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PARTY.SAN 2017 – TAG 1

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Ort: Schlotheim - Flugplatz Obermehler

Datum: 10.08.2017

Alle Jahre wieder heißt es auf dem Flugplatz Obermehler bei Schlotheim: „Welcome to Hell“! Auf dem Party.San Open Air bekommen die geneigten Besucher seit jeher ein zünftiges Paket aus dem Extrem-Metal-Bereich geboten. Neben der Hauptbühne wird seit einigen Jahren auch die Bühne im Zelt genutzt, auf der neben der Metal Party auch Auftritte passend zu den Umbaupausen der Hauptbühne stattfinden.

Der Startschuss zum PSOA 2017 fiel aber, wie jedes Jahr, auf der Hauptbühne. Genauer gesagt erklärte Flakgeschütz „Esmiralda“ um 14:30 Uhr zunächst das Gelände für eröffnet, den musikalischen Auftakt gaben eine Stunde später schließlich NIGHT DEMON aus den USA. Eröffnet wurde das Set mit „Welcome to the Night“ und die Kalifornier zeigten direkt, dass auch klassischer Heavy Metal durchaus mal einen Platz auf dem Party.San Billing ergattern kann. Und so konnten sich die Herren über eine erstaunlich große Zuschauermenge erfreuen. Leider gab es ausgerechnet beim letzten Song, dem IRON MAIDEN-Cover „Wasted Years“ Probleme mit der Gitarre, aber diese überspielte das Trio gekonnt. Dem folgte ein stilistischer Wechsel: AZARATH aus Polen prügelten groovigen Black/ Death Metal in die Reihen und hinterließen dank solider Performance einen positiven Eindruck. Die erste Band-Entdeckung des Party.Sans stelle direkt danach MISTHYRMING dar. Isländischer Black Metal der zu fesseln wusste und auch beim Publikum sehr gut ankam. Zu erwähnen sei vielleicht auch noch, dass die Band erst ein Album veröffentlicht hat und unter diesem Namen auch erst seit 2013 existiert.

GOD DETHRONED hingegen sind bereits seit 1991 aktiv und haben mit “The World Ablaze” in diesem Jahr ihr zehntes Studioalbum veröffentlicht. Entsprechend routiniert gingen die Niederländer um Frontmann Henri Sattler auch zu Werke. Neben Songs von der aktuellen Langrille gab es auch zahlreiche ältere Klamotten und natürlich auch den Kracher „Sigma Enigma“ vom 2004er Album „The Lair of the White Worm“. Danach ein schneller Ortswechsel – ab ins Zelt zu THE LURKING FEAR. Noch nie gehört? Besser schnell ändern! Hinter dem Bandnamen verbergen sich nämlich Musiker namhafter Bands wie AT THE GATES oder BOMBS OF HADES. Sänger der Kapelle ist dabei kein geringerer als AT THE GATES-Frontmann Tomas Lindberg. Letztes Jahr mit seiner als Headliner auf der Hauptbühne – dieses Jahr halt nun im Zelt. Musikalisch gab es Death Metal serviert, der natürlich hier und da nach ATG klang, aber nicht wie eine Kopie wirkte, sondern frischen Wind ins stickige Partyzelt pustete. Während die Herrschaften im Zelt die letzten Töne spielten, standen MANTAR auf der Hauptbühne schon in den Startlöchern. Ob man die Musik nun mag oder nicht, sei jedem selbst überlassen, aber es ist immer wieder erstaunlich, was für einen Alarm die zwei Jungs da produzieren. Die anwesenden Fans schienen auf jeden Fall sehr überzeugt von Sound und Liveperformance und feierten MANTAR ab. Erneuter Szenenwechsel ins Zelt zu ULTHA. Akustisch wurde Black Metal serviert – optisch jede Menge Kunstnebel und rotes Licht. Für die Fotografen war also nicht wirklich viel zu holen und auch sonst gab es nicht sonderlich in den Schwaden auf der Bühne zu erkennen, aber so hatte man wenigstens Zeit, sich auf die Musik zu konzentrieren und die kann sich definitiv hören lassen. Melancholisch und trotzdem kraftvoll drückte das Quintett aus Köln nach vorne – definitiv eines meiner persönlichen Highlights am Donnerstag.

Noch mehr Black Metal gab es direkt im Anschluss auf der Hauptbühne mit DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT. Neben Kunstblut und Nieten fiel Sängerin und Gitarristin Onielar auf, die in weißem Gewand und mit weißer Gitarre besonders herausstach. Von Flammensäule umhüllt prügelten die DNS dem Publikum Ihre Songs entgegen und konnten damit definitiv punkten. Neben MANTAR folgte anschließend das zweite Duo des Donnerstags. URFAUST aus den Niederlanden stehen für atmosphärischen Black Metal mit Ambient-Einschlägen. Ich muss leider gestehen, dass bei mir der Funke nicht übersprang. Das mag zum einen am Wetter gelegen haben, denn bei URFAUST setzt ein ordentlicher Regenschauer ein, zum anderen an der Musik. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass URFAUST keine Band für eine große Bühne, sondern eher für einen kleinen Club sind. Das ist aber nur meine Einschätzung, denn die Fans vor der Bühne harrten trotz Regen aus, um dem Auftritt bis zum Schluss beizuwohnen.

Das Gegenteil von URFAUST an diesem Abend war sicherlich OVERKILL. Direkt und ehrlich mitten auf die 12. Dies liegt vermutlich am unterschiedlichen Musikstil, aber sicherlich auch an Sänger Bobby „Blitz“ Ellsworth, der die Bezeichnung Rampensau unzweifelhaft verdient hat. „OVERKILL gehen immer“, hieß es diverse Male im Vorfeld der Show auf dem Campingplatz und das Gefühl hatte man dann auch vor der Bühne. Gut, es hatte auch aufgehört zu regnen, der Platz vor der Bühne war auf jeden Fall gut voll und das Publikum in Feierlaune. „Mean, Green, Killing Machine” als Opener gefolgt von “Rotten to the Core” und “Electric Rattlesnake“ im Anschluss – wer die Songs kennt, kann sich sicherlich nur zu gut vorstellen, was da los war. Zum Abschluss noch das obligatorische „Fuck You“ und die geneigten OVERKILL-Fans schienen glücklich und zufrieden. Headliner des ersten Party.San Tages war anschließend ABBATH – also Feuer, Corpsepaint und eine gemischte Setlist mit Songs aus den unterschiedlichen Schaffensperioden von Olve Eikemo bei IMMORTAL, I und natürlich ABBATH selbst. Unter anderem gab es dabei “In My Kingdom Cold” und “Tyrants” vom Silberling “Sons of Northern Darkness” zu hören oder „All Shall Fall“ vom selbigen Album. Den Auftritt noch mit humorvollen Ansagen und rollenden „r’s“ gespickt und fertig ist die ABBATH-Show. Leider machte das Wetter dem ganzen einen Strich durch die Rechnung, denn der Himmel öffnete noch einmal seine Schleusen und so zogen immer mehr Leute gen Zeltplatz, um von dort aus dem restlichen Set zu lauschen.

Copyright Fotos: Oliver Janka

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