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MONSTER MAGNET – GLUECIFER

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Ort: Nottingham - Rock City

Datum: 21.02.2004

Lookin’ up at the big sky
What do I see
A thousand years of bullshit
Comin’ down on me

Yeah, MONSTER MAGNET Baby! Warum bloß konnten die Jungs an diesem Samstag nicht in Manchester spielen, ein Abend dort hat im Gegensatz zu Nottingham doch einiges mehr zu bieten. Aber nun gut, wieder das gleiche Hotel und natürlich wieder das Rock City. Dieses mal (trotz 18er Altersbeschränkung) mit weit über 1000 Besuchern randvoll, der Ticketpreis lag bei fairen £16 und beinhaltete wie immer auch den Aufenthalt nach dem Konzert. (Übrigens hat das Rockcity die letzten 8 Jahre hintereinander den „Kerrang UK Club Of The Year“ Preis bekommen)

Um ehrlich zu sein empfand ich GLUECIFER als Opener von Anfang an nicht wirklich prickelnd und Biff Malibu tat alles, was in seiner Macht stand, um mein Vorurteil zu nähren! „Welcome Wolverhampton“, begrüßte er die Menge. Etwas irritiert von der mäßigen Begeisterung begann er daraufhin das ca. 30 minütige Set, gewidmet wie er sagt, dem „Pure Rock ’n’ Roll“. Leute nehmt es mir nicht übel, aber das fällt echt in die Rubrik Musik, die die Welt nicht braucht. Mal davon abgesehen, dass Biff „die Pfeife“ Malibu aussieht wie eine fettleibige Version von John Travolta in Grease, wenn ich Lust auf Standard Rock ’n’ Roll habe, schalte ich das Radio ein. Einzig der Lead Gitarrist, Raldo Useless nennt er sich wohl, hat mich echt überzeugt, ein wirklich begnadeter Musiker. Alles in allem gefielen mir die QOTSA als Support beim letzten mal in Herford wesentlich besser.

Aber wegen GLUECIFER waren wir ja auch nicht hier. Als ich eine Woche zuvor „Monolithic Baby“ zum ersten mal hörte, war das „God says no“ Desaster und die mittelspannende „Powertrip“ direkt vergessen. Die Scheibe ist echt ein Erlebnis der aller ersten Güte! Nach ungewöhnlich langer Umbauphase und Soundcheck (Das Warten hatte sich echt gelohnt, der Sound war klar, kantig und perfekt abgestimmt), ging es dann auch direkt mit der Auskopplung „Slut machine“ los. Bis auf „Ultimate everything“ gab’s dann das komplette Brett des neuen Albums, angereicht mit ein paar Klassikern der alten Alben wie „Space Lord“, „Black Balloon“ oder „Medicine“.
Allerdings empfand ich Dave streckenweise etwas undynamisch und wenig motiviert, irgendwie hatte er beim letzten Mal doch mehr Energie. Scherze wie von der meterhohen PA in die Menge zu diven hat er sich diesmal verkniffen. Vielleicht liegt’s am Alter, vielleicht haben ihm auch die Veranstalter nahe gelegt sich etwas zurück zu halten. Wie dem auch sei, ich hätte mehr erwartet. Auch was die Spieldauer anging ließen die Herren schon nach 1.5 Stunden Ihren Elan vermissen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass sie das Publikum regelrecht um eine Zugabe betteln ließen. Dieses wurde dann allerdings mit dem „all time hit“ „Negasonic Teenage Warhead“ von der „Dopes to infinity“ belohnt.

Letztendlich ein nettes Konzert aber keine Wahnsinns-Show. Eventuell vergleichbar mit einem Bekannten, den man zufällig in der Stadt trifft. Man kennt sich, unterhält sich ein bisschen und verschwindet dann wieder, ohne dass dein Gegenüber einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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