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RELOAD FESTIVAL 2017

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Ort: Sulingen – Mühlenkampsfeld

Datum: 25.08.2017 - 26.08.2017

Ende August wächst die Einwohnerzahl der niedersächsischen Stadt Sulingen temporär um knapp 10.000 Personen an. Der Grund dafür ist das Reload Festival, welches u.a. durch die Mithilfe von über 250 ehrenamtlichen Helfern ermöglicht wird.

Donnerstag – Warm-up Party

Am besten konnte man sich bereits am Vortag bei der Warm-up Party in der Tentstage auf die kommenden zwei Festivaltage einstimmen. Bereits zur ersten Band AS WE ARISE war das Zelt gut gefüllt und das Quintett haute neben „I Am The End“ und „You Are The Light“ beispielsweise auch den Song „Sinner“ raus. Untermalt wurde das ganze vom Publikum mit Moshpit, Circle Pit, einer Wall Of Death und im Walzertakt schunkeln! Warm-up gelungen, mehr muss man nicht sagen.

Mit ANTILLECTUAL lichteten sich die Reihen vor der Bühne, dafür machte Gitarrist Toon auf der Bühne Action für zehn. Mit „Change The Standard“ hatten dann aber auch ANTILLECTUAL das Publikum mit ihrem Punk Rock endgültig auf ihrer Seite und es wurde, wenn auch nur ein kleiner Moshpit hingelegt.

Nun sollte es im Anschluss mit FIRST BLOOD eine volle Breitseite Hardcore Punk geben, doch zu Beginn gab es Rückkopplungsprobleme. Als die Bude richtig am Toben war und die Crowd einen Circlepit um die mittlere Bar hingelegt hatte, kam es auch noch zu einem Stromausfall. Sänger Carl Schwartz versuchte die Fans bei Laune zu halten, bis es nach längerer Zeit mit „Rules Of Justice“ weiterging. Mit „Rules Of Crisis“ endete der ereignisreiche Gig.

Die Security wurde aufgestockt und das Zelt platzte aus allen Nähten, denn nun waren die ROGERS an der Reihe und begannen ihr Set mit „Hoch die Tassen“. Der Andrang war so groß, dass es zu einem Einlasstop kam, und so wurde im und vor dem Zelt zu „Augen Auf“, „Einen Scheiss muss ich“ und „Anders als ihr“ gefeiert.

Der nächste Einlass-Stop folgte umgehend zu dem Auftritt von WHILE SHE SLEEPS. Die Engländer waren der Abräumer: das Zelt kochte förmlich, und so tropfte es von Zeltwänden auf die tobende Masse. Wer nicht aufgewärmt war, der war selber schuld.

Freitag

Am Morgen konnte man sich für den ersten Festivaltag am Frühstücksbuffet in Zelt stärken. Das Wetter war perfekt: die Sonne schien und es herrschten angenehme Temperaturen: also beste Voraussetzungen für einen gelungenen Festivalstart. Den Opening Part übernahmen MAX RAPTOR, die vor einer Handvoll Leute ihr Bestes gaben. Es folgte der Auftritt von THE NEW ROSES, die für PRONG eingesprungen waren. Die Wiesbadener lieferten einen gepflegten Hard Rock, der keine Wünsche offenließ und gemeinsam mit den Fans feierten sie das heutige Release ihres Albums „One More For The Road“.

Ging es bei THE NEW ROSES um einen „Whiskey Nightmare“, so hielten sich MR. IRISH BASTARD mehr ans Bier, und bevor zu „Last Pint“ ein kleiner tanzender Moshpit eröffnet wurde, gingen auch Songs wie „I Smell The Blood“ und „Ballad Of A Workshy Man“ in die Beine. Zu „I Only Like You When I’m Drunk“ zeigte das Publikum Mitsingqualität.

Die vom Tanzen gelockerten Beine wollten weiter gefordert werden und ANY GIVEN DAY gaben
die erste Metalcore-Breitseite des Tages mit „Never Say Die“ und „Arise“. Eine nicht abebben wollende Crowdsurfer-Welle ergoss sich zu „Home Is Where The Heart Is“ in den Graben und die Security lief auf Hochtouren! Hut ab an die gut gelaunte Security-Crew!

Mittlerweile waren alle wach und bereit für AUGUST BURNS RED, die als Intro „Everybody’s Free“ von ROZALLA wählten. Nun wurde noch eine Schippe raufgelegt und noch mehr Zuschauer tobten unter anderem zu „Composure“ und „White Washed“, im Mosphit. Der Wasserschlauch der Security sorgte zwischendrin für Abkühlung, und weiter ging die Party mit dem neuen Song „Invisible Enemy“.

Nach so einem Mosphit muss man sich Stärken – im Infield konnte man Pizza, Crêpe, einen veganen Foodtruck, Würstchen und Fleisch vom Grill, Burger, Eis und handgemachte Pommes erwerben. Vor der Tentstage gab es erneut Pulled Pork, Brisket, BBQ Lachs, Fischbrötchen und Slush-Eis. Neben Essensständen waren auch die Hilfsorganisationen Hardcore Help, Sea Shepherd, Wacken Foundation, Viva con Agua und Skate-Aid vertreten. Ansonsten konnte man sich die Zeit mit Shoppen vertreiben, ein Foto beim Jägermeisterstand machen, vor dem Becks Truck während der Umbauzeit eine Runde tanzen oder einen Hörtest beim Barmer-Truck durchführen lassen.
Einen Blick aufs Ganze erhielt man am Samstag Dank eines Hubschrauberrundflugs für 30,- Euro p.P.

Nach der Umbaupause war klar, dass nun die Punkrocker ANTI-FLAG an der Reihe waren, da eine auf dem Kopf stehende US-Flagge war als Banner angebracht war. Den Mittelfinger gab es gleich zu dem Song „Fuck Police Brutality“. Ansonsten flogen Fäuste, der Moshpit tobte und Circle Pit folgte auf Circle Pit, während ANTI-FLAG „All Of The Poison, All Of The Pain“, „This Is The End“, „Should I Stay Or Should I Go“ und „American Attraction“ gaben. Zwischendrin übte Chris das Mikrofonständer-fangen mit einem Bühnenhelfer. Der Gig endet damit, dass Drummer Pat Thetic und Chris im Publikum die letzten Akkorde spielten.

Nun waren die Hardcore-Urgesteine TERROR mit „Kill’Em Off“ und „Always The Hard Way“ am Start. Bei dem Auftritt ging zwar die Anzahl der Crowdsurfer zurück, aber das Treiben im Moshpit war unverändert und die Amerikaner lieferten eine geradlinige Hardcore-Punk-Show ab.

Positive Vibes und Beats fürs Tanzbein brachten SKINDRED mit ihrem Crossover auf die Bühne. Ihr Mischung aus Reggae und Nu Metal ließ die Party zu „Sound The Siren“, „Pressure“ und „Kill The Power“ steigen. Benji Webbe moderierte, animierte, pöbelte und unterhielt damit die Massen mehr als abwechslungsreich. „Nobody“ widmete er kurzerhand allen Anwesenden. Volle Mitmachaktion wurde zu dem Song „Warning“ von den Fans abverlangt.

Dann ging es auch schon mit LIFE OF AGONY weiter, die mit ihrem Alternative-Metal-Stil etwas aus dem Line-up fielen. Mina Caputo performte oft in ihrer eigenen Welt und die Fans der ersten Stunde feierten die Band. Es gab „River Runs Red“ und natürlich durfte „Weeds“ nicht fehlen.
Eine „cleane“ Show ohne Pyros oder fette Licht-Effekte lieferten im Anschluss BULLET FOR MY VALENTINE ab, und die Fans dankten es ihnen mit mitsingen und feiern. Einige Mädchen waren den Tränen nahe, während sich vereinzelt der ein oder andere Crowdsurfer seinen Weg nach vorne bahnte. BULLET FOR MY VALENTINE gaben u.a. mit „4 Words“, „Skin“, „The Last Fight“, „Scream Aim Fire“ oder „Tears Don’t Fall“ eine gute Mischung ihrer Schaffenszeit wieder.

Jetzt war Konfetti angesagt! Um genau zu sein ein Mega-Konfettieschlangen-Inferno für eine Mega-Metal-Breitseite. Konfetti, Feuer und Metal… das funktioniert bei HEAVEN SHALL BURN. Begleitet wurde das Spektakel mit einer fetten Lichtshow und ein Hit folgte dem nächsten. HSB eröffneten ihr Set mit „The Loss Of Fury“, und natürlich durfte „Voice Of The Voiceless“ nicht fehlen. Den Song „Passage Of The Crane“ widmete Marcus Meike mit den Worten: „ich liebe dich“ – weiter ging die Show, und der Pit tobte bis zur letzten Zugabe.

Wer wollte und konnte, der hatte im Anschluss die Möglichkeit, im Zelt mit TUXEDO die Nacht zum Tag werden zu lassen.

Samstag

Einige hatten vermutlich eine sehr kurze Nacht, und so fanden sich um 12 Uhr erst sehr wenige vor der Bühne ein, um gemeinsam mit den Gewinnern des Bandcontest OF COLOURS die zweite Runde einzuläuten. Frontfrau Anne und der Rest der Band lieferten ordentlich ab und hatten die Gehörgänge freigepustet. Hut ab und hoffentlich sieht und hört man noch mehr von der Truppe.

Im Anschluss gab es mit THE CHARM THE FURY erneute Frauenpower, aber auch hier trudelten erst so langsam mehr und mehr Leute ein, so dass erst BURY TOMORROW vor einer ansehnlichen Menge ihren Metalcore loslassen konnten. Daniel lobte die Deutschen, dass sie feiern könnten und schon früh wieder auf der Matte stünden und forderte gleich noch mehr Crowdsurfer ein. Zu „301“ legten die Anwesenden dann auch schon einen fetten Circle Pit hin, und im Anschluss wurde zu „Last Light“ Arm in Arm gefeiert, um sich dann gemeinsam zu „Sceptres“ in eine Wall of Death zu begeben.

Mittlerweile war das Gelände richtig ordentlich besucht, und auch die Bierbecher waren schon wieder gut gefüllt. Für das „Gefühl“ gab es nun Punk Rock von MASSENDEFEKT, die mit „Der Hoffnung entgegen“ begannen und zu dem neuen Song „Schwarz Weiss Negativ“ das Publikum zum Tanzen im Pit brachten. Trotz aller „Gefühle“ hatten MASSENDEFEKT die Besucher zum Ende fest im Griff und es wurde sich hingekniet, gemeinsam gesprungen und zu „Wellenreiter“ Oh- Chöre angestimmt.

Laut, selbstbewusst und mit frecher Schnauze war nun Deutschlands Meiste Band Der Welt an der Reihe. Mit Tarnanzug wirbelte Stumpen bei „Alter Mann“ über die Bühne, um kurzerhand die Hüllen bis auf den Intimschutz fallen zu lassen. Kurzerhand wurden auch die Fotografen auf die Bühne geholt. Bei „Ich bin der Boss“ sollte man sein Handy nicht aus der Hand geben, sonst würde es möglicherweise noch in der Arschritze von Stumpen verschwinden. KNORKATOR auf der Bühne bedeutet meistens Blödelalarm. Zu „Böse“ übernahm Tim Tom einen Gesangspart und zu „Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett“ sang das Publikum aus vollen Kehlen mit.

Mit „Wir werden alle sterben“ endete der Gig und nun gab es keinen Platz mehr für Blödelei, sondern es war Zeit für düsteren Deathcore von WHITECHAPEL mit dem am längsten gehalten Low-Growl von Phil. Hier wurde nicht lange gefackelt und geredet, sondern das Set den Fans um die Ohren gehauen. Obwohl sich die Reihen etwas gelichtet hatten, wurden die Anwesenden erbarmungslos von einem Circle Pit in den nächsten Moshpit getrieben.

Nicht dunkel und düster, aber nass ging es weiter, denn kurz vor dem Auftritt zu CALIBAN setzte der Regen ein. Sänger Andreas quittierte den Zustand kurz mit „Wir scheißen auf den Regen“ und los ging die Performance mit „Memorial“ und „Paralyzed“. Nach so viel Ignoranz ging der Regen auch schnell vorbei und so feierte man zu „Devil’s Night“ und „King“ weiter. Für so eine sympathische Mannschaft ruderte das Publikum auch nach Walhalla und sang lauthals zu „We are The Many“ mit.

Es folgte mit dem Song „Revolution“ gepflegter Punk Rock von BETONTOD, die ihr Set bei „Küss mich“ aufgrund eines Erste Hilfe-Einsatzes kurz unterbrechen mussten. Dann ging es mit „Keine Popsongs“ weiter. Sebastian von MASSENDEFEKT mischte bei „Bambule & Randale“ mit und auch vor der Bühne brach die Bambule aus, und es wurde lauthals mitgesungen.

Weiter ging es im Line-up mit Jamey Jasta, der letztes Jahr mit HATEBREED bereits auftrat, und dieses Jahr auf eigenen Wunsch mit seinem Soloprojekt JASTA erneut dabei sein wollte. Sein Angebot wurde zum Glück angenommen, und so gab es mit „Nothing They Say“ und „Parasitic“ fetten Hardcore und eine Band, die sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatte. So belegte JASTA zu Recht den späten Time Slot und es folgten u.a. noch die Songs „Screams From The Sanctuary“ und „Buried Alive“.

Musikalisch stand nun Metal von TRIVIUM auf dem Programm. Mit AMON AMARTH-Shirt und wilder Zungenakrobatik performte Matt „Down From The Sky“ und forderte zum Headbangen auf.
TRIVIUM lieferten sauber ab und es gab neben „Watch The World Burn“ und „Until The World Goes Cold“ den neuen Song „The Sin And The Sentence“. Auf Pyro verzichteten TRIVIUM gänzlich und in Sachen Lichtshow war die Band gut aufgestellt, hielt sich auch da aber eher zurück.

Zu dem Headliner AMON AMARTH wurde im Anschluss dann aber fett aufgefahren, so dominierte ein Wikingerhelm die Bühne und an Licht und Feuerfontänen wurde nicht gespart. Nach dem Intro mit opulenter Lichtshow gab es den Opener „The Pursuit Of Vikings“ und zu „The Way Of Vikings“ fegten kämpfende Wikinger über die Bühne. Es folgte „Destroyer Of The Universe“, und zu „Death In Fire“ kamen erneut Feuerfontänen ohne Unterlass zum Einsatz. Ihre Trinkhörner erhoben die Nordländer geschlossen zum Gruß, und die Fans erwiderten mit Pommesgabeln, da Trinkhörner auf dem Reload verboten waren. Abgerundet wurde der Auftritt zum Ende mit „Twilight Of The Thunder God“, bei dem jeder, wirklich jeder, mitsang.

Die Veranstalter und ihre ehrenamtlichen Helfer lieferten 2017 ein perfektes Festival ab und schöner hätte die Festivalsaison (für mich zumindest) nicht enden können.

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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