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PARTY.SAN 2015 – TAG 3

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Ort: Schlotheim - Flugplatz Obermehler

Datum: 08.08.2015

Das Wetter war zur Mittagszeit dermaßen unbarmherzig, dass ich die ersten drei Bands des finalen Tages ungesehen verstreichen ließ – sorry nochmal an dieser Stelle. ZEMIAL hatten es mir aber im Vorfeld angetan und so schleppte ich mich und die Kameras in brütender Hitze in den Fotograben. Musikalisch präsentierten die Griechen progressiven Black Thrash, der doch etliche Unterstützer fand. Eine Frage, die bei mir hängen blieb war – wie kann der Bassist bei dieser Hitze noch einen Umhang mit Kapuze tragen. Ein frostiger Bandname bringt auch nicht wirklich was bei diesen Temperaturen, musikalisch waren WINTERFYLLETH aber alles andere als tiefgefroren. Die Jungs aus Manchester präsentierten astreinen Black Metal und waren für mich definitiv eine Neuentdeckung, die man weiter verfolgen sollte! Zu KRISIUN braucht man eigentlich nicht viel schreiben – die Brasilianer kamen auf die Bühne, rissen gefühlt alles nieder und hinterließen nur noch verbrannte Erde. Das Trio ist einfach eine Macht im Death Metal, und 25 Jahre Bandgeschichte zeugen von Erfahrung und Durchsetzungskraft. Und das spürt man auch live immer wieder aufs Neue! TOXIC HOLOCAUST hingegen waren leider nicht ganz so meine Welt – das Publikum feierte die US Amerikaner allerdings mehr als ausgelassen. Rotziger Thrash mit einem gewissen Einschlag ins punkige brachte die Mähnen zum Fliegen und die Fans zum Ausrasten.

Deutlich ruhigere Töne stimmten im Anschluss GHOST BRIGADE an. Die Finnen sind eher Vertreter des gemäßigten melodischen Doom Metals, der teilweise sogar progressive Anleihen hat. Nichts desto trotz macht es immer wieder Spaß, die Herrschaften um Frontmann Manne Ikonen live zu erleben. Sie schaffen es einfach, trotz strahlendem Sonnenschein ihre Musik wunderbar in Szene zu setzten. Und gerade Songs wie „Into the Black Light“ erschaffen einfach immer wieder eine besondere Atmosphäre. Deutlich weniger bedächtig und mit deutlich mehr Bumms gingen die Kanadier von KATAKLYSM anschließend an den Start. Die Band bezeichnet Ihren Stil selbst als „Northern Hyperblast“ und eben jener überrollt den geneigten Zuschauer bei den Auftritten von Maurizio von Konsorten. Mit ihrem neuen Album „Of Ghosts and Gods“ werden die Herrschaften im kommenden Jahr auf Tour gehen, und so stand die Show auf den PARTY.SAN OPEN AIR auch im Zeichen des neuen Silberlings. Mit „The Black Sheep“ und „Thy Serpent’s Tongue“ präsentierten KATAKLYSM zwei neue Songs und dazu gewohnte Klassiker a la „As I Slither“, „Shadows & Dust“ oder auch „Crippled & Broken“. Und auch die Security im Graben musste nach dem Gig zugeben, dass eine KATAKLYSM Show durchaus etwas Besonderes ist. Die Jungs hatten bislang nicht wirklich viel zu tun gehabt – als Maurizio allerdings die Fans mit „Let’s give this guys something to do“ zum Crowdsurfen anstachelte, ging es im Graben so richtig rund.

Setlist KATAKLYSM
To Reign Again
If I Was God… I’d Burn It All
As I Slither
At the Edge of the World
The Black Sheep
Push the Venom
The Ambassador of Pain
Thy Serpents Tongue
In Shadows & Dust
Crippled & Broken

Immerhin – bei MAYHEM konnten sich die Securities dann wieder entspannen. Nach erfolgtem Bühnenumbau folgte relativ schnell die Einsicht, dass man Schlagzeuger Hellhammer wohl an diesem Abend nicht zu Gesicht bekommen würde. Die Bühnendeko, von der aus Sänger Attila einen Großteil der Songs zum Besten gab, war einfach vor dem Drumset platziert worden. Und allgemein schien es nicht unbedingt der beste Abend der Norweger zu sein. Bassist Necrobutcher stand zwei Mal sehr dicht an den Flammenwerfern, als diese losgingen, woraufhin er sich schimpfend über den Techniker beschwerte. Und zum Abschluss der Show wurde scheinbar auch noch wegen zeitlicher Probleme ein Song des Sets gestrichen.

Setlist MAYHEM
Deathcrush
My Death
To Daimonion
Freezing Moon
Pure Fucking Armageddon

MY DYING BRIDE glätteten als vorletzte Band des Abends noch einmal die musikalischen Wogen und lieferten eine wirklich herausragende Show ab. Wie erwartet war der Auftritt eher ruhiger Natur, dafür allerdings wirklich ein besonderes Erlebnis. Songs wie „Turn Loose the Swans“ sind Meisterwerke des Doom-Genres und nebenbei einfach ganz große Klasse – egal ob auf Platte oder live.

Setlist MY DYING BRIDE
Your River
A Kiss to Remember
Catherine Blake
Turn Loose the Swans
She Is the Dark
The Cry of Mankind

Zum Abschluss der 2015er Ausgabe gingen schließlich noch SAMAEL an den Start. Die Schweizer sind definitiv eine Band, die interessante musikalische Wechsel in Ihrem Werdegang durchlebt hat. Angefangen mit Black Metal brachten sie 1994 das wegweisende Album „Ceremony of Opposites“ heraus, das Härte mit einer ganz besonderen Atmosphäre verbindet. Und so bestand der erste Teil der Setlist aus besagter Platte. Wer den Silberling kennt, weiß was einen erwartet – grandiose Kunst pur. Und so bestanden auch das Bühnenbild und die Lichtshow aus sehr vielen Gegensätzen. Im Anschluss folgten noch acht weitere Songs – größtenteils vom „Ceremonies“ Nachfolger „Passage“ aber auch vom aktuellen Album „Lux Mundi“.

Setlist SAMAEL
Black Trip
Celebration of the Fourth
Son of Earth
Till We Meet Again
Mask of the Red Death
Baphomet’s Throne
Flagellation
Crown
To Our Martyrs
Ceremony of Opposites

Jupiterian Vibe
Rain
Of War
Rebellion
Slavocracy
Shining Kingdom
The Truth Is Marching On
My Saviour

Auch wenn SAMAEL wirklich eine grandiose Vorstellung ablieferten, geht für mich der Preis für die „Beste Band des Samstags“ klar an KATAKLYSM. Und somit schließen sich die Tore des PARTY.SAN OPEN AIRS 2015 – auf ein neues im Jahr 2016 – unter anderem mit AT THE GATES, PARADISE LOST oder der Reunionshow von GATES OF ISHTAR.

Copyright Fotos: Oliver Janka

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