem 25-jährigen Bandbestehen auf ihrer aktuellen Tour nicht nur das komplette “Shadows & Dust”-Werk, um damit auch noch das 15jährige Jubiläum des Hit-Albums zu feiern, sondern kloppen dazu noch das nicht weniger gelungene “Serenity in Fire” in Gänze hinterher! Da dürfte dann zurecht wohl als Vollbedienung bezeichnet werden.

Als Support haben die Kanadier eine nicht ganz unbekannte Kapelle mit an Bord. GRAVEWORM waren schon einige Male mit KATAKLYSM unterwegs und haben für diese Tour auch ein entsprechend deftiges Set zusammen gestellt. So sparte man sich das Düster/ Goth-lastige Material und donnerte brachialen Death/ Black mit ordentlich Groove aus den Boxen. Auch zwei Jahre nach dem letzten Album präsentieren sich die Südtiroler gut in Form. Die Riffwände walzen, die Matten rotieren und Shouter Stefan Fiori brilliert durch seinen vielseitigen Gesang in Growls und Black-Screams. Routiniert zockten sich GRAVEWORM durch ihr 40Min.-Set, welches zum Großteil aus Songs des noch aktuellen Albums “Ascending Hate” (2015) bestand, aber auch u.a. “Demonic Dreams” vom starken “Scourge of Malice” (2003) wurde ausgepackt. So bewiesen GRAVEWORM, dass man sie noch lange nicht abschreiben sollte und nach den zuerst noch verhaltenen Reaktionen aus dem Innenraum der sich noch füllenden Location, kamen am Ende doch so einige positive dazu. Und da die Band nun wieder live am Start ist, wird man sicher auch bald wieder was neues auf die Ohren bekommen!

Setlist GRAVEWORM
Legions Unleashed
Buried Alive
Death Heritage
Blood Torture Death
Demonic Dreams
Downfall of Heaven
Hateful Design
Empire of Madness

Ja, was soll man da noch sagen. KATAKLYSM sind einfach eine Macht und das schon seit Jahren. Wo die Kanadier auch spielen, bügeln sich einfach alles und jeden platt. Wenn man dann noch seine beiden Hit-Alben “Shadows & Dust”, sowie “Serenity in Fire” im Anschlag hat, kann es ja nur fett werden. Und so war es dann auch. Kaum ertönte das erste Riff und Fronter Maurizio Iacono gab mit “…in Shadows and Dust…” den Startschuss, ging es auch vor der Bühne ab. Mit ihrer Kombination aus tonnenschweren Brachial-Riffwänden, donnernden Drum-Attacken und den infernalischen Growls packt das Quartett einfach sofort knallhart zu und lässt einen nicht mehr los. Dazu ist das dazugehörige Album ja nicht nur wg. dem Titelsong und dem Monster “Illuminati” so gefeiert, sondern weil es einfach von vorne bis hinten alles kann! Und auch live holen KATAKLYSM alles raus und es ist wieder mal besonders eindrucksvoll, welchen fetten Gitarrensound man aus nur einer Axt gewinnen kann. Ok, Axtmann JF Dagenais weiß aus seiner Produzenten-Tätigkeit zu gut, wie man Krach macht und hat auch gleich mal Acht Marshall-Boxen aufgefahren! Mindestens genauso imposant agiert Oli Beaudoin hinter seiner Schießbude. Einfach unfassbar, wie man bei aller gnadenlosen Härte noch soviel Groove aus seinem Instrument herauskitzeln kann! Und dass Maurizio Iacono in Sachen Growls, Screams und Shouts nur wenige das Wasser reichen können, ist allseits bekannt. Und so packend dieses Album-Set auch ist, war dann nach gut 45 Min. die kleine Pause gerne genommen. So holten Fans und Band erst mal Luft und gönnten sich das ein oder andere Bierchen, während die Crew u.a. das Backdrop für den “Serenity in Fire”-Teil wechselte.

Nach gut 15Min. ging es dann auch endlich weiter und wer glaubt, es wäre nun weniger Dampf im Kessel, sollte ich getäuscht haben. Alleine schon der Opener “Ambassador of Pain” machte deutlich, dass auch jetzt keine Gefangen geben würde. Ob nun “As I Slither” oder das fulminante Titelstück, hier ging wieder alles und nach und nach trudelten auch die ersten Crowdsurfer an der Bühne ein, vor der es keinerlei Absperrung gab. So war dort nun ein munteres Ein- und Aus der feiernden Fans im Gange, und da schreckte man sogar nicht davor zurück, mal ganz locker während des Songs ein Selfie mit dem FrontGrowler zu schiessen. Die Band genoss diese tollen Reaktionen sichtlich, da sich die Fans auch zu benehmen wussten und es keine Gefahr für z.B. die Technik bestand. Zu “For All Our Sins” erinnerte Maurizio Iacono daran, dass für die Album-Aufnahmen ein gewisser Peter Tägtgren (HYPOCRISY, PAIN) Gast-Vocals zu diesem Song beigesteuert hat, und man derzeit daran arbeite, eine Tour mit KATAKLYSM und eben der Death Metal-Legende HYPOCRISY auf die Beine zu stellen. Da kommt also etwas mächtiges auf uns zu!

Mächtig war auch dieses Doppel Album-Set der Kanadier, und auch wenn der letzte Song “Under the Bleeding Sun” noch in den Gehörgängen nach hallte und sowohl Band als auch Fans am Ende sichtlich zufrieden erschöpft wirkten, hörte man schon viele “Zugaben” und “Nochmal!”-Rufe. Und das kann man eigentlich nur unterstreichen. KATAKLYSM live? Jederzeit wieder!!

Setlist KATAKLYSM
In Shadows and Dust
Beyond Salvation
Illuminati
Chronicles of the Damned
Bound in Chains
Where the Enemy sleeps
Centuries (Beneath the Dark Waters)
Face the Face of War
Years of Enlightment / Decades in Darkness

The Ambassador of Pain
The Resurrected
As I Slither
For All Our Sins
The Night they returned
Serenity in Fire
Blood on the Swans
10 Seconds from the End
The Tragedy I preach
Under the bleeding Sun

Copyright Fotos: Michael Werneke

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