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SEABOUND – PRIDE AND FALL

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Ort: Heidelberg - Schwimmbad Musik Club

Datum: 15.09.2004

Schon beim Einlass gab es eine Überraschung. Statt der angekündigten 3’’ CD erhielt jeder Konzertbesucher eine 5’’ CD mit je 2 unveröffentlichten Tracks der Künstler, die vor und nach den Konzerten nicht mehr erhältlich sein wird und somit auch streng limitiert ist. Es ward also ein weiterer Anreiz gefunden, auf diese Veranstaltung zu gehen.

Gegen 22 30 Uhr eröffneten PRIDE AND FALL den Konzertabend. Zu hören gab es Titel ihres Albums „Nephesh“ sowie ganz neue Stücke. Vor einem Publikum von ca. 80 Leuten performten die drei u.a. „Paragon“, „Omniscient“ und „December“, wobei sich gerade letzteres besonderer Beliebtheit erfreute. So gab es auch die Möglichkeit für textsichere Fans Teile des Refrains mitzusingen, wenn Sigve das Mikrophon in die Menge hielt. Aufgrund der doch recht kleinen Größe des Publikums wie der Location herrschte im Club eine ganz besondere Atmosphäre, die den einzelnen Tracks eine besondere Note verlieh. Zu Beginn des Konzertes waren die Reaktionen noch etwas verhalten und nur wenige tanzten auf der dafür vorgesehenen Fläche, doch mit Dauer der Performance gelang es den Skandinaviern deutlich sichtbar das Publikum zu begeistern. Aber auch auf der Bühne schien man immer Spaß an der Darbietung zu finden. Die Stimmung wurde immer besser und auch der Applaus dauerte zunehmend länger. So verlangte man am Ende gar noch eine Zugabe, welche auch sehr gerne gespielt wurde. Für diese Reaktionen wurden die Konzertbesucher mit einem weiteren neuen Song belohnt. Nach der herzlichen Verabschiedung durch die Fans war man nun bestens auf den bevorstehenden Act der Labelkollegen SEABOUND vorbereitet.

Während der ca. 30 minütigen Umbaupause füllte sich der Raum noch ein wenig mehr, was der Stimmung nur zuträglich sein konnte. Die Nebelmaschine wurde noch einmal getestet und das Licht gedimmt. Es konnte also losgehen – da ertönten auch schon die ersten Takte aus den Boxen.

Zu Beginn entschuldigte sich Sänger Frank für eventuell auftretende Technikprobleme (die sich jedoch im Rahmen hielten). Und dann schon wieder eine Überraschung: Die Bielefelder hatten sich Verstärkung mit auf die Bühne geholt. Drummer Daniel unterstützte die beiden zum ersten Mal bei einer Tour und wurde herzlich von den Fans begrüßt. Nach dieser Ansage ging es dann mit Songs ihres aktuellen Albums „Beyond Flatline“ weiter. Gespielt wurden hier u.a. „Souldiver“, „Go International“ und „Watching over you“, wobei letzteres mit folgender Einleitung von Frank bedacht wurde: „Für Jemanden, der hier heute Abend da ist – ein Liebeslied von SEABOUND…“. Klar, dass der Song danach besonderen Anklang fand. Ebenso gaben die 3 auch ältere Tracks zum besten von der gerade wieder aufgelegten „No Sleep Demon“. Dies waren u.a. „Smoke“, das energiegeladene „Exercise“ sowie noch ein weiteres „sanftes“ Lied. Spätestens bei „Exercise“ tanzte der Großteil der Anwesenden mit. Überhaupt wurde die Stimmung immer besser, was sich wiederum auf die Musiker übertrug. Man hatte stetig das Gefühl, als wolle man Menschen wie Stimmung noch weiter anheizen. Der Sänger tat sein Übriges durch kleine Performance-Einlagen und passende Kommentare. Aber auch Martin und Daniel gaben 100 Prozent, deswegen war es auch nicht verwunderlich, dass so mancher ins Schwitzen geriet. Den vorläufigen Abschluss sollte dann „Poisonous Friend“ bilden.

Doch das Publikum verlangte natürlich nach einer Zugabe. Und bei einer konnte es natürlich auch nicht bleiben. So bedankte sich die Band bei der zweiten noch einmal herzlich bei ihren Fans und präsentierte ein paar ältere Stücke. Auch die grünen Laser wurden noch einmal gewinnbringend eingesetzt. Ergebnis: Ein Gefühl, als schwebe man in einer anderen Welt, wenn ich es so poetisch beschreiben darf. Das Licht schien wie für SEABOUNDs Musik gemacht und eine Symbiose besonders mit den ruhigen Titeln einzugehen. Den endgültigen Abschluss eines wunderbaren Abends läutete das vielumjubelte „Torn“ ein. Nach einem „Vielen, vielen, vielen (…) lieben Dank, Heidelberg“ verließen die Ostwestfalen zum letzten Mal die Bühne.

Es war ein wahrlich sehr schönes Konzert und für einige Zuschauer die erste aber gewiss nicht letzte Begegnung mit SEABOUND. In einem kurzen Gespräch mit den Jungs merkte man deutlich, dass sie nicht mit derart großer Anerkennung gerechnet hatten und ihre Freude war dementsprechend groß. Prädikat: „Immer wieder gern…“

Copyright Fotos: Jeanine „Drachenblut“ Thiele

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