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LOST AREA

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Ort: Hameln - Regenbogen

Datum: 01.10.2005

Am vergangenen Samstag folgten wir dem Aufruf des Rattenfängers (liebe Grüße an DThorn) und begaben uns nach Hameln. Die mehrstündige Anreise, erschwert durch dichte Regenwolken und „Einfädelproblemen“ auf der Autobahn machte sich auf jeden Fall bezahlt, denn uns wurde ein sehr unterhaltsamer Abend geboten. Unter dem klangvollen Namen „Staub und Schatten“ organisierten die Veranstalter der Gothic-Kneipe DOUBLE-X eine Party, die sich wirklich sehen lassen konnte. Da das DOUBLE-X Probleme gehabt hätte, die Scharr der Tanzwütigen aufzunehmen, fand das Ganze kurzerhand in den Räumen des Kulturzentrums REGENBOGEN statt. Dort hatte man sich auch viel Mühe gegeben, mit Kerzen, Spinnweben und dunklen Vorhängen einen würdigen Rahmen für die schwarzen Seelen der Nacht zu schaffen. Aber was verbarg sich nun eigentlich hinter der düsteren Ankündigung „Staub und Schatten“? Geladen war zum einem die schweiz-deutsche Formation LOST AREA und zum anderem DJANE CONSTANZE, die wohl jedem durch BLUTENGEL bekannt sein dürfte.

Als gegen 21:00 Uhr der Einlass begann, war eigentlich schnell abzuzeichnen, dass LOST AREA nicht auf verlorenem Posten spielen würden. Schon der Vorverkauf war gut angelaufen, und so strömten nach und nach immer mehr Leute in die mit guter Elektromucke beschallte Location. Um die Zeit bis zum Konzert zu überbrücken, fanden sich immer wieder Besucher auf der Tanzfläche ein, auch an der Bar herrschte ein ziemliches Gedränge. Zunächst hatte das Ganze so gar keinen Konzertcharakter, so stand zum Beispiel niemand wie üblich wartend am Bühnenrand oder trampelte ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Man hatte eher den Eindruck in einem netten kleinen Club zu sein und einer großen Party beizuwohnen. Dadurch verging die Zeit bis zum Auftritt natürlich auch wie im Fluge.

Um 22:30 Uhr war es schließlich soweit, und das Intro von LOST AREA kündigte düstere elektronische Klänge an. Das Bühnenbild wurde durch eine große Leinwand geprägt, auf der zu jedem Song wunderschöne schwarz-weiße Fotos projiziert wurden, welche zusätzlich eine kühle aber angemessene Atmosphäre schufen. Während sich Jan B. und Ingo im Hintergrund um den richtigen Sound kümmerten, kamen Dani und Jan M. erst auf die Bühne, als das Intro verebbt war. Dann widmeten sie sich energiegeladen den Stücken „Lost Area“ und „Life of Lies“, welchen sie in wechselnden Passagen ihre beeindruckenden Stimmen verliehen. Schon die ersten Songs lösten im Publikum überaus positive Reaktionen aus, was aber nicht verwundert, denn die Musik geht direkt in die Ohrmuschel und lässt auch die Füße nicht stillstehen. Als nächstes folgte „Vengeance of Nature“, ein komplett neuer Song, aber LOST AREA traf damit voll ins Schwarze und heizte der Menge ordentlich ein. Das Stück hat definitiv Clubhitcharakter und zieht die Leute sicher wie ein Magnet auf die Tanzflächen. Treibend und aggressiv setzte danach „Painbringer“ an die ausgelassene Stimmung an und brachte die Menge kräftig ins Schwitzen. Ruhigere Töne wurden mit „Life and Order“ angeschlagen, Jan M. setzte hierbei seine dunkle, markante Stimme gekonnt ein und überzeugte mit klaren tiefgehenden Tönen. Dani hielt mit „Deconstruction“ dagegen und sorgte mit ihrem gefühlvollen, einnehmenden Gesang sicher für die ein oder andere Gänsehaut. Trotz angeschlagener Stimme meisterte sie ihre Einsätze und begeisterte die Menge. Eine weitere Überraschung hielt LOST AREA mit „Soulhunter“ bereit, denn eine neue frischere Version wurde geboten, die sich wirklich hören lassen konnte. Aber auch schon bekanntere Stücke wie „Phenteselia“, „Gabriel“ und „My suicide“ kamen live sehr gut rüber und rundeten den Auftritt ab. Nach einer Stunde war leider schon das Ende in Sicht, doch LOST AREA hatten noch ein Ass im Ärmel, denn „Dare to Dream“ hatte auch Premiere und lud wahrlich zum Träumen ein. Das Publikum dankte mit jubelndem Beifall und forderte lautstark Zugabe. LOST AREA kamen der Bitte mit „Vengeance of Nature“ und „Painbringer“ gerne nach, und da der Saal daraufhin fast komplett am Tanzen war, kann man durchaus von einem krönendem Abschluss sprechen. Sicher hatten LOST AREA einen klaren Heimvorteil, da Jan B. und Ingo in Hameln aufgewachsen sind, aber auch bei einem Heimspiel muss man erst einmal Leistung vorweisen, um den Sieg nachhause tragen zu können.

Copyright Fotos: tiri

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