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KNORKATOR – TSCHAIKA 21/16 – BLACK MONSTER TRUCK

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Ort: Berlin - Columbiahalle

Datum: 01.04.2017

Der 1.April ist bekanntlich der Tag der Scherze und die Boyband KNORKATOR hätten sich keinen passenderen Tag für ihren Tourabschluss auswählen können.

Der Abend begann mit einer gemeinsamen Autofahrt mit Stumpen, um Tim Tom von BLACK MONSTER TRUCK (BMT) abzuholen. Untermalt wurde die Sause mit bekannten Melodien aus Film und Fernsehen. Kaum im Auto und schon auf der Bühne begannen BMT, die aufgrund ihres Alters noch den Welpenschutz genossen, mit ihrem Set. Tapfer haben sie sich geschlagen und neben „Am Horizont“ gab es den Track „Realität“ und ein paar unbeholfene Ansagen. Dazu ein Publikum, das mitmachte, wohlwollenden Applaus spendete und ALLES für das obligatorische Abschiedsfoto gab. So kam die Band zu einem Selfie mit jubelnden Publikum, Stoffpimmel und KNORKATOR Fans mit dem T-Shirt-Spruch: Ich verachte Jugendliche. Diesen Song gab es am heutigen Abend im umfangreichen Zugabenset. So viel sei schon einmal verraten.

Doch zuvor ging die Fahrt mit Stumpen weiter, um nun TSCHAIKA 21/16 abzuholen. Nächstes Mal einfach Gas geben und weiterfahren. Ist zwar böse, aber so richtig in das Line-up passte der instrumentale Noise-, Doom- und Stoner-Rock der Band nicht. Zu Beginn sah man Sören einen Holzturm bauen, während Tim und Onkel ihre Instrumente bearbeiteten. Zu „Lass mich doch in deinem Wald der Oberförster sein“ steuerte Sören Trompetenklänge bei und Nancy-Shouts zu „Mann nennt sie Nancy“. Auftritt abgehackt und weiter ging es mit Stumpen, um die restlichen Bandmitglieder von KNORKATOR einzusammeln.

Die Uhr im Auto zeigte mittlerweile 20.30 und Buzz Dee-Rufe wurden vom Band eingespielt, um dann direkt vom Publikum übernommen zu werden. Los ging die „Wir freuen euch uns zu sehen“-Show mit „Alter Mann“, wobei Stumpen in einem Kunstfaserkostüm, das an einen Tschäggättä erinnerte, über die Bühne fegte. Das Gesangskunstfellmonster entkleidete sich Ruck Zuck, so flog erst der Kopf in Richtung Publikum, dann der Stock und die Jacke hinterher. Der Blick wurde freigeben auf Stumpen im Trikot mit Beinschiene, von der er sich in seinem Bewegungsdrang nicht einschränken ließ. Die Temperaturen stiegen weiter an und das Trikot wurde auf Schlüppergröße zusammengerollt. Die Luft war biergeschwängert – bierfest musste man innerlich und äußerlich auch sein, denn es wurde nicht nur viel getrunken, sondern auch unzählige halbvolle Becher flogen gen Bühne.

„Deutschlands meiste Band der Welt“ präsentierte eine fette Setlist. Stumpen wechselte spielerisch in den hohen Falsettgesang und wieder zurück. Ator steuerte Metalfeeling bei oder einfach, wie zu „Konflikt“, nur Wortfetzen und dennoch wurde „Alles“ gesagt. Nach dem jazzlastigen Gesangseinsatz von Ator zu „Ich will nur Ficken“, hatte er dann doch das Bedürfnis, eine Entschuldigung an seine Mutter zu richten. Damit war auch das gesagt. Stumpens Mutter wäre dagegen stolz gewesen. Auch das wäre geklärt. Der heutige Auftritt wurde durch die Anwesenheit der Familienmitglieder der Musiker generationsübergreifend, da sich sonst das Publikum altersmäßig in der Regel hauptsächlich um die Ü 30 bewegte.

Theo ist schuld an seinem Glück… schön gesagt von Stumpen, bevor das Publikum zu „Theo hat Schuld“-Chören anstimmte. Im Anschluss gab es für den Lodzer das Schlaflied „Zähne putzen, Pullern und ab ins Bett“. Selbst vor Coverversionen von ACDCs „Highway to Hell“ und dem Schmachtfetzen „Lass deinen Drachen steigen“ der PUHDYS machten KNORKATOR nicht Halt. Zu letzterem tauchten drei weibliche Crowdsurfer auf. Stumpen selbst ließ es sich nicht nehmen und begab sich vor „Buchstaben“ mit einem Hechtsprung ins Publikum. Buzz Dee sah man ab und an mit Zigarette und dabei cool seine Gitarre spielen. Selbst Konfetti prallte lässig an ihm ab.

KNORKATOR sind Garanten für eine wilde Show. Dazu ein energiegeladenes Publikum, dem es zu „Setz dich hin“ sichtlich schwerfiel, den kompletten Song über auf dem Boden auszuharren. Überzeugen konnten sie dagegen mit ihrer Gesangseinlage zu „Weg nach Unten“ und den rhythmischen Hey- Chören und dem Meer aus Metalfäusten zu „Eldorado“. Völlig durcheinander wurde der Moshpit zu „A“ dankt Polonaise und Stumpens Richtungsangaben gebracht. Alles im Allen herrschte vor und auf der Bühne Ausnahmezustand.

Am Ende gab es ein finales Abschlussbild, das Rammstein erblassen lassen würde: Stumpen im Feuerreif und Rauch spuckend. Es folgten von KNORKATOR ein gut gelaunter Abgang im Gänsemarsch sowie durchschwitze und biergeschwängerte Fans, die den Heimweg antraten. Gut gelaunt. Versteht sich.

Setlist KNORKATOR
Alter Mann
Ich lass mich klonen
Der ultimative Mann
Ich bin der Boss
Die Geschichte von den schwarzen Buben
Du nich
Für meine Fans
Narrenkappe
Highway to hell
Buchstaben
Konflikt
Geh zu Ihr und lass den Drachen steigen
Eldorado
Setz Dich hin
Du bist kein Mensch
Ich bin ein ganz besondrer Mann
Ich will nur fickn
Du bist schuld
Zähne putzen,Pullern und ab ins Bett
Sie kommen
A

Ich verachte Jugendliche
Böse
Weg nach unten
Eigentum
Wir werden alle sterben

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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