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RAGNARÖK 4

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Ort: Lichtenfels - Stadthalle

Datum: 30.03.2007 - 31.03.2007

Es machte mich ehrlich gesagt schon etwas stutzig, dass keinerlei Werbung für das Festival im hiesigen Landkreis geschaltet bzw. gemacht wurde. Sonst wird hier jede noch so zweitklassige Coverband lang und breit in der lokalen Tageszeitung Wochen vorher breitgetreten, allerdings war zum Ragnarök Funkstille angesagt. Natürlich verhält es sich wohl eher so, dass geschätzte 90% der Besucher sowieso von weiter her anreisten und somit Werbung am Obermain überflüssig ist – aber meiner Meinung nach ist das nicht der einzige Grund. Die Polylux-Aktion im letzten Jahr hat wahrscheinlich ein schlechtes Licht auf die Stadt geworfen, welche angeblich ein Nazifestival ausrichtete. Wie sinnvoll diese Annahme ist, wurde schon an anderen Stellen mehr oder weniger ausführlich diskutiert.

Zwei „Nachberichte“ in der Tageszeitung gab es diesmal aber dann trotzdem; der Eine bestand aus zwei Fotos von langhaarigen Musikern und der dezenten Bildunterschrift, dass die Veranstalter TAAKE ausgeladen hatten, was für die Distanzierung von rechter Politik spreche und dass die Bands und Fans aus ganz Europa angereist waren. Den zweiten Bericht fand ich fast noch besser, denn er beschrieb die Arbeit der freiwilligen Helfer des BRK auf dem Festival, die sich darüber freuten, wenn sich Metaller mit Wehwehchen nach der Behandlung bei ihnen bedankt hatten. So was aber auch. Die Herrschaften scheinen wohl auch nur Menschen zu sein.

Freitag

Aber genug über die Lokalreporter geärgert, schließlich war ja auch Fachpublikum vor Ort. Beginnen wir chronologisch mit Tag Eins, also dem Freitag. Mein musikalischer Tag Eins begann erst so richtig mit FJOERGYN so um ca. halb Vier, die sich der „Misanthropie in E-Moll“ verschrieben haben. Mir gänzlich unbekannt irritierten mich die Herren allerdings, was zugegebener Maßen an den deutschen Texten lag. Selbst DORNENREICH ist für mich jedes Mal eine Gratwanderung, denn nichtenglische Lyrics kommen mir oft viel zu pathetisch daher. Man mag jetzt berechtigterweise einwerfen: „Ist es dann sinnvoll, auf ein Pagan-Metal-Festival zu gehen, wenn man nichts mit Pathos anfangen kann?“ Zur Kenntnis genommen und auf später vertagt. Hinzu kommt für die drei Herren, dass es schwierig ist, bei mir als ‚neue‘ Band gerade live punkten zu wollen, wenn der Sound nicht so optimal aus den Boxen knallt. Diesen Umstand bildete ich mir jedenfalls stark ein.

Nach einer wirklich zügigen Umbaupause (das muss man der Crew eigentlich für jeden Tag bescheinigen) enterten die Norweger von KOLDBRANN die Bühne. Auch diese frostigen Kollegen kannte ich bisher nur vom Hörensagen, kann ihnen aber einen famosen Spaßfaktor attestieren. Besonders begeistert hatte mich ihr Splitbeitrag, den ich aber dank des Gekeifes leider nicht zuordnen kann. Entweder von der Kollaboration mit LJÅ (anno 2004) oder mit FAUSTCOVEN (2006), für Ergänzungen bin ich immer zu haben. Zumindest ich merkte den Burschen keine allzu schlechte Laune bzgl. der Tour-Reibereien an, bei denen sie sich bestimmt schon bei Herrn Hoest bedankt haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nicht die Einzige war, die sich über den sehr akkurat eingehaltenen Fahrplan an manchen Stellen ärgerte, besonders auch hier.

Gerade aber bei meinen Göttern HELHEIM. Und ich weiß nicht, ob’s echt an mir lag, aber der Sound war die Hölle. Ich hab gerade mal zwei Songs erkannt, alles andere war Geschrubbel. Erschwerend hinzu kommt, dass „Helheim part II“, das mehr als geniale Intro zu „Jernskogen“, kurzerhand weggelassen wurde – und das, obwohl es während der Umbaupause angespielt wurde! Gemein; geht eigentlich gar nicht, bzw. machte mich etwas traurig. Als ob man bei so einem Ambiente keine Elektronik spielen darf. „13 to be perished“ hatte ich übrigens auch nur Dank der genuschelten Ansage erkannt. Und so muss ich mich zähneknirschend an den Kommentar eines Kumpels erinnern, der meinte, er würde nicht extra wegen HELHEIM anreisen: „Die sind live eh immer scheiße.“ Amen, Ebsi, du hast es gewusst.

Anschließend gönnte ich mir ein kleines Päuschen, in dem ich überlegte, wie viele Besucher die Stadthalle wohl erleben durfte. Meine Schätzungen belaufen sich auf ca. 3500 Leute, also definitiv mehr als letztes Jahr (wie meine Informanten bestätigten) und auch mehr, als ich zu Stoßzeiten als angenehm empfand. Die Merchstände in der Vorhalle waren schon nach den ersten Stunden fast leer gekauft, aber dennoch (oder gerade deshalb) gut besucht. Der Parkplatz vor der Halle glich schnell dem üblichen Festivalgelände (nur vielleicht nicht ganz so versifft), aber ob die beiden Typen wirklich die Nacht überlebt hatten, die sich einfach vor ihrem Auto in Schlafsäcke gerollt hatten, wird für mich wohl eins der großen Mysterien dieses Planeten bleiben.

MÅNEGARM habe ich mir dann rentnermäßig im Sitzen auf der Tribüne angesehen – nicht zuletzt, um auch mal den Sound zu testen, der dort ankommt. Eigentlich wäre die Entfernung fast schon perfekt, vielleicht etwas zu weit für meine nicht ganz Adleraugen, aber mein Gott, der Sound … Die Viking-Metaller mit dem singenden Drummer machten zwar ziemlich Stimmung, aber egal, was sie ihrem Geiger vorher ins Essen rühren, damit er so abgeht: es kommt nicht gut, wenn sein Instrument einfach zu leise abgemischt ist. Sehr schade, denn das haben ihnen folgende Bands entschieden besser gelöst. Und: vor zwei Jahren, als das Ragnarök noch in Hollfeld stattfand, hatte ich die Schweden in besserer Erinnerung.

Als nächstes waren KAMPFAR von der Partie und zwar von einer ganz enthusiastischen. Herr Dolk war sichtlich glücklich über die Massen vor ihm, die ihn und seine norwegischen Kollegen abfeierten. Dafür, dass mir lediglich „Fra underverdenen“ ein Begriff ist (ja, eine Bildungslücke, ich weiß; verklagt mich doch) und ich diese Veröffentlichung als sehr gut erachte, hatten sie auch bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Also auch hier Daumen nach oben. (Das ist keine ergiebige Kritik, aber was soll ich schreiben, wenn ich’s einfach nur sehr cool, aber zu kurz fand?)

Und wieder Luft geschnappt. Denn, nein, TAAKE gab’s nicht. Leider leider, wie auch die armen Burschen feststellen mussten, die ganz deprimiert meiner Begleitung ihr Ticket verkauft haben, die a) ganz schnieke TAAKE-Shirts trugen und b) sich auch nur auf Englisch verständigten. Aber da hatten wir wohl etwas gemeinsam, denn auf die Landsmänner von KAMPFAR hatte ich mich auch schon wie ein Schnitzel gefreut. Wie sich dann vielleicht doch herumgesprochen hatte, waren ja dank Herrn Hoests Swastika-Aktion er und seine Mannen von der Festivalleitung ausgeladen. Vielleicht hat sich ja mal jemand Hoest zur Brust genommen und ihm sachte verklickert, welche provokanten Ausdrucksformen und Verhaltensweisen er in Zukunft in Deutschland vermeiden sollte. Wäre jedenfalls wünschenswert, da ich mir nicht sicher bin, bis wohin ich TAAKE für einen Livegig folgen würde.

Von der Running Order her wurden nun URGEHAL vorverlegt, von welchen ich leider nur noch die letzten Akkorde mitbekam, was ich im nachhinein tatsächlich bereute. Vor allem der Gitarrist (ich glaube, es war eine Gitarre; ich kann mich nicht mehr zu 100% entsinnen) zur Rechten des Sängers hat mich mit seiner Stachel-Straps-Maske in seinen Bann gezogen. Erinnerte mich etwas an Pinhead, aber der ist irgendwie trotzdem cooler. Wahrscheinlich, weil der noch lässige Äußerungen tätigt. Ich stellte mir nur irgendwie Straps-Pinheads Eltern vor. Kann daher rühren, dass ich schon ne Zeit lang auf den Beinen war. Und ändert nichts daran, dass mir der Black Metal der Norweger ziemlich gut reinlief. „Junge, was machst du eigentlich in deiner Freizeit?“ – „Ich, ah, spiel da in so ner Kapelle …“ – „Oh, toll, das schauen wir uns auch mal an. [...] Warum genau hast du diese Maske auf? Und bist so blass im Gesicht? Junge, isst du auch genug? Du guckst so schlecht gelaunt. [...]“ Und so weiter und so fort.

Als richtig gelungen empfand ich allerdings den TAAKE-„Ersatz“ aus Dänemark: ANGANTYR. Und als schade, dass sie vor so relativ wenigen Leuten ziemlich nachts spielen mussten, bzw. überhaupt durften. Etwas beängstigend kam mir das Keyboard vor, das im Laufe des Umbaus in eine sehr zentrale Position der Bühne gerückt wurde – und anatomisch definitiv unkorrekte Kunstharzschädel symmetrisch auf sich verteilt wusste. Sollte ich jetzt lachen oder schreiend davon rennen? Nun ja, ich gebe zu, dass ich nur wegen den optisch ansprechenden Burschen blieb, die sich in aller Ruhe Kunstblut und Corpsepaint übergekippt hatten. Da hört man auch gerne über den lahmen Synth-Zwischenpart bei einem Song hinweg. (Wenn man bedenkt, dass die Dänen auch als Synth-Ambient-Projekt begonnen hatten, finde ich das eine gute Ausbeute.) Schlichtweg gewonnen hat der Sänger mit seiner Reaktion auf den Zwischenruf aus dem Publikum vom Typen neben mir. „Jakob, du Schwuchtel!“ Was in diesem Zusammenhang wohl eher als liebevoll-positiver Anfeuerungsruf zu verstehen war. Das verstand auch der fahlgetünchte Sänger, denn er wackelte lasziv mit den Augenbrauen und fuhr unbekümmert damit fort, seine frostigen Lieder mit ellenlanger Prosa einzuleiten. Ein Bravo von mir und meine Gewinner für den ersten Tag!

Samstag

„Saturday seems to contain a lot of boring Ompa-Metal though,“ lautete die Befürchtung, die in der News-Sektion auf der HELHEIM-Homepage vermerkt ist und nun ja, so schief lagen meine Halbgötter in Kettenhemden (trotz des eher ernüchternden Auftritts am Vortag) damit auch wieder nicht. Handelt es sich ja schließlich um ein, richtig, Pagan-Metal-Festival. Welches bei mir am Samstag auch nicht viel eher begann; ergo gegen 17 Uhr. Damit verpasste ich u.a. KROMLEK, die andere Besucher mächtig beeindruckt haben sollen. Okay, dafür war ich aber pünktlich zu BLACK MESSIAH zur Stelle. Die haben sogar eine Gemeinsamkeit mit mir: wir alle wollten letztes Jahr auch schon antanzen, allerdings war uns damals was dazwischen gekommen. Dieser Umstand verbindet, finde ich, und nicht nur deshalb konnten die Herren aus NRW bei mir ziemlich gut punkten. Ihr Geiger war um Welten besser abgemischt als der MÅNEGARMer und verursachte eine extravagante Atmosphäre unter den langhaarigen Menschen, die nicht nur „Blutsbruder“ und das „Sauflied“ mitgröhlten, sondern auch dazu tanzten. Die gute halbe Stunde Spielzeit war mal wieder viel zu wenig, denn die Herren hätten auch noch länger gekonnt.

Nach einem Päuschen stolperte ich wieder in die große Haupthalle, die zu ELUVEITIE beinahe berstend voll war. Ich war den Schweizern immer eher unwissenderweise eher skeptisch gegenübergestanden, da ich von der Mitgliedschaft zweier Damen Wind bekommen hatte. Allerdings wurde mir von verschiedensten Menschen ein Antesten live nahegelegt. Und das Publikum kochte. Ich habe keine Ahnung, wie viele von den Anwesenden die sympathischen Eidgenossen überhaupt vorher kannten – aber wenn es sogar mir ohne Skrupel gelang, mich von völlig unbekannten Liedern mitreißen zu lassen, warum dann nicht auch tausend anderen? Die Fachpresse scheint sich nicht umsonst zu überschlagen und wer sich selbst als „new wave of Folk Metal“ beschreibt, müsste sich seiner Sache auch ziemlich sicher sein. Zu Recht. Was für eine Stimmung! Bagpipes, große Flöten, kleine Flöten, Drehleier, „klassische“ Metal-Instrumente, dazu der oft mehrstimmige Gesang, bei manchen Refrains aus vier, fünf Kehlen – das waren für mich die Gewinner des zweiten Tages.

Und danach sahen CRUACHAN ehrlichgesagt etwas farbloser aus. Nicht nur ‚Dank‘ der blondierten Sängerin, die nach dem Intro auf die Bühne schwebte und nicht immer unangenehm, aber stets grenzwertig sang. Sorry, das hat leider für mich recht viel ausgemacht, und zwar negativ. Da konnte auch die – wieder schlecht abgemischte – Bodhran nichts mehr retten. Schade schade.

Und jetzt kommt der einzige Grund, weshalb ich tatsächlich eigentlich einen Monat lang ohne Abendessen ins Bett geschickt werden müsste, denn ich habe (ich trau’s mir gar nicht zu sagen) TYR verpasst. Ich schäme mich unglaublich und ärgere mich wahrscheinlich selbst am allermeisten über diesen Umstand – denn wie oft werde ich wohl noch die Burschen von den Färöern vor mir auf einer Bühne stehen und spielen sehen? Eben. Es ist unglaublich, aber wahr. Ich schiebe es auf meine allzeit bereite Willigkeit, für so gut wie jede Musik offen und auf sie neugierig zu sein. Somit habe ich während des TYR-Auftritts einen Haufen wirklich genialer, mir bis dato völlig unbekannte, Bands vorspielen lassen und war ganz hin und weg. Danke, Elisa. Ich bin dafür, dass TYR einfach nächstes Jahr noch mal kommen sollen/ dürfen. Ist das ein Kompromiss?

Es folgte eine Band, die ich zwar ziemlich gut, aber auch ziemlich unpassend fand: SWALLOW THE SUN. Auch von diesen jungen Herren aus Finnland wurde mir von allen Ecken und Enden vorgeschwärmt. Was auch nachvollziehbar ist, denn schwerer Doom mit vereinzelter Tempobeschleunigung gefällt mir seit jeher. Sympathisch ist mir auch Sänger Kotamäki mit ohne Haare auf dem Kopf, dafür aber mit einer Vorliebe für NICK CAVE. Da hat er schon so gut wie gewonnen bei mir, ich geb’s zu. Kaum Stageacting, nur ans Mikro geklammert und klagend gegrowlt. „Don’t fall asleep“ wurde z. B. gespielt und war fast schon Programm, denn die einlullenden Akkorde halfen bei diesem Plan nicht unbedingt. Trotzdem war SWALLOW THE SUN sehr gut, sie spielten nicht zu kurz und ich werde auch mal nach ihren Veröffentlichungen meine Fühler ausstrecken. Allein der Umstand, dass mal „Solitude“ von CANDLEMASS gecovert wurde, lässt mich aufhorchen.

Es folgten MOONSORROW, allerdings nicht für mich – und das diesmal mit voller Absicht. Es gibt Bands, mit denen ich noch nie etwas anfangen konnte und es auch nicht vorhabe. Pagan-Metal-Festival hin oder her, meine Schmerzgrenze für FINNTROLL- und ENSIFERUM-Klone ist auch irgendwann erreicht.

Dafür lasse ich mich lieber mit zu RIGER schleppen. Die Band aus Frankfurt a. d. Oder konnte mich tatsächlich begeistern. Mit neuem Line-Up und alten Songs waren sie wiederauferstanden. Ein paar der neuen Jungspunde absolvierten gerade mal ihren vierten Liveauftritt. Sänger Ingo grunzte in meinen Ohren zwar eher wie ein ziemlich geiler, tiefgestimmter Death-Metal-Shouter, aber das empfand ich als umso bereichernder. Nicht nur bei den „Gjallar“-Tracks „Angriff“, „Brandschiff“, sondern auch bei „Germania“ und „Krieg“ waren die Leute um mich herum nicht mehr zu halten. Sie bangten und gröhlten mit Ingo (im kleidsamen, selbstgebastelten Leder-Halb-Harnisch) um die Wette und ich bin mir nicht sicher, wer gewonnen hat. Fakt ist, dass die Herren mit Dame einen ziemlich zufriedenen und erschöpften Eindruck machten, als sie von der Bühne mussten. Gerne wieder und: ein Glück, dass es bei der Auflösung nicht geblieben war.

AASKEREIA aus dem Schwarzwald (wenn das nicht true ist, weiß ich auch nicht) war als nächstes an der Reihe. Wieder so eine Band, über die ich nur begeisterte Stimmen im Vorfeld gehört hatte, aber ich fürchte, diesmal nichts für mich. Ich liebe Black Metal, aber ganz so einfach ist es bei mir trotzdem nicht. Die Ansagen waren wirklich schlimm, der Sound irgendwie haarsträubend und nach der Ankündigung, dass nun ein Song über Panflöten folge (das war nach vielleicht zwei überstandenen Liedern), wackelte ich kopfschüttelnd nach draußen und fragte mich, weshalb ich sie so schlecht fand.

Darüber bin ich eingeschlafen (ohne Witz) und habe somit leider leider nur noch die letzten beiden Zugaben von VARG mitbekommen – verdammt! Die Burschen waren richtig gut und haben als letzte Band des Festivals mit einer Hand voll Publikum noch mal richtig gefeiert. Der Viking Metal war eingängig und ziemlich gut gelaunt; es befanden sich definitiv mehr Menschen auf der Bühne, als zur Band gehören (auch RIGERs Ingo, wie angekündigt? nochmal: verdammt!) und ich befürchte, die Fackeln waren nicht nur Dekoration, sondern wurden auch angespuckt, wie man auf der Homepage der Wölfe nachlesen kann. Aaargh, da muss ich mich doch mal zu einem schwarzmetallischen Aufschrei hinreißen lassen. Noch mal passiert mir das nicht, dass ich alle lohnenswerten Bands verpasse.

Fazit: ein gelungenes Festival ohne Zwischenfälle – soweit ich weiß. Die Antifa wollte zwar mal vorbeisehen, aber davon habe ich nichts mitbekommen (außer die Sitzblockade der Festivalbesucher samstags auf dem Parkplatz); und das in der Nähe stationierte SEK hatte nur auf die Weiterleitung zu einer Nazigeburtstagsfeier bei Wunsiedel gewartet. Die strikten und oft nicht langen Spielzeiten sind jedoch eine Überlegung wert. Auf der einen Seite ist es nicht schlecht für Leute wie mich, die einige Bands nicht kennen, gut zum Antesten. Auf der anderen Seite wären einfach drei, vier Gruppen weniger auch nicht verkehrt, wenn dann die restlichen dafür ein, zwei Lieder mehr spielen könnten (ist das mathematisch korrekt? egal, ihr wisst, was gemeint ist). Und die Pandabärchen nicht so an den Schluss stellen; war schade, denn einigen (die daran natürlich auch ‚Schuld‘ sind) ist somit viel gute Musik entgangen. Mein Antrag für nächstes Jahr erweitert sich von TYR auf ELUVEITIE plus SÓLSTAFIR. Wenn man schon Bands aus arktischen Gewässern ankarrt, dann richtig! Ansonsten gibt’s noch einen Strauß imaginäre Blumen für Ivo und seine Crew, inkl. unkomplizierter Fotografenbändchenverteilerinnen.

Copyright Fotos: Sebastian Schulz

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