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M`ERA LUNA 2007 – TAG 2

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Ort: Hildesheim

Datum: 12.08.2007

BIG BOY

Nach einer recht kurzen Nacht fand ich mich um 11.20 Uhr vor der großen Bühne wieder ein, um zum zweiten Mal in diesem Jahr BIG BOY ansichtig zu werden. Mit mir hatte sich ein ebenfalls noch einigermaßen verschlafen wirkendes Völkchen eingefunden, das sich vom Glam Goth Rock des gebürtigen Schwedens mit deutschem Wohnsitz auf Touren bringen lassen wollte. Nach dem martialisch anmutenden, französischsprachigen Intro „La Légíon“ vom Debütalbum „Hail The Big Boy“ welches seit Juli des Jahres zu haben ist, erschienen auch die Protagonisten der folgenden 25 Minuten. Mr. BIG BOY höchstpersönlich poste erst einmal auf dem eigens dafür bereitgestellten Podest und begrüßte die Anwesenden mit einem „Deutschland erwache!“-Ruf. Seine Deutsch-Kenntnisse hatte er bereits beim Opener „Gestasi Baby“ textlich mit der Aufforderung „Sprich mit mir!“ verarbeitet, viel Kommunikation fand an diesem späten Vormittag allerdings nichts statt, mag in der knappen Zeit begründet gewesen sein, stattdessen gab’s noch weitere Glam Rock-Shmankerl wie „Fake It“, „One Good Reason“ und zum Schluss noch „Hail The Big Boy“. Alles in allem ein forscher Start in den zweiten Festivaltag. Wenn mich mein Eindruck nicht getäuscht hat, ging’s in Hildesheim mit ner Schippe mehr Drive zur Sache als beim WGT (wo Peter Kafka noch in der Live Crew war), mag aber auch daran gelegen haben, dass die technischen Gegebenheiten heuer mehr hergaben als auf der kleinen Leipziger Parkbühne. Der junge Herr BIG BOY zeigte sich auf jeden Fall wieder als wahre Rampensau und stolzierte über die Bühne, dass es FREDDIE MERCURY im Musikerhimmel sicherlich ein Fest war. Selbiger ist (der Legende nach) BB eines Nachts in dem Sanatorium erschienen, wo sein Borderline-Syndrom und sämtliche der Wissenschaft bekannten psychosomatischen Störungen behandelt wurden. Freddie erkor ihn zum einzig wahren Rockstar der Neuzeit und dieser Herausforderung versucht das Bürschchen nun gerecht zu werden. Für heute hatte er seine etwas undankbare Aufgabe, als Erster zu spielen, gut gemeistert und nicht wenige zum Tanzen animiert.
(ump)

IMPLANT

Nach dem großen Jungen ging es das erste Mal an diesem sonnigen Tag in den Hangar, in dem nach PROCEED (leider verpasst) nunmehr belgischer Electro vom Feinsten anstand. Len Lemeire (später noch bei 32 CRASH aktiv) und Jan D’hooghe alias IMPLANT musizieren schon seit 1992 zusammen und weisen dementsprechend einiges an Erfahrung auf. Der eine Herr bediente die E-Drums links auf sehr dynamische Art und Weise, während der andere an den Knöpfchen drehte und seine Stimme erklingen ließ. Typisch tanzbare Klänge aus unserem westlichen Nachbarland, die bereits zu dieser frühen Uhrzeit einige Tanzwillige in Verzückung geraten ließen. Zur Setlist gehörte u.a. „Fading away“ vom 2006er Album „Audio Blender“, natürlich erschienen bei Alfa Matrix, wie sich für „synthetische Bälger“ gehört. IMPLANT haben auch schon mit Anne Clark und Jean-Luc De Meyer zusammen gearbeitet, insofern also eine kleine Familienzusammenführung im niedersächsischen Hildesheim.
(TK)

WARREN SUICIDE

Die darauffolgenden WARREN SUICIDE waren mir bis dato nur vom Hörensagen ein Begriff, avancierten aber schnell zu meiner diesjährigen M’era Entdeckung. Seltsames spielte sich auf der Bühne ab, neben den Musikern mit den schönen Namen Cherie, Fremdkörper und Nackt befanden sich auch ein Hypnose-Rad sowie ein… ja Schaf, Pferd, Hund auf der Bühne, der im Folgenden von der hübschen Sängerin zu Bondage-Zwecken missbraucht wurde. Später tauchte dieses Viech im Hangar noch einmal auf, doch dazu mehr an entsprechender Stelle. WS entstanden 2003 in Berlin-Neukölln, sind aber bis heute eher im Ausland eine angesagte Nummer, so durfte man erst kürzlich PLACEBO remixen. Ihr aktuelles Werk „The Hello“ enthält eine Sammlung von Stücken der gesamten Bandgeschichte, wie etwa die „Hymne“ „Warren Suicide“ mit der schönen Textzeile „Hello Hello My Name is Warren Suicide“. Besagter Warren ist übrigens das fiktive vierte Bandmitglied und der kreative Krafttank des menschlichen Trios. Musikalisch eine Mischung aus Electroclash, Indie, Glam, ein wenig Goth und von daher vielseitig einsetzbar. Mit allerlei Gimmicks weckte man nun auch noch die letzten Festivalgänger auf, so wurden wir alle mit Schildern begrüßt, damit auch keiner seinen Aufenthaltsort vergessen konnte. Mit Stücken wie „Addiction“ wurde die kurze Spielzeit sehr kurzweilig überbrückt und ich werde mir die Truppe demnächst mal auf Konserve reinziehen.
(TK)

ANGELS & AGONY

Im Hangar stand weiterhin Electro auf dem Speiseplan, dieses Mal ging die Reise in die Niederlande, wo die seit 1995 musizierende Combo ANGELS & AGONY ihren Future Pop zu Gehör brachten. Und es waren einige „Gehöre“ im Hangar ansässig, so viele Formationen frönen diesem Sound ja auch nicht mehr. Fried Bruggink an den E-Drums sorgte für ordentlich Schmackes, Marco van Belle bediente die Tasten und verstärkte den Gesang von Reinier Kahle, der sich als stimmsicherer Fronter erwies, der auch dem Posing nicht abgeneigt war. Schließlich unterstützte hin und wieder auch Erik Wierenga an der Gitarre. Zusammen präsentierten sie u.a. „Forever“, „Wreckage“, „Civilization“ und „Forward“. Leider ging es für mich schnell wieder nach draußen, doch die Herren, die gerade einen Remix für [:SITD:] abgeliefert haben, konnten mit einer soliden Show überzeugen.
(TK)

KRYPTERIA

Zeit für die Aachener KRYPTERIA, denen man in diesem Sommer auf Festivals aller Art begegnen konnte (oder musste, je nach Vorlieben). Nach dem Amphi und dem Wacken nun also auch hier auf der großen Bühne, schon erstaunlich wie schnell die Äste bei den „Mädchen Metallern“ in den Himmel gewachsen sind. „Mitschuld“ daran trägt sicher die bezaubernde Ji-In Cho, die wieder ihr rotes Lederoberteil spazieren trug. Im nächsten Jahr möchte ich dann aber auch mal sehen, was ihr Kleiderschrank sonst noch so hergibt. Zusammen mit ihren männlichen Spielgefährten an den Tasten zog man in etwa dieselbe Show durch wie in Köln, was ja bei nur einem richtigen Album auch nicht wirklich verwundert. Zugegebenermaßen nicht wirklich mein Sound, aber sehr professionell dargeboten, manchmal fast zu professionell, denn die eine oder andere Pose sieht sehr einstudiert aus. Bei einem Teil des Publikums (und den Fotographen) kam der Auftritt allerdings richtig gut an, es gibt also überhaupt keinen Grund zu meckern.
(TK)

DIORAMA

Die M’era Luna Premiere stand für DIORAMA an diesem frühen Nachmittag im Hangar an, der sich mehr und mehr füllte. Doch zuerst wurden wir Zeuge eines wirklich originellen Soundchecks, den uns Bandmitglied Felix Marc bescherte. Opernhaft schmetterte er ein lang gezogenes „M’eraaaaa Lunaaaa“ immer wieder ins Mikrofon, was überraschenderweise zu ganz viel Beifall im Publikum führte (der Herr ist ja als Sänger auch nicht wirklich unbedarft, siehe FROZEN PLASMA). Es konnte losgehen. Drummer Marquess, Gitarrist Sash und Felix bezogen Position auf der Bühne und spielten den Song „Burning Out“ an. Dann endlich kam Torben Wendt schnell auf die Bühne gerannt und begann auch sofort, mit teilweise aggressiver und fast „verzweifelter“ Mimik, den Song zu intonieren. Wahnsinn, wie seine Ausdruckskraft von Auftritt zu Auftritt zunimmt und wie schnell er die Massen in seinen Bann zieht. Auch „Synthesize me“ vom aktuellen Album „A different Life“ bewies eindrucksvoll, wie munter das Publikum schon zu dieser frühen Tageszeit am Festival-Sonntag war. Tanzend, singend und feiernd bot es diesem Auftritt einen würdigen Rahmen. Sash an der Gitarre kam mit einem Solo bei „The Girls“ zum Einsatz und zog im MOONSPELL-Shirt und Schottenrock eine geniale Show ab. Das wunderschöne „Belle?“ sorgte für ordentlich Gänsehaut und ruhige/ bedächtige Stille unter dem aufmerksamen Publikum. Torbens Stimme klang tief, samtig und transportierte ganz viel Gefühl in jedem einzelnen Wort. Über meinen Lieblingssong „Kein Mord“ des aktuellen Albums freute ich mich ganz besonders und auch darüber, dass dieser bei den Zuschauern außergewöhnlich gut ankam. Spätestens bei „Advance“, dem wohl bekanntesten DIORAMA-Titel gab es kein Halten mehr und wir hüpften und klatschten im Takt, was die Band sichtlich erfreute. Mit den Worten „We came to an end…“ endete passender Weise der viel zu kurze Auftritt der Sympathieträger, die sich mehrfach bedankten und gerührt vor uns verneigten. Ich bin mir sicher, dass während dieser 40 Minuten eine Menge neuer Herzen für ihre Musik erobert wurden.
(Cath)

Setlist DIORAMA
Burning out
Synthesize me
The girls
Belle?
Kein Mord
Advance
Why

LACRIMAS PROFUNDERE

Bei den deutschen Gothic Rockern LACRIMAS PROFUNDERE stand in letzter Zeit vor allem das Thema Sänger im Vordergrund und auch heute gab es interessantes zu entdecken. Nachdem Mädchenschwarm Christopher Schmid ausgestiegen war, hatte man es zunächst mit Peter Kafka (BELOVED ENEMY, Ex-FIDDLER’S GREEN, BIG BOY Live WGT) probiert, der aber zeigte sich heute nur für den Bass verantwortlich. Macht auch Sinn, denn auch Daniel Lechner, sein Vorgänger an diesem Instrument hat sich vor Kurzem verabschiedet. Dafür stand nun Roberto (Rob) Vitacca am Mikrophon (ein Herr aus Erzingen und bereits tätig bei einer Formation namens LOST), ein zauseliger junge Herr, der mit kleidsamer Wollmütze à la Michelle Darkness (END OF GREEN) hinter dem Mikro agierte. Stimmsicher war er ganz sicher, ansonsten zeigte er sich doch noch ein wenig nervös, kein Wunder bei so einem Riesenpublikum. So beschränkte er sich im Wesentlichen auf die Ankündigung der Songtitel wie etwa „My Mescaline“ („den Gothic Hörern gewidmet“), „Sweet Caroline“, „Again it’s over“ oder die älteren „Sarah Lou“ sowie „Ave End“. So richtig in Ekstase geriet das Publikum nicht, aber LACRIMAS PROFUNDERE müssen sich nach all dem Durcheinander wohl auch erst wieder finden, um mit neuem Elan in die Zukunft zu schauen. So eher ein durchschnittliches Vergnügen in der warmen Nachmittagssonne.
(TK)

RABIA SORDA

Ganz andere Klänge dann wieder im Hangar, wo Erk Aicrags (HOCICO) Nebenprojekt RABIA SORDA für aggressives Entertainment sorgen wollten. Beim WGT hatte der sympathische Mexikaner schon gefallen können und auch heute legte er zusammen mit Keyboarder und Schlagzeuger richtig schön wuselig los. Auch jetzt konnte ich nur wenigen Tracks wie etwa der Single „Save me from my Curse“ lauschen, doch abgesehen von der etwas eigenartigen Soundabmischung wussten der punkig angehauchte Electro durchaus zu gefallen.
(TK)

THE CRÜXSHADOWS

Now to something complete different. Die CRÜXSHADOWS habe ich im Laufe der Jahre nun wirklich schon oft gesehen und ich muss gestehen, dass ein wenig die Faszination verloren gegangen ist (bei mir). Doch die Vorfreude vieler anderer Besucher war offensichtlich, und so konnte sich der charismatische Rogue bei seinem üblichen Antritt durch das Zuschauerheer einer dichten Menge gewiss sein. Währenddessen tanzten oben die beiden sehr leckeren Hupfdohlen in äußerst aparten rosa Bikinis schon für die Galerie und die Spiegelreflexkameras, während man ansonsten von der Live Besetzung nur noch Rachel ganz vorne erblicken konnte, die wieder etwas böse aus der Wäsche schaute. Wie sich später beim Shooting zeigte, kann sie aber auch ganz apart lachen. Rogue turnte im Folgenden auf den Monitorboxen und den Absperrgittern herum, wenngleich er hier natürlich nicht ganz so interagieren konnte wie bei den Clubshows. Der Mix aus Electro, Pop und Gothic war dann auch eine schöne Untermalung für ein paar Ausruheinheiten im Gras, Titel wie „Deception“, „Winterborn“ oder „Marilyn my Bitterness“ kann man ja mittlerweile auch im Schlaf mitsummen. Die neue Single „Birthday“ stach des weiteren aus der Setlist heraus, sie wird Anfang September erscheinen.
(TK)

32CRASH

Mit 32CRASH war nun im Hangar ein Projekt des Trios Jean-Luc de Meyer (FRONT 242), Len Lemeire (IMPLANT) und Jan D’Hooge (ex VIVE LA FETE) am Start. Düsterer männlicher Sprechgesang schilderte als Intro ein bedrohliches Endzeit-Szenario, das die Herren in den darauffolgenden 50 Minuten brachial zu vertonen wussten. Kernstück der Darbietung bildete dabei die im Juni erschienene EP „Humanity“, mit dessen Titel „Merlin’s gun“ das Set begann und die wir im Verlauf mit u.a. „Lone Ranger“, „Isomodia“ und eben „Humanity“ nahezu komplett zu Gehör bekamen. Mal schleppend, mal treibend, fast immer tanzbar und hier und da hypnotisch präsentierte de Meyer im schwarzen Kampfanzug irgendwo zwischen Ninja und Luc Skywalker mit seinen beiden Kollegen insgesamt 10 Titel (darunter auch so etwas wie eine Bandhymne „32Crash“) und die EBM-Jünger des gut gefüllten Hangars (darunter auch COVENANT-Mastermind Simonsson) ließen sich mit ekstatischen Bewegungen in ihren Sog ziehen.
(CS)

THE 69 EYES

Die Finnen gehören fast schon zum gesetzten Line Ups des M’era Lunas, waren sie doch in diesem Jahr schon zum fünften Mal mit ihrem Düster-Rock vertreten. Im gleißenden Sonnenlicht dieses herrlichen Sonntag Nachmittags hatten die Sonnenbrillen der Herren um Sänger Jyrki 69 auch absolut ihre Berechtigung, aber auch wenn es stockdunkel gewesen wäre, hätten die Jungs der Coolness wegen sicher nicht auf dieses Accessoire verzichtet. Klappern will sagen posen gehört bei den fünf „Hellsinki Vampires“ halt mit zum Geschäft und diese Disziplin beherrschen THE 69 EYES wirklich bestens und auch musikalisch sind die Dark Rocker ein Garant für beste Unterhaltung. Nachdem das „Lost Boys“-Intro die Ankunft von Jyrki 69, Archzie, Bazie, Timo-Timo und Jussi 69 angekündigt hatte, legte das Quintett auch gleich mit „Devils“ einen ordentlichen Rocker hin, der neben den Gitarren von Archzie und Timo-Timo in erster Linie vom dunklen Gesang des Fronters beherrscht wurde. „Never Say Die“ von der aktuellen VÖ „Angels” ließ es etwas ruhiger angehen, während „Dance D’Amour“ finnische Melancholie in kraftvolle Gitarrensounds umsetzte. „The Chair“ gehört für THE 69 EYES zwingend zum M’era Luna dazu, wogegen bei dem melodiösen Midtempo-Track ja auch nichts zu sagen ist. Es folgten mit „Wings And Hearts“ und „Sister of Charity“ zwei Songs der neuen Platte, die sich jedoch nahtlos in die Reihe der typischen 69 EYES-Hymen einfügten, wie sie mit „Brandon Lee“ umgehend zum Besten gegeben wurde. Damit verbunden war das typische Donnergrollen, welches daran erinnern sollte, dass es auch immer regnet, wenn THE 69 EYES in Hildesheim sind, wie sich Jyrki 69 erinnerte. Wenn sich das wie in diesem Jahr nur auf den Freitag bezieht, wollen wir mal nicht so sein und die finnischen Fürsten der Finsternis auch in Zukunft bei uns willkommen heißen .Mit „Perfect Skin“ folgte eine weitere knackige Gitarren-Nummer, bevor es mit der Hommage an den Film „Lost Boys“ gleichen Namens auch schon ans letzte Stück ging, das noch mal ordentlich abgefeiert wurde. Eine dreiviertel Stunde Spielzeit war eigentlich viel zu kurz, so dass auch der ein oder andere Hit zu Hause bleiben musste. Aber Ende August tauchen die Finnen wieder im westfälischen Lüdinghausen auf dem AREA 4 auf und im Herbst geht’s mit WITHIN TEMPTATION auf Deutschland-Tour.
(ump)

Setlist THE 69 EYES
Lost-Boys-Intro
Devils
Never Say Die
Dance D’Amour
Feel Berlin
The Chair
Wings And Hearts
Sister of Charity
Brandon Lee
Perfect Skin
Lost Boys

WELLE:ERDBALL

Wie schon öfter auf Festivals erlebt wurde die Bühne vor dem WELLE:ERDBALL-Auftritt abgehängt, um sie vor zu neugierigen Blicken zu schützen. Ein Mann betrat die Bühne vor dem Vorhang und stellte sich als Bandmanager Harry Pritzel vor. Wer den Film „Verschwende Deine Jugend“ kennt, wird den Zusammenhang erkannt haben. Er verkündete mit ernster Miene, dass die Band nicht auftreten würde und man sich sein Geld zurückholen könne. Dafür erntete er einige Pfiffe, doch die Mehrheit hatte bereits mindestens eines der Bandmitglieder erblickt und blieb gelassen. Der Vorhang wurde gelüftet und mittig standen A.L.F. und Honey in den gewohnt schwarzen Anzügen, umgeben von Frl. Venus und Plastique in sexy schwarzen Uniformen mit ultrakurzen Röcken und Strapsen. Der erste Song als Hommage an KRAFTWERK bildete die Coverversion „Die Roboter“. Das Quartett bewegte sich wie Roboter und als Highlight hatten alle Masken auf, die nach kurzer Zeit aufgeklappt wurden, um uns Einblicke in die Elektronik im Inneren zu gewähren. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel! Die originelle Show setzte sich im folgenden Programm weiter fort und zu Songs wie „Wir wollen keine Menschen sein“ und „Mensch aus Glas“ wurde ordentlich getanzt und gefeiert. Einige Einlagen, wie das Hochhalten von Schildern mit den Aufschriften „Konsumiere“, „Vermehre Dich“ usw. sowie einige Ansagen wiederholen sich zwar immer wieder, trotzdem schaffen es WELLE:ERDBALL jedes Mal aufs Neue, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. Der körperliche und gesangliche Einsatz beider Damen war in den folgenden Songs „Der Telegraph“ und „Arbeit adelt!“ gefragt, wobei letzter schon ein wahrer Klassiker ist und teilweise komplett vom Publikum mitgesungen wurde. „Schweben, Fliegen, Fallen“ durfte natürlich auch nicht fehlen und auch hier wurde auf die bewährten und beliebten Riesenluftballons zurückgegriffen, die durch den Hangar schwebten. Die Damen hatten sich mittlerweile wieder umgezogen und Plastique positionierte sich mittig auf der Bühne, um einen ganz neuen Song zu präsentieren. Gesangliche Unterstützung bekam sie von Frl. Venus, während die Männer im Hintergrund agierten. Die altbekannten Hits „Starfighter F-104G“ und „Monoton & Minimal“ wurden im Publikum heftig abgefeiert und ließen die Hitze im Hangar immer mehr ansteigen. Die Huldigung an den geliebten Commodore C64 durfte dann auch nicht fehlen. Die verbleibende Zeit reichte noch für den Titel „Es geht voran“ und unter tosendem Applaus und Zugaberufen verließen WELLE:ERDBALL nach einer gewohnt perfekt inszenierten Show die Bühne.
(Cath)

Setlist WELLE:ERDBALL
Die Roboter (KRAFTWERK)
Wir wollen keine Menschen sein
Mensch aus Glas (C64)
Der Telegraph
Arbeit adelt!
Das Alpha-Tier (C64)
Schweben, Fliegen, Fallen
Starfighter F-104G
Monoton & Minimal
Es geht voran

SKINNY PUPPY

Der frühe Beginn des SKINNY PUPPY Auftrittes hatte auch sein Gutes. Im Gegensatz zum Konzert in Berlin, wo Ogre viel Zeit als zuckender Schatten hinter der Leinwand verbrachte, machte der frühe Zeitpunkt und die Sonne dieses Stilelement zunichte. So kam man nun gleich schon zu Beginn des Songs “Ugli” in den Genuss, ihn in einer bizarren Verkleidung zu bewundern: Ein Rosenkranz, meterweise Mullbinde um einen Arm (könnte wohl eine Parabel auf das christliche Artefakt des Leichentuchs sein), ein schwarzer Mantel, weiß geschminktes Gesicht und Sonnenbrille. So ausstaffiert taumelte, stolperte und bewegte er sich roboter-like während des Konzertes über die Bühne und im Vergleich zum Konzert in Berlin besudelte sich der Shouter auch mit ausreichend Kunstblut (über das er später auch einen richtig „schönen“ Satz machte), so dass der geneigte Fan genügend Spaß am Set hatte. Soundtechnisch bewegte sich der Auftritt auch auf wesentlich höherem Niveau. Jedoch fiel gerade bei den Tracks der “Mythmaker” auf, dass die Songs dermaßen komplex gestaltet sind, das sie schwerlich live umzusetzen sind. Ob es daran lag, dass mit TOOL und THE JESUS AND MARY CHAIN zwei Gitarrenbands Headliner waren, auf jeden Fall kamen mit “I´mmortal” und “Hardset Head” zwei entsprechende Songs der Spätphase neben dem Überhit “Worlock” am besten an (wobei auf der Bühne selbst kein Saiteninstrument zum Einsatz kam). “Dig it” wurde von Ogre hinter der blutbesudelten Leinwand performt, dies sah aus, als ob ein Dämon sich in unsere Welt kämpfen wollte. Leichentuch und Sonnenbrille sollten ins Publikum gefeuert werden, dass der erste Versuch mit der Sonnenbrille voll daneben ging und sie im hohen Bogen vor Justins Drums landete, quittierte er mit einem süffisanten Grinsen und der zweite Versuch klappte dann auch. Dass bei SKINNY PUPPY nun wirklich kaum etwas vom Band kommt, konnte man auch daran erkennen, dass cEvin Unmengen an Synthklängen und Samples unter die Songs mischte und Ogre während “Hardset Head” und “Haze” mehrfach den Einsatz verpasste, weil seine Kopfbekleidung das Mikro blockierte.
(MS)

Setlist SKINNY PUPPY
Ugli
Dogshit
Tormentor
Politikil
Rodent
Pedafly
Worlock
I´mmortal
Dig It
Amnesia
Hardset Head
Haze

IAMX

IAMX, Soloprojekt von SNEAKER PIMPS Sänger Chris Corner, stand nun als nächstes an, den Hangar unter Strom zu setzen. Während seine Livecrew in sattem Zitronengelb modische Akzente setze (Janine an den Keys heute zwar ohne BH, aber wohl sittsamer als üblich gekleidet), erinnerte mich der spindeldürre Chris an Willie Wonka aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und nicht nur optisch, sondern auch stimmlich an Brian Molko. Musikalisch präsentierten IAMX den zahlreichen Anwesenden eine explosiv-exaltierte Elektro-Clash-Dark-Pop-Show, die einen subtil-erotischen Charme versprühte. Los ging es mit dem Titelsong ihres aktuellen Albums „The Alternative“, gefolgt von „Bring me back a dog“. Mit „The negative sex“ und dem etwas schleppenderen „President“ hatte man zwei weitere Kracher im Gepäck, ehe das hymnisch-melancholische „Mercy“ ein wenig zum Träumen einlud. „Kiss and Swallow“ (so auch der Albumtitel des Debüts von 2004) und „Nightlife“ heizten der Party dann noch mal ordentlich ein, ehe das mit vielen Videoeinspielern unterlegte Set nach insgesamt 10 Songs und 50 Minuten Spielzeit zu Ende ging. Warum sich auch das Schaf (Eselchen, Pferdchen?) aus der WARREN SUICIDE – Performance auf der Bühne wiederfand, wird wohl ein Geheimnis dieses Festivals bleiben (vielleicht weil beide zusammen auf Tour waren?!). IAMX für mich auf jeden Fall die Entdeckung des Tages!
(CS)

DEINE LAKAIEN

Um 19 Uhr fand für mich auf der Hauptbühne, neben dem DIORAMA Auftritt am frühen Nachmittag im Hangar, ein weiteres Highlight des diesjährigen M’era Lunas statt. DEINE LAKAIEN gaben sich anlässlich ihres 20jährigen Jubiläums zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt die Ehre. Schon während des Soundchecks füllte sich der Platz vor der Bühne und zu Konzertbeginn hatte sich eine durchaus beachtliche Menschenmenge eingefunden, um diesem interessanten Erlebnis beizuwohnen. Zuerst nahm das Orchester seine Plätze ein, bevor Alexander Veljanov (in einem irisierend roten Gehrock) und Ernst Horn, eskortiert von 2 Backgroundsängerinnen, die Bühne betraten. Gestartet wurde mit “Over and Done” vom Album “April Skies” welches sich, meiner Meinung nach, auch als Abschlusslied gut gemacht hätte. Zumindest was den Titel anbetrifft. Daraufhin folgte eine nette Begrüßung durch Herrn Veljanov und ein Kommentar über das sonnige und warme Wetter, bevor es mit “Into my Arms” weiterging. Passagen, die sonst aus der Elektronik kamen, wurden vom Orchester übernommen und zauberten somit berührende Momente, die sehr gut zur sinkenden Sonne passten. Auch wenn diese nicht so ganz auf Alexander Veljanov hören wollte, als er, bevor er “The Mirror Men” anstimmte, immer wieder befahl “Licht aus! Geh aus!”. Besinnlich ging es weiter mit dem komplett auf französisch gesungenen “Vivre” und dem vom Album “Kasmodiah” stammenden “Return”. Unterdessen spielte Ernst Horn, seines Zeichens studierter Dirigent, Klavier, bediente die Synths und leitete musikalisch nebenbei mit Leichtigkeit das Orchester, welches bei “Dark Star” und “Overpaid” noch mal zu Höchstform auflief und einen wahrlich bombastischen Sound hervorbrachte. Damit war das offizielle Set beendet, doch die noch recht frühe Uhrzeit und die lauten Rufe der Zuschauer ließen auf eine Zugabe hoffen, die dann auch mit “Follow me”, bei dem Alexander sich auf seine Knie niederließ und voller Inbrunst sang und dem obligatorischen “Love me to the End” erfolgte. Nach 1Stunde und 15 Minuten war dann aber endgültig Schluss und ein sichtlich glücklicher Veljanov verabschiedete sich von den Zuschauern. Insgesamt war dies ein rundum gelungener Auftritt und auch das Orchester fügte sich harmonisch in die Songs ein. Störend war nur, dass die Musik aus dem Hangar (zuerst von IAMX später dann von Anne Clark) so manches Mal die ruhigeren Orchesterpassagen übertönte und somit die Stimmung doch etwas darunter litt. Alexander machte seinem Ärger sogar einmal mit einer Pistolenschuss-Bewegung Richtung „Nebenkriegsschauplatz“ Luft…
(Death Angel)

Setlist DEINE LAKAIEN
Over and done
Into my arms
?
Reincarnation
The Mirror Men
Vivre
Return
Dark Star
Overpaid

Follow me
Love me to the end

ANNE CLARK

Von der großen alten Dame des Dark/ New Wave zu sprechen, wäre nicht ganz richtig, schließlich ist sie „erst” 47 Jahre alt. Aber eines ist keine Übertreibung: ANNE CLARK in die Riege der wichtigsten Musiker der Achtziger Jahre einzuordnen. Ihr charakteristischer Sprechgesang ist nach wie vor maßgeblich, wenn es um elektronische Musik geht! Entsprechend gut gefüllt war auch der Hangar um 20.00 Uhr als zu den Instrumentalklängen von „Acropolis“ zuerst die Band, bestehend aus Jeff Aug an der Akustikgitarre, Murat Parlak am Keyboard, Jann Michael Engel am Cello, Niko Lai an den Drums und Rainer, der für die Programmierungen und den Gesang zuständig war, die Bühne betrat. Es dauerte noch einen Moment, bis die Musiker dann auch loslegten und sich schließlich auch ANNE CLARK ihren Fans zeigte. „Killing Time“ ließ es langsam angehen, das begeistert aufgenommene „Counter Act“ legte derweil schon einen Zahn zu und verführte zum Tanzen. „Elegy For A Lost Summer“ wurde von der akustischen Gitarre bestimmt und Anne gesanglich vom Mann an den Knöpfen unterstützt, bevor mit „Boy Racing“ das erste Mal richtig Speed angesagt war. „Abuse“ schlug in die gleiche Kerbe, was zur Folge hatte, dass sich der Hangar bereits in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt hatte. Seine gesanglichen Qualitäten brachte derweil Rainer bei „Prayer Bevor Birth“ hervorragend zur Geltung. Seine extrem dunkle Stimme jagte bereits jetzt kalte Schauer über den Rücken, was aber noch getoppt werden sollte. Zuvor standen noch „Homecoming“ und die Vorstellung der wirklich erstklassigen Band (bei der ich den Nachnamen des begnadeten Sängers leider nicht verstanden habe) und der Überhit „Sleeper In Metropolis“ an. Während ANNE CLARK mit verschränkten Armen scheinbar unbeteiligt ihren Spoken-Word-Gesang zum Besten gab, wurde der Song von der Menge einfach nur noch abgefeiert und gab es absolut kein Halten mehr. Es war aber auch wirklich grandios, wie elektronisch Akustikgitarre, Cello und ein Keyboard, das als Klavier verwendet wurde, rüberkamen! Kommentarlos verließen nach dem Titel Anne, Jann Michael und Jeff die Stage und übergaben das Zepter an die verbliebenen Mannen. Die begeisterten mit einem unglaublich schnellen Stück, bei dem Rainers Gesang alles in den Schatten stellte. Der Mann machte Geräusche, die an ein Didgeridoo erinnerten und wurde dabei formidabel von den Kollegen an Drums und Keys unterstützt. Belohnt wurde diese Darbietung zurecht mit frenetischem Applaus und ungläubigem Staunen. Zum folgenden „Nightship“ kehrten alle Beteiligten wieder zurück und brachten mit ungewöhnlichem Klaviergeklimper und Celloklängen einen ganz besonderen Unterton in das Lied. Es scheint, als ließe ANNE CLARK ihre ganz großen Hits gern ganz allein durch die Musik wirken. Wie schon beim kultigen „Sleeper In Metropolis“ stand sie auch bei „The Hardest Heart“ wieder mit verschränkten Armen da und betrachtete die zuckenden Leiber, die sich ausgelassen zu ihren Songs bewegten. Wobei sich Frau Clark insgesamt eher zurückhielt und eher darauf bedacht war, dass ihr Papierstapel, den sie mit in den Hangar gebracht hatte und wohl ihre Songtexte enthielt, nicht in Unordnung geriet. Was anderes erwartet man von der Britin aber auch gar nicht und letztlich ist dieses Markenzeichen sicher auch ein Teil ihres Erfolges. Ähnlich minimalistisch wie ihre Bühnenshow präsentierte sich auch das ruhige „Waiting“, bevor es mit „Now!“ wieder in die Vollen ging. Ein wahres Lichtgewitter erwartete uns mit „I of The Storm, bei dem noch mal ein Sturm durch den Hangar fegte, der jedoch noch von dem Orkan übertroffen werden sollte, den „Our Darkness“ auslöste. Ohne diesen Electro Stomper konnte die blonde Ausnahmekünstlerin natürlich ihren Gig unmöglich beenden und so durfte das nun vollends enthemmte Auditorium noch mal die Grundfesten der Flugzeughalle zum Beben bringen. Ein wunderbares, diesmal sehr schweißtreibendes Wiedersehen mit ANNE CLARK, die ich zuletzt 2004 im Rahmen ihrer ungleich ruhigeren, aber nicht weniger intensiven Akustik-Tour erleben durfte.
(ump)

Setlist ANNE CLARK
Acropolis
Killing Time
Counter Act
Elegy For A Lost Summer
Boy Racing
Abuse
Prayer Before Birth
Homecoming
Sleeper In Metropolis
Solo Rainer, Nico & Murat
Nightship
The Hardest Heart
Waiting
Now!
I of The Storm

Our Darkness

THE JESUS AND MARY CHAIN

Als letzter Act auf der Main-Stage wurden die Festival-Besucher nun Zeuge der ersten Reunion-Show von THE JESUS AND MARY CHAIN auf deutschem Boden, nachdem sich die Brüder Jim und William Reid nach ihrer Trennung 1999 im April diesen Jahres auf dem Coachella Festival in England wieder gemeinsam auf der Bühne präsentiert hatten. Mit Phil King am Bass (früher bei LUSH), Mark Crozer an der Gitarre und Loz Colbert (früher bei RIDE) hatte man außerdem eine Live-Crew auf die Beine gestellt, die man getrost als „All-Star-Shoegazer-Band“ bezeichnen darf (auch wenn die Jungs das wohl nicht so gerne hören). Mit etwas Verspätung ging also um 21 Uhr eine kleine Reise in die Vergangenheit los, die wohl nicht nur bei mir, sondern auch etlichen anderen Ü30ern für das ein oder andere Deja-Vu gesorgt haben dürfte. Langsam wanderten die Jungs in ihrem Set mit „Head on“ und „Far gone and out“ aus den 90ern, zu „Sidewalking“ und „Happy when it rains“ aus den End-Achtzigern, um mit „Some candy talking“ bei einem ihrer größten Erfolge aus dem Klassikeralbum „Psychocandy“ zu landen. Zwar war die Fläche vor der Main-Stage nicht mehr so voll wie zu Spitzenzeiten, aber die Anwesenden nutzen den Platz gerne zum ausgelassenen Tanzen. Nach „Between planets“, „Blues from a gun“ und „Crackin up“ gab es mit „All things must pass“ auch einen brandneuen Titel auf die Ohren, mit dem man dem angewavten Gitarrensound treu bleibt. Ein neues Album ist in Arbeit, da kommt doch Freude auf. „Just like honey“ darf natürlich auch in keiner JAMC- Setlist fehlen und ist seit der Verwendung im „Lost in translation“ – Soundtrack auch den Jüngeren ein Begriff. „Reverence“ bot schließlich am Abend dieses herrlichen Sommertages die letzte Gelegenheit zum Tanz, ehe trotz lautstarker Zugabenrufe pünktlich um 22 Uhr nach 15 Songs der Hammer fiel.
(CS)

Setlist THE JESUS AND MARY CHAIN
You trip me up (?)
Head on
Far gone and out
Sidwalking
Snakedriver
?
Happy when it rains
Some candy talking
Between planets
Blues from a gun
Crackin up
All things must past
Teenage lust
Just like honey
Reverence

Kurz nach 22 Uhr war also auch das 2007er M’era Luna wieder Geschichte, welches mit ca. 19.500 Besuchern zwar leicht schlechter besucht war als die direkten Vorgänger, aber dennoch über alle Maßen zufrieden stellen konnte. Eine sehr abwechslungsreiche Bandzusammenstellung, „überraschenderweise“ annähernd perfektes Wetter und die sehr gute Organisation (wie gewohnt) dürfte den allermeisten Besuchern ein unvergessliches Wochenende beschert haben. Und wenn ich einen persönlichen Wunsch äußern darf: Lieber in Zukunft als Headliner auf engagierte Genre Bands setzen als sich mit großen Namen zu schmücken, bei denen man eher das Gefühl hat, sie würden sich „erbarmen“, für die schwarze Szene aufzuspielen. Für solche Herren gibt es andere Veranstaltungen. Dagegen kann man sicherlich u.a. zu den Gewinnern des Festivals zählen: COVENANT, AND ONE, IAMX, ANNE CLARK und WARREN SUICIDE – Wobei kaum jemand wirklich enttäuscht hat, sieht man mal vom Navigationssystem ANIMAL ALPHAs ab…

Copyright Fotos: Karsten Thurau, außer PROCEED (Daniela Vorndran)

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