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MASTERS OF DEATH (GRAVE – DISMEMBER – ENTOMBED – UNLEASHED – EXTERMINATOR)

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Ort: Hannover - Faust

Datum: 18.11.2006

DEATH METAL VICTORY!!! Mehr muss man zu diesem historischen Event eigentlich nicht mehr sagen! Aber es soll ja Leute geben, die das verpasst haben bzw. nicht mehr reinkamen, weil allerorten ausverkauft! Sollte einen nicht wundern, wenn das Ganze per CD/ DVD verewigt wird… hoffentlich!

Wie ausgerechnet die hierzulande relativ unbekannten Belgier EXTERMINATOR an den Supportslot gekommen sind, werden sich wohl einige gefragt haben. Ich sag mal nur Skydra… (Cheerz K.!) Denen dürfte allerdings die Frage im Hals stecken geblieben sein beim Hören von Abrissbirnen wie “Slay your Kind”, “Primordial Law” oder “The Human Vermin”! Fett groovender Death/ Thrash der MASSACRA/ AGRESSOR-Kategorie gab es eine gute halbe Stunde lang zu vernehmen, begleitet von engagiertem Stageacting und einem sehr netten Fronter, der immer wieder durchblicken ließ, wie froh die Jungs waren, für dieses mörderische Package eröffnen zu dürfen. Lauter Applaus war ihnen sicher von der schon ziemlich vollen Halle und es dürften einige CDs und Shirts den Besitzer gewechselt haben an ihrem Stand. SO macht man sich Freunde! Zumal die Band am Merchstand angenehm entspannt für Fachsimpelei zur Verfügung stand… die werden ihren Weg machen!

Da die 4 Hauptacts jeden Abend in anders zusammengewürfelter Reihenfolge auf die Bühne durften, war die Spannung bei etlichen groß, wer denn heute zuerst zu seinem 45-minütigen Triumphzug aufbrechen sollte… der über alle Ohren strahlende Faust-Organisator Sascha hatte uns die Running Order allerdings schon vorher gesteckt. Spätestens als das Backdrop aufgehängt wurde, war allen 700 Nasen klar, dass der (für viele) eigentliche Headliner UNLEASHED das Death Metal-Feuerwerk zünden sollte. Und wie!
Von der ersten Sekunde an war die Hölle los im Saal und die Band lief zu absoluter Höchstform auf! Manche Bands werden halt mit zunehmendem Alter immer besser und UNLEASHED sind aus ihrer kleinen Schaffenspause vor einiger Zeit stärker denn je zurückgekommen. Da es das neue Überfliegerwerk locker mit dem Kult-Debut aufnehmen kann, gab es auch von diesen beiden Referenzwerken das meiste Material. “Before the Creation of Time”, “Where no Life Dwells”, “Into Glory Ride”, “Blood of Lies”, das Meiste wurde noch einen Tacken fixer runtergeholzt, wie auf Platte. Dafür gab es kein halten mehr bei der Groove-Attacke “The Immortals” und erst recht nicht bei dem neuen Überhit “In Victory or Defeat”! Aus 700 Kehlen schallte es Johnny entgegen: We are the Immortals/ From Hell we Rise/ We are the Immortals/ DEATH METAL – No Compromise! Treffender kann man diesen Triumphzug nicht beschreiben und für den Großteil der Anwesenden war das Highlight jetzt schon durch. Wir werden uns alle wiedersehen bei der im Frühjahr anstehenden Headlinertour der Warriors.

Dass DIE (ehemalige) Vorreiterband des gesamten Genres danach nur abstinken konnte, war klar. Aber weshalb ENTOMBED dann ausgerechnet mit dem neuen Song “When in Sodom” starteten, fragte nicht nur ich mich!? Der Song an sich ist ja geil, aber auf einer solchen Tour wollen doch eh alle nur die ollen Kamellen hören. So war die Halle denn zwar immer noch (wieder) gerappelt voll, aber der Mob tobte noch nicht so recht. Kein Wunder, kam danach noch was Neueres, zudem noch in völlig unakzeptablem Sound und viel zu Leise. Das besserte sich dann zwar, aber trotz eines L-G an den Vocals und etlichen Klassikern im Gepäck, welche auch herrlich dreckig (aber nicht wirklich Death Metallisch) runtergerockt wurden, sprang der Funke nicht so recht über. “Crawl”, “Left to Rot”, “Sinner’s Bleed” und natürlich “Left Hand Path”, dessen Instrumentalende aber kaum zu erkennen war, ließen die Hütte schon steil gehen. Trotzdem waren ENTOMBED für die Meisten die schwächste und phasenweise gar langweiligste Band des Abends. Jungs, macht das wie MAIDEN und klaut bei Euern eigenen Klassikern!

DISMEMBER dagegen röhrten mit fett runtergestimmten Elchtod-Sound los, als wären nicht schon 15 Jahre seit dem Debüt vergangen! Hier drehte der immer noch rappelvolle Saal auch von der ersten Sekunde an voll am Rad. Das zeigte, dass die Leute nicht nur wegen einer Band da waren, sondern wegen allen! Der Altersschnitt lag natürlich ne Ecke höher, wie auf normalen Konzerten… “Skinfather”, “Pieces”, “Casket Garden”, “Bleed for Me” und heute endlich auch mit “Dreaming in Red” eine DER Hymnen des Death Metals, bei der wieder die ganze Halle ausflippte. Die Band um Fronter Matti Kärki drehte ebenfalls voll auf, wie bei UNLEASHED (und auch GRAVE später) habe ich die Kapelle noch nie agiler und tighter gesehen! Auch die Songs des neuen Rundling-Hammers “The God that never Was” reihten sich nahtlos in die Alltime-Classics ein, u.a. der Titeltrack und “Autopsy”. Mehr kann man nicht abräumen, Killergig!

Ob das “Grab” da noch würde einen draufsetzen können? Man hat die Jungs ja auch schon des öfteren nicht so wirklich gut gesehen. Heute abend dafür wie aus einem Guss! Bombensound, tightes Gerumpel und tiefer kann man das Ganze nicht mehr stimmen! Death Metal as Fuck! Und auch hier war die Faust noch zum Bersten gefüllt. GRAVE ließen dem Mob auch keine Chance und fegten alles um. “You´ll never See…”, “Soulless”, “…And here I Die”, “Deformed”, “Morbid Way to Die”… ein Klassiker jagte den Nächsten! Getoppt nur von der Unsterblich-Hymne “Into the Grave”, da stand keine noch so kleine Körper-Zelle im Raum mehr still! Bei neuen Granaten wie dem mächtigen “Burn” oder “By Demons Bred” aber auch nicht. Leider zockten sie zum Schluß nicht ihr Kaputtes Cover von “Them Bones”. Macht aber nix, denn auch hier alle toten Daumen nach oben! Insgesamt also ein wahrhaft historisches Event, bei dem Anwesenheit Pflicht war!

Der Getränkeumsatz der Faust dürfte (auch auf Grund der recht günstigen Preise!) astronomische Höhen erreicht haben. Leicht astronomische Preise gab es dafür am Merch-stand… 20 Mücken für ein stinknormales Shirt sind doch schon recht happig. Trotzdem: Diese Bandkonstellation schreit nach Wiederholung!!! DEATH METAL VICTORY!

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