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KEIMZEIT

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Ort: Hamburg - Logo

Datum: 10.11.2006

Endlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit, die Band, welche mich erst zur Konzertfotografie gebracht hat, live zu sehen. Keine terrortypische Musik, aber das kennt man ja langsam von mir. Bei richtigem Shietwetter machte ich mich auf dem Weg nach Hamburg. Das Logo kannte ich bis dato noch nicht und so dauerte es eine Weile, bis ich die richtige Straße und dann auch noch den Club gefunden habe. Eine Viertel Stunde zu früh stand ich draußen in der Kälte und zitterte mich warm bis die Türen geöffnet wurden. Zum Glück passierte das auch pünktlich um acht. Die Zeit bis zum Beginn des Konzerts verbrachte ich mit einem leckeren Getränk und ein wenig Zuschauer Voyeurismus. Und wieder einmal fiel mir auf, dass nur KEIMZEIT es schafft, so ein breites Publikum anzuziehen. Vom kleinen Kind über das Teeniemädchen bis hin zu harten Rockern war alles dabei. Das zeugt eindeutig von der Qualität der KEIMZEIT Musik. Und auch der gut gefüllte Club kurz vor neun bewies mal wieder, dass die Truppe auch über die Grenzen der ehemaligen DDR ein Begriff ist und es schafft, viele Leute anzuziehen.

Ohne Vorband kamen die Sechs kurz nach neun auf die Bühne. Norbert Leisegang begrüßte mit der obligatorischen Kaffeetasse in der Hand wie immer sehr charmant das Publikum und versprach einen langen Abend. Los ging es mit Klassikern wie „Irrenhaus“ und „Bunte Scherben und man steckte sofort wieder drin in dieser Keimzeitstimmung, die ganz einfach einmalig ist. Gewohnt souverän und mit jeder Menge kleiner Scherze zwischendurch spielte sich die Band warm. Neue Stücke wie „Am Rande“ und „Tokio Skyline“ nahmen die Fans begeistert auf. Vor „Mensch Meier“ riet Norbert den Fans unbedingt bei nächster Gelegenheit „Jan Plewka singt Rio Reiser“ anzusehen. „Wenn man vor Glück und Rührung weinen möchte, sollte man dort hingehen…!“ „Mensch Meier“ – auch Titel der Tour – ist eine sehr gelungene Cover Version des TON STEINE SCHERBEN-Klassikers und auch auf dem Tribute Werk „Familienalbum Band 2“ zu finden.

Bei „Betty Mae“ hatte Rudi Feuerbach seinen großen Auftritt. Ich finde ja, er sollte öfter ans Mikro – der Mann hat einfach eine unglaubliche Stimme. „Nathalie“ war dann wieder Norberts Part und wie so oft verhaspelte er sich gründlichst. Circa zehnmal versuchte er sich an der zweiten Strophe. Nach gefühlten zwanzig Minuten wurde der Song unter großem Gelächter zu Ende gebracht. Dafür lieben wir KEIMZEIT. Nach „So“ trat die Band kurz ab, aber nur um kurz darauf wiederzukommen, um noch einmal eine halbe Stunde lang Zugaben zu geben. So kamen wir noch in den Genuss von „Windstill“, „See voller Tränen“ (wundervoll von Spatz gesungen). „Flugzeuge“, das bei keinem Set fehlen darf, kündigte dann den Schluss des Konzertes an. „Der Vorhang fällt. Platz, es wird Platz gemacht. “Platz da – für die wirkliche Welt!” Mit diesem Satz entließen uns KEIMZEIT nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden in die kalte Hamburger Nacht.

Setlist
Irrenhaus
Bunte Scherben
Dieses Mal
Etwas höher nur der Mond
Projektil
Am Rande
Hofnarr
Paul
BH
Tokio Skyline
Breit
Wasser
Planetenseite
Kapitel 11
Mensch Meier
Getrennte Wege
Singapur
Kling Klang
Tequilla
Betty Mae
Nur so – Samba
Nathalie
Maggie
So

Windstill
See voller Tränen
Flugzeuge

Copyright Fotos: Juliane Duda

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