Terrorverlag > Blog > PANIC AT THE DISCO, TIGERTOWN > PANIC! AT THE DISCO – TIGERTOWN

Konzert Filter

PANIC! AT THE DISCO – TIGERTOWN

161110-panic-at-the-disco-0

Ort: Köln - Palladium

Datum: 10.11.2016

Vor zehn Jahren erschien das Debütalbum von PANIC! AT THE DISCO. Seither blickt die ursprünglich aus Las Vegas stammende Band auf eine bewegte und spannende Geschichte zurück. Jedes ihrer fünf Alben entstand unter unterschiedlichen Bedingungen und mit wechselnden Besetzungen, viele hatten ein klar definiertes Leitmotiv oder betonten eine bestimmte Stilistik stärker. Und mit jedem dieser Alben hatten sie großen Erfolg. Und als ihr bislang erfolgreichstes erweist sich das aktuelle, im Januar erschienene Werk „Death of a Bachelor“, das unmittelbar nach Erscheinen bis an die Spitze der US-Charts stieg. Und mit diesem noch recht neuen Silberling im Gepäck kamen Brendon Urie und Band auch nach Deutschland. Einige der Konzerte waren bereits ausverkauft, so auch das im Kölner Palladium, das wir nach einer – wider Erwarten – guten Anfahrt mit einem kleinen Umweg um einen Stau kurz vor Köln pünktlich erreichten.

Und so blieb sogar noch Zeit, kurz durchzuatmen, bevor auch schon TIGERTWOWN ihren Job als Vorband begannen. Die vier Australier machen chilligen Indie-Pop, mit dem sie die vielen jungen Mädels direkt vor der Bühne schon gut auf den weiteren Verlauf des Abends einstimmen sollten. TIGERTOWN ist übrigens ein regelrechtes „Familienprojekt“, denn sie bestehen aus dem Ehepaar Christ (Gitarre) und Charlie Colins (Leadsängerin + Synths), und dem Geschwisterpaar Alexi (Keys) und Elodie (Bass). Bisher gibt es von ihnen allerdings noch kein Album, dieses ist erst für Anfang nächsten Jahres geplant. Nach einer guten halben Stunde bedankten sich die Tiger auch brav und nach der üblichen Umbaupause erwarteten dann alle gespannt den Hauptact des Abends.

Und dieser Hauptact oder besser gesagt Mastermind Brendon Urie erfreute sich großer Beliebtheit, der Empfang war frenetisch und vom ersten bis zum letzten Song bewiesen nun die zumeist weiblichen Fans absolute Textsicherheit und feierten jeden einzelnen Titel. Musikalisch sehr hochwertig – unterstützt wurde die Liveband u.a. von einigen Bläsern – könnte man aber zumindest den Sound im Palladium etwas bemängeln. Ab und an erreichte die Ohren nur ein undefinierbarer Soundbrei. Allerdings hielt sich das noch in Grenzen und ist hier nur eine Randnotiz wert.

Präsentiert wurde uns von PANIC! AT THE DISCO ein Portfolio aller Singles bzw. der Ohrwürmer der letzten Jahre wie „Nine In The Afternoon“, „Miss Jackson“ oder „I Write Sins Not Tragedies“. Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos das QUEEN-Cover „Bohemian Rhapsody“, das wirklich brillant gespielt und von Brendon exzellent gesungen wurde. Das alles noch begleitet von einer wirklich beeindruckenden Lightshow. Mr. Urie bewies damit einmal mehr seinen Ruf als „Rampensau“ und seine Begeisterung für Rock-Opulenz, die er ab und an sogar mit umjubeltem Falsettgesang unterstrich. Er war während des gesamten Auftrittes sehr gut aufgelegt, scherzte mit dem Publikum und auch sein fast schon obligatorischer Backflip vom Schlagzeug-Podest durfte natürlich nicht fehlen.

So verging dieser Abend tatsächlich wie im Flug und das ist leider der einzige kleine Wermutstropfen: die Zeit verging nicht nur gefühlt sehr schnell, sondern das reguläre Set war immerhin nach knapp 70 Minuten beendet. Es folgten dann mit “I Write Sins Not Tragedies”, “This Is Gospel” und “Victorious” zwar noch drei Zugaben, die den Fans noch einmal alles abverlangten. Andererseits wurden wir nach nicht einmal 90 Minuten in die verregnete Kölner Nacht entlassen. Ich bin mir sicher, ich war nicht die einzige, die noch ein bisschen mehr PANIC! AT THE DISCO vertragen hätte.

Setlist PANIC! AT THE DISCO (ohne Gewähr)
Don´t Threaten Me With A Good Time
Vegas Lights
The Ballad Of Mona Lisa
Hallelujah
Time To Dance
Emperor´s New Clothes
Girls/Girls/Boys
Ready To Go (Get me out of my mind)
Nine In The Afternoon
Crazy=Genius
Golden Days
Miss Jackson
Bohemian Rhapsody (QUEEN-Cover)
Death Of A Bachelor
LA Devotee

I Write Sins Not Tragedies
This Is Gospel
Victorious

Copyright Fotos: Jörg Rambow

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu PANIC AT THE DISCO auf terrorverlag.com

Mehr zu TIGERTOWN auf terrorverlag.com