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LAYMENT – ORDEN OGAN – VEGA – JAKE PORN – ONEIROS – DAMAGED JUSTICE

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Ort: Bochum - Matrix

Datum: 17.03.2007

Nach Laienhaftigkeit sieht das nun wirklich nicht aus, was LAYMENT aus Herne anlässlich der Veröffentlichung ihres Debutalbums DECLARATION da auf die Beine gestellt haben, ganz im Gegenteil, laden die Ruhrpott- Rocker zu einer viel versprechenden Release-Party in die Bochumer Matrix.

Den Starschuss geben DAMAGED JUSTICE, die schon den einen oder anderen Gig zusammen mit LAYMENT gezockt haben. Das nach und nach eintrudelnde Publikum bekommt zum Einstieg eine Dosis soliden, eingängigen Heavy Metal, manchmal mit melancholischen Anleihen aus dem Gothic-Bereich, auf die Ohren. Schwachpunkt der Show ist das leider nur in Ansätzen vorhandene Stage-Acting der Band. Einzig Sänger und Gitarrist Christian Michalak bildet da eine löbliche Ausnahme.

Nach erfreulich kurzer Umbaupause wird es eng auf der Bühne: Der Achter von ONEIROS läuft auf! Die männlichen Konzertbesucher dürften sich hauptsächlich an den drei hübschen Damen an Violine, Keyboard und Mikro erfreuen, allerdings haben ONEIROS noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Die Truppe präsentiert dem inzwischen zahlreich erschienenen Publikum eine bunte – oder doch eher schwarze – Black Metal-Mischung. Mal düster und rau, mal melodiös und symphonisch, lebt die Band vom Wechselspiel des Gesangs in Form von Sängerin Kristina Giepen und Shouter Björn Luig und weiß durchweg mit ihrer eigenständigen Musik zu überzeugen, zu der man getrost die Matte kreisen lassen kann. Extra Respekt verdient der neue alte Gitarrist Patrick Gertz, der kurzfristig für den ehemaligen Gitarristen Stefan einsprang, der nun bei den Kollegen von VEGA die Axt schwingt. Alles in allem Daumen hoch, auch wenn das Set ein wenig kurz geraten ist.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes alternatives Programm präsentieren im Anschluss JAKE PORN. Dass die Jungs musikalisch eher im Alternative Rock als im Metal beheimatet sind, tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Porno-Sekte hat eine beachtliche Schar von Jüngern mitgebracht und rockt das Haus mit derartiger Spielfreude und Begeisterung, dass der Funke beim Publikum schnell überspringt. Ein absolut vorbildlicher Auftritt mit Gute-Laune- Garantie.

Eine Spur düsterer, jedoch nicht weniger lebhaft, wird es mit der nächsten Band VEGA. Ähnlich wie bei ONEIROS erwartet die Mattenschwinger und- Schwingerinnen hier eine geballte Ladung Dark Metal mit Keyboard-Passagen und männlich-weiblichem Wechselgesang, jedoch dominiert die variantenreiche Stimme von Annika Haupt und die Band zeigt stilistisch eher Einflüsse aus Rock und Progressive Metal. Wie auch immer, das Publikum ist angetan von der sympathischen Dortmunder Combo.

Weiter geht’s mit Layments Label-Kollegen ORDEN OGAN, die sich mit der ihnen eigenen Kreation des Melodic- Medieval- Fantasy- Folk- Powermetal (ein Hoch auf die Erfindung des Bindestrichs!) einen weithin bekannten Namen gemacht haben. Dass sie sich am heutigen Tag auch einen guten Ruf als Instrumentaltruppe verdienen würde, hätte die Band aber wahrscheinlich nicht erwartet: Sänger Sebastian muss nach kurzer Zeit aufgrund immer stärker werdender Übelkeit die Bühne verlassen. Die Band nimmt’s gefasst, spielt ohne Sänger weiter, wird für diese Aktion vom Publikum gebührend honoriert und zu guter Letzt kommt der „seekranke“ Sänger doch wieder auf die Bühne, so dass der Auftritt zumindest ein stimmhaftes Ende hat. Den größten Respekt für soviel Einsatz!

Ende gut, alles gut, denken sich wahrscheinlich die Headliner des Abends LAYMENT, als sie sich einer mit über 500 zahlenden Gästen rappelvollen Matrix gegenüber sehen. In der Tat beachtlich für eine Newcomer-Band. Beachtlich ist noch etwas Anderes, nämlich die etwas mehr als einstündige Show, die die Herner abliefern. Nach zwei neuen Stücken werden die Songs vom DECLARATION-Album gezockt, oder eher gerockt, und das nicht zu knapp. Egal ob folkig, wie beim eingängigen „Crossroads“, orientalisch angehaucht, wie das – übrigens in Passagen auf Türkisch gesungene – „Gun Doguyor“ oder auch mal ruhig und gefühlvoll, wie bei der Ballade „Wake up“, die Band weiß zu überzeugen, sowohl musikalisch, als auch durch ihre Bühnenpräsenz. Die Gitarren-Bass-Fraktion rockt, posed und mosht über die Bühne wie ein Killertornado, Sänger Marian Schmidt besticht durch seine facettenreiche Darbietung und bezieht das Publikum immer wieder mit ein. Kein Wunder, dass die Matrix tobt, ihre Band mit „Lay-fucking-ment“- Sprechchören feiert und ohne Zugabe nicht gehen lässt. Ein durchweg überzeugender Auftritt, der Lust auf mehr macht und den Höhepunkt eines gelungenen Abends bildet.

Copyright Fotos: Alexandra Michels

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