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L`ÂME IMMORTELLE – ASP – UNHEILIG

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Ort: Herford - Kick

Datum: 25.02.2003

So kamen denn an diesem warmen Dienstag Abend allerlei schwarze Gestalten (ca. 350) ins alteingesessene Kick, um einem interessanten Package beizuwohnen, von dem mich die Hauptband zugegebenermaßen am allerwenigsten interessierte. Zuerst enterten der Graf und seine zwei relativ farblosen Mitstreiter die Bühne. Und es wird schnell klar, dass dieses Kraftpaket das Publikum im Griff hat, ja mit ihm spielt. Man sah allerlei sanftmütige Gothicmädels mit pochendem Herzen auf das Muskelpaket starren, der extrem an den Ex MEGAHERZ Shouter Alex (jetzt EISBRECHER) erinnert. Auch musikalisch scheint eine Weiterentwicklung in Richtung „Neue Deutsche Härte“ stattgefunden zu haben, was durch die Reduktion der elektronischen Elemente noch verstärkt wurde. Zunächst erklangen ausschließlich Songs der bald erscheinenden zweiten regulären CD, die logischerweise niemandem geläufig waren. Durch die Eingängigkeit der Refrains waren UNHEILIG aber trotzdem Punktsieger bei den traditionell zurückhaltenden OWL-Schwarzkitteln. Besonders die Single-Auskopplung „Die Maschine“ scheint für die DAC-Charts wie gemacht. Die entsprechende Maxi konnte man denn auch an diesem Abend käuflich erwerben, zusammen mit 2 Remixen, einem Bonustrack und der SISTERS Coverversion „This Corrosion“ (auch auf dem „Thank you – A Tribute to SISTERS OF MERCY TRIBUTE“ zu finden). „Komm zu mir“ und „Sage ja!“ bildeten einen würdigen Abschluss nach ca. 40 Minuten und UNHEILIG waren die Gewinner des Abends, nur wusste das zu dem Zeitpunkt noch keiner.

Danach enterten ASP die Bühne, welche ich schon auf dem WGT bewundern durfte. Mittlerweile besitzen sie genügend Songmaterial, um Hit an Hit zu reihen. Zur Bandbesetzung gehörte auch ein Live-Schlagzeuger und ein Background Sänger. Leider war der Sound nicht optimal, es hörte sich irgendwie nicht vollkommen synchron an, zudem waren die Gitarren drucklos. Stimmlich kann man ASP zwar nichts Schlechtes nachsagen, aber der wie Nosferatu geschminkte Shouter brachte irgendwie zu wenig Emotion rüber. Dennoch wurden Klassiker wie „Schwarz“ von der zweiten Full Length oder das neuere „Milk“ von der Menge abgefeiert. Nicht schlecht, aber noch verbesserungswürdig.

L`ÂME IMMORTELLE kamen erst kurz vor 23 Uhr auf die Bühne und das war mir für einen Wochentag entschieden zu spät. Das Bühnenbild und die beteiligten Musiker entschädigten allerdings ein wenig für die späte Uhrzeit. Ein Gitarrist mit Pumuckl-roten Haaren (passend zum Saiteninstrument), Sonja Kraushofer im offenherzigen Kleid mit Gothic Schleiertanzbewegungen und viel zu laut abgemischter Stimme (das tat direkt weh) und Thomas Rainer (auch SIECHTUM) schoss den Vogel ab. Mit Anzug und Krawatte und dem Gesicht eines 15jährigen Pennälers versuchte er sich an halbem Grunzgesang und Metalgepose, das war ganz groß! Und auch wenn ich die schnelleren Sachen des neuen Albums „Als die Liebe starb“ sehr mag, war nach wenigen Liedern für mich Schluss! Die Nacht brach herein und ein unterhaltsames, wenn auch nicht immer gutklassiges Event hatte sein Ende gefunden…

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