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MÜNSTER METAL MASSAKER 4

131122-MMM-4

Ort: Münster - Cafe Sputnik

Datum: 22.11.2013 - 23.11.2013

Freitag

Bereits zum vierten Mal fand das Münster Metal Massaker statt. Ein Festival, das sowohl Bands aus dem Münsteraner Umland als auch von weiter weg zu bieten hat. Dieses Jahr fand das Festival zum ersten Mal an zwei Tagen statt. Los ging es am Freitag mit einem Death Metal Abend, bei dem fünf Bands vom Start weg Vollgas gaben. Pünktlich um 20 Uhr hieß es Showtime für XTERNITY aus Gronau. Die Jungs wurden Ihrer Opener Rolle wirklich gerecht und heizten das Publikum ordentlich an. Sie feuerten Ihre acht Songs zielsicher ins Publikum, was dieses auch entsprechend würdigte.

Setlist XTERNITY
Area Horizon
Paradoxon
Corvideas Omen
Funeral Feast
Alienated Intimacy
Blood for Deliverance
Fragility of Deceptive Existences
On the Graveyard

Walzender Melodic Death Metal fegte auch bei INVICTUM über die Besucher hinweg, die sich bereits zahlreich im Sputnik Cafe versammelt hatten und die Halle gut füllten. Leider hatten sich die Jungs etwas mit der Zeitplanung vertan und konnten Ihren letzten Song nicht mehr zum Besten geben.

Setlist INVICTUM
The Beginning
Sorrow of Salvation
Last Elapsing Seconds
Witness of Time
My Apostacy
Mirrors
Mein Wille
Scorched Earth

Nun enterten INSANE MIND die Bühne, legten direkt und ohne Kompromisse los und servierten astreinen Grind Death. Spätestens jetzt wurde es vor der Bühne richtig voll und die Jungs gaben alles, um die Stimmung weiter anzuheizen. Mit Vollgas spielten sie die Halle an die Wand und hinterließen garantiert Nackenschmerzen bei einigen Zuschauern.

Setlist INSANE MIND
Grinding the Radiator
We Just Need to Check Your Asshole
Chickburger
Family Man
Wacky Delli
Cheers with the Beers
Long Dong van der Fuck

Next in line: SUPREME CARNAGE. Die Jungs um Sänger Jorge waren so was wie die heimlichen Headliner des Abends. Sicherlich der Tatsache geschuldet, dass es für sie ein Heimspiel war, füllten sie die Location wie keine andere Band an diesem Abend. Ohne Gnade ging es direkt los mit „Buried Alive“, seines Zeichen auch der erste Track auf dem neuen Studioalbum „Quartering the Doomed’“ Die Herrschaften schnetzelten sich erbarmungslos durch die Reihen, machten aus „One Human Four Pieces“, bevor sie schließlich mit „Cut the Head Off“ ein ausgepowertes, überrolltes und zerstörtes Publikum zurück ließen.

Setlist SUPREME CARNAGE
Buried Alive
Carnage
God of Gore
One Human Four Pieces
Fried to Death
The Bubonic Plague
Eaten
Stroke the Hammer
Cut the Head Off
Fire

Letzte Band des Freitags waren LIFELESS aus Dortmund. Sie stehen für Schweden-Death im Stil von GRAVE oder DISMEMBER – und das mitten aus dem Pott. Ihr aktuelles Album „Godconstruct“ wurde Anfang 2013 veröffentlicht und die Jungs eröffneten ihr Set auch direkt mit dem Titel-Track. Scheinbar hatten SUPREME CARNAGE das Publikum ziemlich ausgepowert, nichts desto trotz sogen LIFELESS das letzte Bisschen Leben aus den Besuchern. Unbarmherzig feuerten das Quartett Song um Song ins Publikum, viele davon natürlich von der neuen Scheibe. Als Zugabe gab es noch „Casket Garden“ im Original von DISMEMBER auf die Zwölf damit sollte auch der letzte Zuschauer restlos bedient gewesen sein.

Setlist LIFELESS
Godconstruct
Towards Damnation
Seed of Hatred
Moribund
Blood for the Gods
Perdition of the Whore
Sworn to Death
Retaliation
The Truth Concealed
Under the Sign of the Iron Cross
Casket Garden

Samstag

Tag zwei des „Massakers“ startete um 17 Uhr mit BALLS GONE WILD als Erste von acht Bands. Es hatten sich noch nicht allzu viele Besucher eingefunden, was die Jungs aus Kölle aber nicht davon abhielt, direkt mit Vollgas einzusteigen. Mit richtig dicken Eiern schmetterten die vier Fuchsschwanz tragenden Herren dem anwesenden Publikum Manta-Metal vom Feinsten entgegen. Dass dabei kein noch so verkaterter Körper still sitzen kann, zeigten die eingefleischten Fans, die sich in der ersten Reihe kräftig austobten.

Setlist BALLS GONE WILD
BäM BäM PoW
Rock Till U Drop
White Nitro
Devi’s Woman
King with a Crown
So You Die
Monkeys of Mayhem
Twisted Boobs
Balls Gone Wild

GODPUPPET waren stilistisch dann doch eher härter angesiedelt und polterten mit Melodic Death Metal auf die Zuschauer ein. Scheinbar war das dann doch etwas viel am frühen Nachmittag, so dass die Jungs leider vor einer überwiegend kopfnickenden Besucherschar spielten. Für mich etwas unverständlich, schließlich gaben die Herrschaften trotz Bass-Problemen alles.

Setlist GODPUPPET
Parasite
God Inside?
Demons Crawling
The Breathing
Propaganda
Escape
Inner Descent

Leider mussten sie aufgrund selbiger zwei Songs streichen, um rechtzeitig Platz für SKAPA FLÖW zu machen. Die Glam Rocker aus dem Ruhrpott gaben auch wirklich alles und zeigten wie schön die 80′er doch gewesen sein müssen. Schreiende Gitarrensoli, ein typischer Gesang und Ventilatoren für die langen, wallenden Haare – was will der geneigte Fan dieses Genres denn mehr? Interessant war auch die Zusammensetzung der Truppe, denn einige Zuschauer fragten sich zu Recht, ob die Jungs von SKAPA FLÖW denn in den 80ern eigentlich schon geboren waren.

Stilistisch waren NEW WORLD DEPRESSION aus Emsdetten dann scheinbar doch eher das, was das Publikum sehen wollte. Death’n'Roll aus vollen Rohren hieß die Devise und die Jungs ließen daran auch nie Zweifel aufkommen. Sänger Hütte machte auch ordentlich Stimmung, entlockte dem Publikum mit seinen Ansagen einige Lacher und schaffte es sogar, ein gutes Dutzend Headbanger vor die Bühne zu ziehen.

Setlist NEW WORLD DEPRESSION
One Death
D-O-D
Judgement
First Warning – Last Warning
Breeding Habitat
The Storm is Coming
Turn Back Time
Beyond Myself
Night / Terror
Next Station
M-S-I-T-E

Beste Voraussetzungen also für NORDAFROST, die zur Primetime um kurz nach 20 Uhr dann zum Angriff bliesen. Die Jungs um Frontmann Svartis bombardierten das Publikum passend zur Jahreszeit mit frostigem Death Black Metal. So feuerten die Herrschaften mit „Only Shades Remain“, „Assault“ oder „Carnal Worship“ sowohl Songs von der Debüt EP, ihrer Split-Single mit UNLIGHT oder dem letzten Studioalbums den Zuschauern entgegen. Mit „Defence“ verabschiedeten sich NORDAFROST in den verdienten Feierabend, um die Bühne den Herrschaften von TERRORBLADE zu übergeben.

Setlist NORDAFROST
Intro
Assault
Frozen Paths
The Victorious
An Apocalyptic Philosophy
Only Shades Remain…
Carnal Worship
Night Raid
Defence

Mit Schlagzeuger Fridi, einem der Organisatoren der Veranstaltung, Lord Persil an der Gitarre und Lord MetalBasstard an eben jenem plus und Gesang schickte sich das Trio an, den Anwesenden ordentlichen einen auf die Glocke zu geben. Mit neuem Album und ordentlich Rückenwind aufgrund der positiven Reviews spielten die Jungs, was sie am besten können. Soliden Thrash-Metal – Punkt! So ging es auch direkt ohne Intro (wer braucht denn schon so was) los mit „Wings of Death“. Sicherlich lag es auch am Heimvorteil, dass die Halle direkt nach den ersten Tönen bereits Kopf stand, aber TERRORBLADE machen live einfach Spaß. Und so schnetzelten sich die Herren durch den Abend, öffneten die „Gates of Hell“, erkannten dass irgendwann für jeden die „Time to Die“ kommt und schlossen passend mit „The Terrorblade“ und „Wiedertäufer“ als Zugabe Ihr Set ab.

Setlist TERRORBLADE
Wings of Death
Thrash Will Strike Back
Spike Spangled Fist
Evil and Malice
World is Broken
Prometheus
Gates of Hell
The Hunter
Time to Die

The Terrorblade
Wiedertäufer

Mit RAVENBLOOD wurde es dann international. Die Spanier waren bereits am Vorabend angereist und freuten sich sichtlich über die Möglichkeit, dem Münsteraner Publikum einheizen zu dürfen. Das Quintett um Sänger Daniel Perez zelebrierte epischen Folk Death Metal und wurde auch von den Fans direkt abgefeiert. Leider waren die Keyboard-Passagen vom Band etwas leise, so dass das epische Gefühl, das die Jungs auf ihrem Demo zelebrieren, live nicht so richtig rüber kam. Das tat aber definitiv der Stimmung keinen Abbruch! Die Spanier feierten ihre Musik, als gäbe es kein Morgen mehr, und spätestens bei ihrem RAMMSTEIN-Cover „Engel“ hatten sie dann auch den letzten Besucher überzeugt. Unterstützung bekamen sie dabei von Jorge (SUPREME CARNAGE) und dem Publikum, das die Herrschaften ordentlich abfeierte. Als Outro gaben RAVENBLOOD schließlich nochmal ein Cover zum Besten – eine metallische Interpretation des „Pirates of the Caribbean“ Theme-Songs.

Setlist RAVENBLOOD
Intro Metalbattle
King Among Slaves
Ghost’s Pride
Hanging Over the River
Relief
Human Hunter
Sin in Vain
Engel
Pathfinder
Wavewings
Outro Pirates of the Caribbean

Ein letztes Mal Umbaupause, bevor der Headliner des Samstags starten konnte. SCREAMER waren gekommen, um „Full Throttle Heavy Metal“ auf die Fans los zu lassen. Musikalisch spielen die Schweden eine Mischung, die ich als IRON MAIDEN meets MOTÖRHEAD beschreiben würde. Dass sie das auch können, zeigten die Jungs vom Start weg. Mit „Rock Bottom“ packten die Herrschaften einen Song aus den scheinbar jeder im Publikum schon mal gehört hatte und direkt auch mit grölte. SCREAMER rockten sich gekonnt durch ihr Set und spielten dabei grandiosen, walzenden, mitreißenden Heavy Metal der sicherlich „No Regrets“ bei den Zuschauern hinterließ. Von den Nackenmuskeln einiger Headbanger in der ersten Reihe vielleicht abgesehen. Über eine Stunde unterhielten die Schweden das Publikum, Zuschauer-Stage-Performance inklusive, das auch nach dem letzten offiziellen Song nicht müde war und noch eine Zugabe forderte, die SCREAMER mit ihrer Bandhymne auch gerne beantworteten.

Setlist SCREAMER
Rock Bottom
Adrenaline Distractions
Slavegrinder
Red Moon Rising
No Regrets
Phoenix
No Sleep ’til Hamilton
Nr. Noman
Far Away From Home
Keep On Walking
Demon Rider
All Over
Can You Hear Me

Screamer

Bleibt mir nur noch abschließend zu sagen, dass mir die 2013′er Ausgabe des Münster Metal Massakers unglaublich gut gefallen hat. Für kleines Geld gab es großartige Bands aus vielen unterschiedlichen Genres, die allesamt mit Vollgas versuchten, die Zuschauer an die Wand zu spielen! Ich freue mich jetzt schon auf die fünfte Auflage im nächsten Jahr!

Copyright Fotos: Oliver Janka

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