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SCORNED – REDCRAVING – MEDIATOR – BEAUTY IS THE END

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Ort: Berlin - K17

Datum: 19.08.2006

Die Fahrt zum K17 verlief diesmal sehr eigenartig. Nicht nur, dass jemand die „witzige“ Idee hatte, sich vor eine Straßenbahn zu werfen, um somit den ganzen Verkehr aufzuhalten, nein, es waren auch Massen an Fußballfans unterwegs… die nicht mehr ganz nüchtern waren. So verlief der Weg zum Club dementsprechend recht laut. Aber es sollte an diesem Abend ja auch laut werden. Perfekte Einstimmung also schon mal. Am K17 angekommen waren schon einige Gäste da, aber niemand wollte rein, obwohl der Einlass schon kurz nach 19 Uhr begonnen hatte. Gästeliste sollte es an diesem Abend nicht geben. Lustig, dass ich aber auf jener stehen sollte. Na ja, letztendlich durfte ich dann aber doch rein und dann hieß es „warten“. Das Konzert der 4 Berliner MetalcoreEmo-Punk-Screamo-Bands sollte diesmal im 4th Floor stattfinden, auf der 150er Bühne also. Sonst fanden Konzerte im K17 ja immer auf der 1000er Bühne in der separaten Halle statt, diese wäre aber „etwas“ zu groß gewesen.

Kurz nach 20.15 Uhr enterten dann BEAUTY IS THE END die Bühne und begannen mit ihrer Show. Zu der Zeit waren ungefähr 50 Leute zugegen. Der Sound war sehr gut und das Mikro des Sängers/ Shouters sehr gut eingepegelt. Merlin überraschte mich, ich habe selten jemanden erlebt, der so klein ist und so ein Mörderorgan hat. Er schrie sich die Seele aus dem Leib, was man von so einer Person eigentlich nicht gedacht hätte. Neben dem neuesten Song „A Dark One“, der laut Merlin nur bedingt ins Programm passte, wurde auch der erste Titel, der je geschrieben wurde, („Playing Pool with Heads instead of Balls“) präsentiert. Nicht nur dass sich die beiden Songs eindeutig von der Länge ihres Namens unterscheiden, man merkt auch die positive Entwicklung, welche die Band in dieser Zeit gemacht hat. Leider wurde der geplante Track „How to become a tuff Guy for Dummys“ nicht performt. Warum auch immer. Teilweise war die Band dann aber doch lauter als der Sänger, und es wurde vom Publikum der Wunsch geäußert, doch mal dagegen an zu steuern. Jener wurde dann auch erfüllt. Auf den Zwischenruf „Wir wollen ein Kind von dir“ antwortete Merlin lachend, dass es Kinder am Merchandise-Stand gäbe. Na wenn das nicht eine Marktlücke ist, die man schließen sollte… Während Anusch erstmal seine Gitarre nachstimmen musste, überbrückte die Band die Pause mit einem kleinen Zwischenspiel. Sehr gekonnt, würde ich sagen. Mittlerweile waren ungefähr 100 Leute anwesend und die Stimmung im Publikum war sehr gut. Leider hat alles einmal ein Ende und so endete der Auftritt von BITE 21 Uhr.

Nach einer kurzen Umbaupause war dann die zweite Truppe am Start: MEDIATOR. Beim kurzen Soundcheck spielte Dave auf seinem Bass dann „Happy Birthday“, später wurde auch klar warum: Die Band gibt es seit genau einem Jahr. Ihre Zeit war um 21.10 Uhr gekommen und sie legten sofort mit viel Power los. Die Stimmung im Publikum war von Anfang an grandios und es wurde gepogt und gebangt ohne Ende. Der Sound war sehr gut, nur manchmal zeigte das Mikro Schwächen, so dass man den Fronter nicht richtig hörte. Aber das waren nur Kleinigkeiten. Der 3. Song „Never To Forget“ klang am Anfang recht harmlos, so leicht balladesk, das änderte sich jedoch rasch. Er war letztendlich dann doch schnell und hart. „Liberty“ wurde zum ersten Mal live performt, was ohne Probleme gelang. Bei „Leave Me Alone“ wurde Benni (Vocals/ Guitar bei SCORNED) dazugeholt, was bei den Leuten hervorragend ankam. Man merkte, dass die Formation Spaß daran hat, was sie tut, demzufolge hatte Sänger KOH auch das Publikum fest im Griff. Das nächste Stück wurde mit den Worten angekündigt: „Der dauert nur 60 Sekunden, weshalb er auch „60 Seconds“ heißt. Und es waren 60 Sekunden… 60 sehr schnelle und sehr harte Sekunden. Danach beendeten MEDIATOR ihren Auftritt gegen 21.50 Uhr.

Der Auftritt der nächsten Band REDCRAVING wäre fast ins Wasser gefallen. Der Drummer hatte vor kurzem einen Unfall und die Band verfügt momentan über keinen Clean-Sänger (wer sich dazu berufen fühlt in einer Berliner Emo-Metalcore-Band zu singen, meldet sich bitte bei den Jungs – www.myspace.com/redcraving oder www.redcraving.com. Vom Stil her sollte der Gesang in die Emo-Richtung gehen und sich von der Musik abheben.). Letztendlich klappte doch alles, und auch wenn die Jungs ohne „richtigen“ Sänger (und nur mit einem Schreihals) etwas verloren wirkten, so legten sie doch einen sehr souveränen Auftritt hin. Nach MEDIATOR hatten ziemlich viele Leute den Raum verlassen, was wahrscheinlich daran lag, dass unter 16jährige das Konzert verlassen mussten. Nach und nach fanden sich wieder ein paar Leute mehr ein, standen aber in einem großen Bogen von der Bühne weg. Angst? Der Sound der Band war gut, nur war das Mikro von Keyboarder und Shouter Max schlecht eingepegelt. Er lebte die Songs zwar, man verstand ihn aber nicht. Auf Wunsch des Publikums wurde dann aber lauter gedreht. Auch wenn zuhächst niemand bangte, Anusch von BEAUTY IS THE END hatte seinen Spaß und sprang halbnackt durch die Gegend. Einige andere Besucher ließen sich dann auch davon anstecken. Neben „Well murdered, Mr. Hitchcock“ und “Oh My Gosh, I was so John Malkovich” wurde auch “Murder By Kiss” präsentiert. Letzterer zusammen mit Merlin von BITE. Dieser Song hatte deutlich mehr Power als die Lieder davor, jedoch waren die beiden Shouter im Vergleich zu den Instrumentalisten viel zu leise. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Leider war damit nach 30 Minuten auch der Auftritt der Jungs beendet.

Nach einer kurzen Pause war dann gegen 23 Uhr die Zeit für die letzte Combo an diesem Abend – SCORNED – gekommen. Zu Beginn war so ziemlich gar kein Publikum mehr da, jenes kehrte aber nach und nach zurück und sofort hatte die Band die Metaller in ihren Bann gezogen. Es wurde wieder gebangt und gepogt und getanzt. Shouter Benni kam perfekt rüber. Die Jungs lieferten eine sehr gute Show ab, wenn nicht sogar die beste an diesem Abend. Das Zusammenspiel der Musiker wusste ebenfalls zu gefallen, vor allem von Benni und Recep (Bass). Neben dem Opener „Run Away“ wurden auch „Kissed And Killed“ sowie „We Hate Love“ zum Besten gegeben. Die Band gab auf Wunsch der Zuschauer 2 Zugaben und der letzte, sehr powervolle Titel wurde zusammen mit Kott von MEDIATOR absolviert. „No Reason To Die“ beendete dann gegen 23.50 Uhr den Auftritt von SCORNED und somit auch die Metalcore-Invasion im K17.

Fazit: 215 schweißtreibende metallastige Minuten mit sehr gutem Line Up und durchweg guter Stimmung. Vielen Dank an alle für die gute Zusammenarbeit.

Setlist BEAUTY IS THE END
I Can’t Believe I Took The Whole Thing
Sinking Ship Of Zombies
Loveletters Need No Happy End
A Dark One
How To Become A Tough Guy For Dummys
Nothing But Impression
So Pretty Burnin’
Playing Pool With Heads Instead Of Balls
Dead Bees On Cornflakes

Setlist MEDIATOR
Between
Resolution
Never To Forget
Liberty
Bleeding Eyes
Leave Me Alone
Sacrificed
60 Seconds

Setlist REDCRAVING
Making Love In Times Of War
The Process
The Use-By-Date Sincerity
Well Murdered Mr. Hitchcock
Breaking Hearts Is A Corruptive Business Nowadays
Oh My Gosh, I Was So John Malkowich
Murder By Kiss

Setlist SCORNED
Run Away
Kissed And Killed
Nobody Else
Determined
Nowhere to run
We Hate Love

Plastic God
No Reason To Die

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