Terrorverlag > Blog > KATZENJAMMER, UNNI WILHEMSEN > KATZENJAMMER – UNNI WILHELMSEN

Konzert Filter

KATZENJAMMER – UNNI WILHELMSEN

111117-Katzenjammer-0.jpg

Ort: Dortmund – FZW

Datum: 17.11.2011

Vier norwegische Mädels schrien lauthals „Hey Ho Hopsasa“ und der hartgesottene Fotograf, Redakteur des Terrorverlags und Verfasser dieser Zeilen war hin und weg.

Doch bevor es soweit war, startete pünktlich um 20 Uhr UNNI WILHELMSEN als Support von KATZENJAMMER im schon seit langem ausverkauften großen Saal des FZW, der zu diesem Zeitpunkt auch bereits komplett gefüllt war. Ich hatte Unni bereits im letzten Jahr im Osnabrücker Rosenhof als Vor“band“ von KATZENJAMMER sehen dürfen, damals trat sie noch Solo und Gitarre spielend auf. Die Gitarre war diesmal natürlich auch wieder dabei, auf der jetzigen Tour wurde sie live jedoch von einem Bassisten und einem „Steel“ Gitarristen/ Keyboarder unterstützt. Das tat den Songs durchaus gut und ließ diese sogleich „voller“ klingen. So konnte die norwegische Folk-Sängerin das Dortmunder Publikum auch schnell mit ihrer fantastischen Stimme und ihren packenden Songs überzeugen und ordentlichen Applaus einfahren. Auch wenn sie etwas fordernd bemerkte, dass 2000 Dortmunder leiser seien als 200 Norweger. Sympathisch kamen auch die kleinen Ansagen und Anekdoten zu ihren Songs rüber und konnten das Publikum bestens unterhalten. Dass dieses auf Dauer auch seine Wirkung habe, erklärte Unni beim Song „Orange“. Bei dieser wahren Geschichte sei sie nachts durch einen Albtraum wach geworden und ihr Freund habe sich statt sie zu trösten eine Orange geholt. Da sie diese Geschichte immer erzähle, seien beim letzten Konzert 3 Frauen aufgetaucht und hätten ihr ebenso viele Orangen geschenkt, auf denen mit Edding gestanden habe: „Oranges are better than boyfriends“. Die gelungene Mischung aus Anekdoten und den wirklich ergreifenden Songs Unnis ließen die 40 Minuten Spielzeit im Fluge vergehen. Am Ende machte die Norwegerin noch einmal mit selbstgebastelten Schildern Werbung für ihre neue CD „7“ und verließ unter großem Applaus die Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann auch direkt mit KATZENJAMMER weiter, die ihr Set im Halbdunkel mit dem schaurig schönen „A kiss before you go“, bei dem Anne Marit und Marianne zusammen am Keyboard saßen, begannen. Danach ging es rasant mit „Ouch“ weiter, es folgte der Hit „I will dance (when I walk)“ und schon waren die Fans komplett begeistert und sangen und tanzten mit. So schnell wie in Dortmund ging es für die 4 Mädels aus Norwegen mit ihrer gesamten Karriere in Windeseile voran. Schon mit der ersten CD „Le pop“ von 2008, die allerdings erst 2010 in Deutschland veröffentlich wurde, konnten KATZENJAMMER begeistern und sich im Nu eine treue Fangemeinde erspielen. Vielleicht war es für die Norwegerinnen fast schon zu einfach. Man nehme 4 hübsche Mädels, für jeden Geschmack eine: Die blonde große Turid, die kleine süße Solveigh, die schwarzhaarige Anne Marit und die wilde Marianne. Doch KATZENJAMMER nur auf ihr Aussehen zu reduzieren, wäre natürlich im größten Maße ungerecht. Jeder der vier spielte auf der Bühne mindestens 4 oder 5 verschiedene Instrumente und so wurde auch an diesem Abend lustig hin und her getauscht und jede durfte einmal fast alles spielen und in Summe standen sicher an die 20 verschiedene „Klangkörper“ auf der Bühne. Das gipfelte darin, dass Solveigh darauf hinwies, dass die bei „I will dance“ neben ihr stehende Anne Marit gleich 3 verschiedene Instrumente spiele und selbstverständlich nebenbei noch singe. Allein mit Mundharmonika, Akkordeon und Glockenspiel wäre ihr auch sicher langweilig geworden. Ein weiterer Teil und die wohl wichtigste Rolle in der Erfolgsgeschichte spielten natürlich die Songs, was auch an diesem Abend wieder klar bewiesen wurde. Kaum eine weitere Band bietet eine so große Spannbreite unterschiedlicher Einflüsse und Instrumentalisierungen. Nach dem schnellen, mitreißenden Titel zu Beginn des Sets folgten mit „Lady Marlene“, „Wading in deeper“ und „Cherry pie“ dann ein paar langsame Lieder und Marianne dankte dem Publikum, dass auch diese Songs so gut aufgenommen würden, das würde der Band sehr viel bedeuten.

KATZENJAMMER wissen, wie wichtig das Publikum für sie ist und bedankten sich mehrfach für den tollen Support der letzten Jahre. So habe man im letzten Jahr noch in der kleinen Halle gespielt und nun schon im großen Saal. Man freue sich sehr darüber, schließlich seien es die treuen Fans, die ihre Rechnungen bezahlen. Mit diesen und ähnlichen Ansagen die z.T. mit einigen deutschen Wörtern und Floskeln sympathisch aufgelockert wurden kamen KATZENJAMMER gewohnt sympathisch durch den Abend. Das GENESIS-Cover „Land of confusion“ im völlig neuen Gewand, der Hit „A Bar in Amsterdam“ oder auch der Mitpiel-Song „To the sea“ waren da nur einige Highlights, die den Abend verdammt kurz erscheinen liessen als KATZENJAMMER nach ca. 80 Minuten von der Bühne gingen. Zum Glück gab es dann doch noch 2 Zugaben in Form von „God´s great duststorm“ und „Ain´t no thang“ und dann hatten KATZENJAMMER ja auch noch angekündigt, nach dem Konzert am Merchandise Stand für Autogramme zur Verfügung zu stehen.

Setlist KATZENJAMMER
A kiss before you go
Ouch!
I will dance (when I walk away)
To the sea
Rock paper scissor
Lady Marlene
Wading in deeper
Cherry pie
Mother superior
Land of confusion (Genesis cover)
Loathsome M
Cocktails and rubyslippers
A bar in Amsterdam
Hey ho on the devils back
Der Kapitän
Le pop

God´s great duststorm
Ain´t no thang

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu KATZENJAMMER auf terrorverlag.com

Mehr zu UNNI WILHEMSEN auf terrorverlag.com