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SELIG

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Ort: Bielefeld - Ringlokschuppen

Datum: 08.12.2010

Etwas mehr als ein Jahr nach ihrem letzten Besuch in Bielefeld hatten sich die Mannen von SELIG erneut in die Stadt, die es eigentlich gar nicht gibt, verirrt. Mit im Gepäck den neuesten Output “Von Ewigkeit zu Ewigkeit”. Doch vor das Vergnügen hatte der liebe Gott zunächst ausufernden Schneefall und glatte Straßen gestellt. So ging eben alles etwas langsamer voran, aber dennoch kamen wir pünktlich am Ziel an und mit uns eine zunächst recht überschaubare Zuschauerschar, die aber bis zu Konzertbeginn noch anwachsen sollte.

Mit gut 15 Minuten Verspätung ging es dann um 20.45 Uhr in der gut gefüllten kleinen Halle des Ringlokschuppens los. Zu “5000 Meilen”, zugleich auch der Opener des neuen Albums, enterten Christian Neander, Lenard Schmidthals, Malte Neumann, Stephan Eggert und natürlich Jan Plewka aka SELIG die Bühne. Auf eine Vorband hatte man auch dieses Mal wieder verzichtet aber dafür gute 2 Stunden Spielzeit im Gepäck. Hauptaugenmerk lag dabei natürlich auf der “Von Ewigkeit zu Ewigkeit”-VÖ, von der auch gleich das nächste Stück “Freier Fall” stammte. Die Band gab sich an diesem Tag ausgesprochen spielfreudig und auch Jan Plewka war bester Laune. So poste er für die Fotografen und gab auch sonst wirklich alles. Weiter ging es mit “Lass sie reden” und “Schau Schau” vom Vorgänger “Und endlich unendlich”. Das Publikum war von Anfang an begeistert und zeigte dies immer wieder mit gefälligem Applaus. Zum folgenden “Lass mich rein”, welches recht episch in die Länge gezogen wurde, begab sich Jan dann in die Zuschauermenge und dürfte damit den ein oder anderen Fan reichlich glücklich gemacht haben. Mit “Ich dachte schon” widmete man sich dann kurz wieder der “Und endlich unendlich” Scheibe, bevor die aktuelle Single und gleichzeitig auch Titel des Albums, angestimmt wurde. Zu “Die Besten” gab es dann die üblichen Geschlechtergetrennten Mitsingspielchen und den einen oder anderen Animations-Spruch von Herrn Plewka. Weiter ging es mit dem gefälligen “Doppelgänger”, bevor man sich mit “High” etwas weiter zurück in der Bandhistorie bewegte. Im Vergleich zur letztjährigen Setlist waren an diesem Abend nicht allzu viele der älteren Songs vertreten. Dafür wurde mit “Bruderlos” wieder ein Stück ins Repertoire aufgenommen, welches man schon länger nicht mehr live gespielt hatte. Und damit ging es auch schon wieder dem Ende zu. Den Abschluss bildeten “Du siehst gut aus” und “Hey Ho”, bei dem noch mal die Zuschauer ihre Gesangsqualitäten unter Beweis stellen durften. Das alles unter Verwendung von 5 Lichtprojektionen, welche immer wieder für interessante Hintergründe sorgten. Unter tosendem Applaus und den ersten Zugaberufen verabschiedete man sich zunächst, um nach kurzer Zeit (oder einer halben Zigarettenlänge von “Stoppel” Eggert) erneut die Bühne zu entern und noch das emotionale “Sie hat geschrien” und “Wir werden uns wiedersehen” zu intonieren. Bei letzterem wurde dann auch gleich der SELIGe Tourmanager verabschiedet bzw. sein Geburtstag gefeiert. Erneut gab es eine kleine Pause samt Abgang von der Bühne, aber natürlich fehlte da noch DAS Lied und so gab es dann zum endgültigen Schluss noch “Wenn ich wollte” und das Lied was sie schon Tausend Jahre spielen und auch noch in Tausend Jahren spielen werden (O-Ton Jan) auf die Ohren. Natürlich ist hier “Ohne dich” gemeint. Und damit verabschiedeten wir uns dann auch und machten uns auf den (rutschigen) Heimweg.

SELIG waren bester Laune und haben wirklich ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis abgeliefert, welches sicher zum Teil auch Jans Ausstrahlung und seiner Reibeisenstimme zuzuschreiben ist. Außerdem waren die Ostwestfalen ausnahmsweise mal nicht ganz so steif und so konnten wir ein entspanntes und launiges Konzert erleben. In dieser Form dürfen SELIG noch lange weitermusizieren, dann sind wir es auch…

Setlist SELIG
5000 Meilen
Freier Fall
Lass sie reden
Schau Schau
Lass mich rein
Ich dachte schon
Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Die Besten
Doppelgänger
High
Wirklich gute Zeit
Dramaqueen
Tausend Türen
Bruderlos
Du siehst gut aus
Hey Ho

Sie hat geschrien
Wir werden uns wiedersehen

Wenn ich wollte
Ohne Dich

Copyright Fotos: Karsten Thurau

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