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METAL INFERNO 2005

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Ort: Paderborn - Kulturwerkstatt

Datum: 15.04.2005

Tag 1

Vor gut 2 Jahren taten sich eine handvoll befreundeter Metaller/innen zusammen, um die Paderborner Langhaar-Szene zu beleben. Mit der Kulturwerkstatt hatte man auch schnell eine optimale Location gefunden, wo man nun schon seit einiger Zeit gut besuchte Konzerte veranstaltet. Meist Underground-Bands, doch auch die polnischen Death-Veteranen von VADER waren schon zu Gast und werden auch dieses Jahr (diesmal mit ROTTING CHRIST) wieder kommen. Dazu stehen mit CATASTROPHIC, INCANTATION, SUIDAKRA und vor allem OVERKILL noch weitere sehenswerte Bands auf dem Plan für dieses Jahr.

An diesem warmen April-Wochende sollte also das sogenannte Metal Inferno Festival stattfinden. Neben einigen mehr und einigen weniger bekannten Underground Combos konnte man mit GOD DETHRONED und DEW-SCENTED auch zwei hochwertige Headliner verpflichten, wobei die Niederländer für den Freitag auf der Liste standen. Dementsprechend fanden an diesem Abend auch überwiegend Todesblei-Freunde den Weg nach Paderborn.

Eröffnen sollten am ersten Festival-Tag die Bielefelder SPECTRE DRAGON, von denen ich aber nur noch die letzten Klänge mitbekam. Ich habe die Jungs über die Jahre schon viele Male live gesehen und bin mir sicher, dass man auch heute wieder mit vollem Engagement seine Death/ Thrash-Kracher von der Bühne gefeuert hat.

Schon zu Anfang lag man eine gute halbe Stunde hinter dem Zeitplan, so dass LIKE THOUSAND SUNS erst gegen 19:30 loslegten. Und diese jungen Paderborner waren für mich mit die Überraschung des Abends. Moderner Death Metal mit einigen Thrash und Metalcore-Einflüssen steht bei ihnen auf der Tagesordnung. Dafür, dass die Band erst seit 2004 existiert, hat man schon eine ganze Reihe ordentlicher Kracher am Start, die man in einem amtlichen Sound in die Kulturwerkstatt knallte. Viel Groove, massig Mohsparts und einige Knüppelpassagen sind das Markenzeichen des Fünfers. Am besten gefiel mir “Eternal Torment”. Die Band hatte einen neuen Schlagzeuger am Start, der eine wirkliche gute Leistung ablieferte, obwohl er nur wenige Tage Zeit hatte, das Set einzustudieren. Auch der kurzhaarige Shouter grunzte was die Kehle hergab, wobei er dabei allerdings die altbekannte “hohle-Hand”-Methode zur Hilfe nahm. Scheinbar hat man noch nicht so viele Gigs auf dem Buckel, denn von Stageacting war bei LTS keine Spur. So hatten die drei Axt-Männer den Radius eines Bierdeckels und die Ansagen des Shouters klangen alles andere als professionell. Nichts, was man nicht mit vermehrten Live-Aktivitäten verbessern könnte. Und diese würde ich dieser Band absolut wünschen, denn mit etwas Glück dürfte man ein heißer Kandidat für die nächste deutsche Death Metal-Hoffnung werden.

Da die Todesbleier von LIKE THOUSAND SUNS etwas überzogen hatten und man eh schon hinter dem Zeitplan her hinkte, sollten BLACK DESTINY eigentlich schon fertig sein, als sie dann endlich die Bühne betraten. Die Osnabrücker sind schon seit Anfang der 90er dabei und konnten immer wieder gute Presse-Meinungen abgreifen. Und das auch zurecht. Denn die Band zeigte ich auch heute wieder sehr engagiert und das, obwohl ein Großteil der Anwesenden eher auf Death abfuhr und daher mit klassischem Metal der Marke Old-SANCTUARY, New-ICED EARTH und etwas NEVERMORE nicht viel anfangen konnte. Doch Sänger Michael ließ sich nicht beirren und versuchte zwischen den Songs immer wieder für Stimmung zu sorgen, was einer gewissen Komik nicht entbehrte. Doch man blieb professionell und gab trotz der mageren Resonanz alles. Mit u.a. “Carnival of Fate” und dem Band-Klassiker “Crimson Element” wurde ein Power-Metal Kracher nach dem nächsten durch die Boxen gejagt, wobei vor allem der kurzhaarige Fronter mit seiner Stimme überzeugen konnte. Ob energische Vocals oder hoher Eierkneif-Gesang, alles saß top, wobei man allerdings des öfteren ein Knacken des Mikros hörte, welches die ersten technischen Probleme, welche ja später noch schlimmer werden sollten, ankündigte. Auch der Rest der Band lieferte eine solide Leistung ab und mit einer gelungenen Version des IRON MAIDEN-Klassikers „Powerslave“ verabschiedete man sich dann unter doch anerkennendem Applaus. Auch wenn der Sound der Osnabrücker nicht wirklich den Geschmack der Todesblei-Gemeinde traf, sollte es eigentlich ein Unding sein, würden BLACK DESTINY noch lange ohne Deal bleiben.

Nun war es wieder Zeit für härtere Klänge, denn die mir bis dato unbekannten LAID IN ASHES sollten laut Homepage Death Metal spielen. Und das taten sie auch in feinster Manier! Das Quintett, welches sich herkunftsmässig über einige Städte im Ruhrgebiet verteilt, bretterte ohne Vorwarnung los und sich in die Herzen vieler Anwesender, die jetzt wieder verstärkt in den Innenraum strömten. Neben der kurzhaarigen Saitenfraktion war natürlich der langmähnige Shouter Fabian WallenFANG der BlickFANG der äußerst tight aufspielenden Formation. Ob tiefe Grunts oder hohes Gekeife, das alles kam garniert mit perfektem Stage Acting ohne jeden Ausfall rüber. Dennoch merkte man, dass die Jungs nicht alles so bierernst sehen. Jedenfalls waren sie deutlich lockerer als ein paar Gestalten, die nun im Moshpit herumtorkelten und sich durch die Gegend schubsten. Jungs, das HATEBREED Konzert ist erst Anfang Mai! Das Set bestand aus Tracks des aktuellen 2003er Albums „Freakshow 666“ wie etwa „Teutonic Death“ (sic), „Black Gallows“ oder „Fairytale“ aber auch aus neuem Material, welches im Sommer erscheinen soll. Musikalisch würde ich das Ganze als Mischung aus technischem Ami Death à la CANNIBAL CORPSE garniert mit ein paar melodiösen Schweden Happen bezeichnen. Bezeichnend auch, dass vehement eine Zugabe gefordert wurde, die mit dem neuen Stück „(Gunter) Gabriel“ auch erfüllt wurde. Sehr überzeugend, da kann der Labeldeal nicht lange auf sich warten lassen.

Danach ward es Zeit für den Rock Hard Newcomer 2004 (laut Götz Kühnemund): ORDEN OGAN aus dem schönen Sauerland. Dass es nun wieder etwas epischer zur Sachen gehen würde, deuteten schon die 2 Keyboards an, die rechts auf die Bühne geschafft wurden. Das Quintett frönt laut eigener Aussage einer Mischung aus Fantasy und Power Metal sowie einem Schuss Irish Folk und konnte mit der laufenden CD „Testimonium A.D.“ auch bei uns eine gute Kritik einheimsen. Interessanterweise schienen sich besonders die anwesenden Mädels auf die Truppe zu freuen, die aber – leider – keinen besonders guten Tag erwischte. Das lag zuallererst mal an der Technik, die an diesem Abend vollkommen verrückt zu spielen schien. Da fielen Monitore aus, der MP3-Player fürs Intro und noch so manches mehr. Und das alles, wo man zeitlich sowieso schon über eine Stunde hinter dem Schedule zurücklag. Die Musiker schienen zu verzweifeln, allen voran Sänger Sebastian Levermann, der sich mit einer Mischung aus Galgenhumor und Unmutsäußerungen über die Zeit rettete. Ein ums andere Mal setzte man zum Gig an, um wieder zu unterbrechen, was natürlich auch ein wenig auf die Stimmung der Zuschauer drückte. Schließlich entschloss man sich einfach ohne Intro und mit den technischen Beschränkungen loszulegen. Leider führte dies dazu, dass der Gesang ein wenig suboptimal klang, da sich Sebastian wohl selbst kaum hören konnte und gerade die schwierigen Arrangements das verlangen würden. Dennoch kam man besonders beim eigens angereisten Fanclub gut an, mit dem immer wieder ausufernde Mitsingspiele veranstaltet wurden. Da wurde meiner Meinung nach etwas übertrieben, wenn man die Umstände des Gigs berücksichtigt. Sehr löblich hingegen die Leistung des neuen Gitarristen, der sich das Material in nur 2 Wochen reingezogen hatte, welches leider ohne die hübsche Flötistin Verena auskommen musste. Auch während der Performance setzten sich die Technik Probleme weiter fort, so dass man von der geplanten Setlist abwich und irgendwann genervt das Ende ankündigte, nicht ohne noch 2 kurze Splattersongs einzustreuen, die richtig gut abgingen. So kann ich außer „The Mystic Symphony“ auch keine weiteren Liedernamen benennen. Dieser Auftritt wird sicher nicht in die Annalen von ORDEN OGAN eingehen, zumindest nicht positiv.

Und nun – endlich möchte man fast sagen – GOD DETHRONED. Der Headliner des Freitags ist nun wirklich ein anerkannter Death Metal Act von Rang und Namen, der schon unzählige Male seine Klasse bewiesen hat. Man denke nur an die aktuelle Tour mit SUMMON, von der wir ja auch schon berichtet haben. Henri Sattler turnte bereits bei den Vorbands hin und wieder durchs Publikum, anerkennend nickend. Und bei den Vorbereitungen zum Auftritt konnte man die Professionalität der Niederländer deutlich erkennen. Kein Gelaber, kein Gepose, einfach kurz die Instrumente verkabelt, angecheckt und mit ein paar Zeichen den Sound auf Optimum gestellt, jetzt ging’s also wieder. Mittlerweile war es schon fast 1 Uhr, da hätten die MetallerInnen schon auf dem Weg nach Hause sein sollen, aber das kümmerte so ziemlich niemanden. Plötzlich wurde es richtig eng vor der Bühnenabsperrung und da einige junge Kollegen dem Alkohol doch schon im hohen Maße zugesprochen hatten, war heftiges Gepoge zu erwarten/ befürchten. Auch die Metal Inferno Crew präsentierte sich jetzt geschlossen im Graben, um der Bedeutung des Events gerecht zu werden. Und dann ging das Death Metal Gewitter los, Henri hatte immer noch seine auffallend schlichte Gitarre dabei, aber eine neues Saiten-Team um sich geschart (verglichen mit dem No Mercy 2004). Das Chuck Shuldiner-Syndrom, eigentlich ist nur ER GOD DETHRONED. Der kurzhaarige Basser Henk gefiel neben der Spieltechnik vor allem durch seinen niedlichen Überbiss, während der langhaarige Zweitgitarrist Isaac mächtig moshte. Henri legt keinen Wert auf die große Pose, mit kleinen prägnanten Bewegungen und natürlich dem aggressiven Gesang zeigt er, wer Herr im Hause ist. Und in dem Paderborner Hause ging es nun wirklich gut zur Sache, so dass Herr Sattler die Meute spontan als „Maniacs“ bezeichnete. Mit „The Warcult“, „Boiling Blood“ und „Nihilism“ zündete man bereits in der ersten Hälfte des Gigs eine Granate nach der anderen und das änderte sich über die ganzen 90 Minuten Spielzeit nicht. Wie mir mitgeteilt wurde, denn nach gut der Hälfte der Spielzeit machten sich doch die Anstrengungen der letzten Tage bemerkbar und ich mich sehr zufrieden auf den Weg in die Heimat. Einen perfekteren Headliner für so eine Art Festival kann man sich eigentlich kaum wünschen, Lob an die Veranstalter!

Tag 2

Als ich am zweiten Festival-Tag in der “Kulte” eintraf, waren ABSENCE aus Dortmund schon schwer am zocken. Der Fünfer hat sich dem Melodic Death Metal verschrieben und da konnte man Einflüsse von ARCH ENEMY über IN FLAMES bis hin zu TESTAMENT wahrnehmen. Die Band war mir bislang völlig unbekannt, konnte mich aber doch ziemlich überzeugen. Fette Riffs, viel Grooves und ein Sänger, der es gut drauf hat. Dazu selbstbewusstes Auftreten und gutes Stageacting. So konnte man mit seinen “Metal-Balladen” auch schon zu der noch frühen Stunde eine ganze Reihe Hartwurst-Freunde zum Mähnenschwingen animieren. In absehbarer Zeit soll die neue CD der Ruhpottler fertig werden und die sollte man doch glatt mal abgreifen!

Völlig aus der anderen Schublade kommen BOOMERANG. Mit dem aktuellen Album “Balance of Hate” konnte man schon einige Anerkennung einfahren und auch live machten die Frankenthaler ihre Sache (nachdem man sich an den dürftigen Sound gewöhnt hatte) sehr ordentlich. Power Metal von HELLOWEEN bis GRAVE DIGGER wurde hier geboten. Die Instrumental-Fraktion brachte die Songs sehr tight rüber und auch Sänger Axel war stimmlich gut drauf. Doch hatte der Fronter etwas unter dem teils doch arg wechselhaften Mikro-Sound zu leiden, so dass einige Passagen etwas sehr schräg klangen. Scheinbar hatte man die gestrigen Technik-Schwierigkeiten bis heute nicht komplett ausräumen können.

Ähnlich wie gestern hatten die Eierkneif-Bands auch heute keine guten Aussichten. Waren gestern mehr Death-Fans am Start, so war man heute deutlich auf Thrash eingestellt. Eigentlich wollten die Veranstalter heute so gut wie möglich den Zeitplan einhalten, doch als GUERILLA endlich los legten, war man schon wieder gut 40 Min. zu spät dran. Diese teilweise langen Pausen nutzen die anwesenden Metaller aber sinnvoll (?), um sich mehr oder weniger extrem die Lampen auszuschießen.

Die Kölner GUERILLA legten dann auch gleich los wie die Feuerwehr. Schon lange ist die Combo kein Geheimtipp mehr und so drängelte sich auch schon eine ordentlich Masse von Headbangern vor die Bühne. Und diese wurden von einer Thrash-Granate nach der anderen durchgepustet. Dabei orientieren sich GUERILLA deutlich an der guten alten Bay Area Zeit und mischen das ganze mit nem Schuss Elchtod. Als Beweis dafür fügte man live hier und da mal grad SLAYERs “Raining Blood” oder auch MACHINE HEADs “Davidian” in die eigenen Songs, was aber wunderbar zu den eigenen Kreationen passt. Diese Kollegen machen einfach Spaß! Das honorierten die gut 300 Leutchens auch prompt, indem man ordentlich die Haare fliegen ließ. Auch der Sound war jetzt etwas besser geworden, wenngleich vor allem der Gesang immer mal wieder eher knacksend als krachend aus den, auf extreme Lautstärke gestellten, Boxen kam. Dennoch mussten sich nach so einer Performance die nachfolgenden Bands nun kräftig ins Zeug legen, um noch was zu reißen.

Danach war es an den Trierer Power Metallern EDGE OF THORNS, das an die Frischluft geströmte Publikum wieder in die Halle zu locken. Gelang ähnlich wie bei BOOMERANG nicht wirklich, was nochmals zeigte, dass hier fast ausschließlich Thrash-lastiges Publikum vor Ort war. Im Laufe des 45-minütigen Auftritts füllte sich der Saal doch noch ein wenig, an die hervorragenden Resonanzen von GUERILLA zuvor kam man aber nicht heran. Schade eigentlich, denn technisch boten die 5 eine hervorragende Leistung. Besonders Sänger Duke stach dabei mit seinen klasse Vocals hervor. Sehr guter Mann, der allerdings leider in dem nicht wirklich klaren Soundgebräu des Mischers unterging. Mit SAVATAGE hat die Band im übrigen musikalisch nix am Hut, trotz des Bandnamens. Gitarrist Dave brillierte ein ums an andere Mal an seinem Instrument, sehr versiert und flink der Gute. Seine Faves sind RACER X, RAGE, DREAM THEATER, SYMPHONY X… und genau so zockt er auch rum. Das durchweg recht fixe Material von der “Ravenland”-CD konnte das Publikum trotzdem nicht aus der Reserve locken, mehr als Höflichkeitsapplaus war heute nicht zu ernten, trotz der sehr agilen Performance. Fans von Könnern wie obig genannten sollten die Combo mal anchecken.

Da das ganze Happening wie bereits erwähnt zeitlich schon etwas aus dem Ruder geraten war, „durften“ CONTRADICTION ihr Set kürzen, da DEW-SCENTED nicht erst mitten in der Nacht anfangen wollten (wie GOD DETHRONED tags zuvor). DS waren auch direkt von einem Gig in München angerollt und dementsprechend platt. Egal, in der knappen halben Stunde prügelten die Wuppertaler CONTRADICTION der nun wieder vollzählig versammelten Meute ihren Thrash Metal um die Lauscher. Trotz der kurzen Spielzeit räumten sie mächtig ab und brachten sogar den Titeltrack des 93er-Debuts “Rules of Peace”, damals noch in Eigenregie veröffentlicht. Ja ja, nicht mehr die Jüngsten! Daher ließ man sich auch nicht von dem erneut abenteuerlichen Sound mit zeitweise komplett weggemischten Vocals beirren und prügelte routiniert durch das kurze Set. Be there, wenn sie Anfang Mai mit OVERKILL auf Tour sind, um ihr neues Album “The Voice of Hatred” zu promoten.

Nur leicht verspätet gingen dann DEW-SCENTED auf die Bühne und fegten der Meute in der gut gefüllten Halle mal gleich ordentlich den Scheitel mit dem Opener des gut einstündigen Sets. Onkel Leffe machte aus seinem Unmut über den verspäteten Beginn und die Soundprobleme schon vor Beginn keinen Hehl: “Is ja schon spät, wir fangen jetzt einfach mal an”. Und wie! Das schnellste deutsche Thrash-Kommando ballerte los, dass es einen wohlig in selige alte SLAYER-Zeiten zurückversetzte (die man heute im übrigen nicht coverte!). Formidable Abrissbirnen wie “Unconditional” , “Acts of Rage” , “Bitter Conflict” , “New Found Pain” oder ” Soul Poison” ließen das Publikum dann auch schwerstens ausrasten, obwohl die Band heute nicht gerade in Höchstform auftrat und das Ganze doch relativ routiniert runterriss. Vor allem der urige Humor von Frontsau Leffe blieb diesmal größtenteils in der Kiste. Schade auch. Von dem am 24.Juni erscheinenden neuen Album “Issue VI” präsentierte man auch schon mal 3 Songs, welche erneut einen Thrash-Hammer vor dem Herrn erwarten lassen! In dieser Sparte sind die Herren einfach einmalig. Einmalig waren heute auch die Soundprobleme, vor denen auch DEW-SCENTED nicht verschont blieben. Es dauerte immerhin bis zum 4.Song ehe mal alle Instrumente vernünftig zu hören waren und Leffe korrigierte den Monitorsound ein ums andere mal. Dennoch blieb das Ganze viel zu bass-lastig. Dem größtenteils vollbreiten Publikum war’s egal und so wurde gemosht und gepogt bis zur letzten Note. Die sollte dann um kurz nach 01:00 kommen in Form des 2. Zugabe-Songs, wo die Band bezeichnenderweise einen zuvor gespielten neuen Song erneut spielte. Und das lag mit Sicherheit nicht daran, das man nicht mehr Songs auf der Pfanne hatte… trotzdem eine absolut würdige Headliner-Show, die alle anderen Bands des heutigen Tages klar in die Schranken verwies und erneut die mittlerweile erreichte Ausnahmestellung von DEW-SCENTED aufzeigte. Den Porn-Core auf der After-Show-Party von NAUSEA danach schenkten wir uns dann aber, denn der lange Festival-Abend war doch schon lang genug.

Fazit: Ein wirklich mehr als gelungenes Festival mit insgesamt (beide Tage zusammen) gut 400 zahlenden Gästen. Beide Tage liefen absolut reibungslos und trotz der Sound-Probleme hatten alle ihren Spaß! Mit aufstrebenden Combos wie LIKE THOUSAND SUNS, LAID IN ASHES, GUERILLA und ABSENCE in der Pipeline muss sich der deutsche Metal wahrlich keine Sorgen machen und mit GOD DETHRONED und DEW-SCENTED konnte man zwei wirkliche Volltreffer in Sachen Headliner verbuchen. Dennoch sollte man überlegen beim nächsten Festival die ein oder andere Band weniger zu buchen, denn an beiden Abenden wurde es doch relativ spät und als die letzten Bands die Bühne enterten, waren viele Mosher doch mehr als nur angeschlagen… Zum Ende kann man Metal Inferno e.V. nur zu diesem gelungenen Festival gratulieren. Bis zum nächsten Mal!

Copyright Fotos: Fafnir (LIKE THOUSAND SUNS, GOD DETHRONED [12-15], Tag 2)/ TK (Tag 1 Rest)

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