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SHELTER – EVERGREEN TERRACE – MACHINEMADE GOD – THE GETAWAY DRIVERS

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Ort: Bielefeld - Falkendom

Datum: 07.07.2006

THE GETAWAY DRIVERS aus Bielefeld hatten für ihr CD Release Konzert eigentlich den großen Wurf gelandet, spielten sie doch in heimischen Gefilden als Opener für SHELTER, EVERGREEN TERRACE und MACHINEMADE GOD. Leider war der Sound teilweise so übersteuert, dass man vor der Bühne nur ein Rauschen zu hören bekam. Nach und nach wurde das allerdings besser. Die sechs Jungs aus dem Bielefelder Umfeld konnten mit ihrer EmoCore Rock Mischung zwar die Leute nicht in Bewegung bringen (dafür war es zu warm), aber einen sehr guten Eindruck hinterließen sie auf jeden Fall.
(Fester)

Als die Jungs von MACHINEMADE GOD sich an den Soundcheck machten, konnte man gar nicht glauben, wie jung sie eigentlich sind. Und dann schon bei Metal Blade unter Vertrag und eine so fette Scheibe wie die “The Infinity Complex” draußen? Aber schon beim Opener “Teeth vs Curb” wurde schnell klar, das Ganze ist verdient und darum noch erstaunlicher. Trotz unmenschlicher Hitze, Drummer Max litt sichtlich (aber nicht hörbar) bei jedem Blastpart, legten sich die Jungs um Shouter Flow ins Zeug. Lead Gitarrist Sky mutierte zum Oberposer und stand Bandspassvögeln wie Ken Susi (UNEARTH) oder Adam Dutkiewicz (KILLSWITCH ENGAGE) in nix nach. Da wurde alles gezeigt, von auf den Knien rutschen bis zum hinter dem Kopf spielen. Auch die komplette Bühne inklusive Absperrgitter und Nebenräumen wurde, Senderanlage sei Dank, gerockt. Es war genügend Zeit, um alle Highlights der neuen Scheibe abzugreifen, darunter auch mein Favorit “Downpour of Emptiness”. Und da Bielefeld wieder einmal sehr zurückhaltend einer Band gegenüber war, die nicht jeder kennt, mussten Bewegung und Spaß halt AUF der Bühne stattfinden. Neben Basserwechsel und Kumpel Benny als Gastshouter gab es noch diverse “mit-Wasser-anspuck-Spiele”. Erstaunlich und von spielerischem Können zeugend waren die Songs aber alle sehr sauber und fehlerfrei. Keine Sorge, nächstes Jahr kennt man euch dann auch in OWL…
(chris)

Es fällt einem wie auch schon beim Vainstream schwer, etwas über eine Band zuschreiben, die man 1-2 Wochen vorher auf einem riesigen Festival gesehen hat. Das ist nun auch bei EVERGREEN TERRACE der Fall. Unglaublich, dass nur 2 Wochen nach dem Pressure der Falkendom förmlich aus allen Nähten platzte, als die Jungs die Bühne rockten. Aber sonst halt alles beim Alten: Gitarrist Joshua James und Basser Jason Southwell haben von der Australien Tour mit PARKWAY DRIVE wohl Känguru Boots mitgebracht und hüpfen wieder wie die Gummibärenbande über die kleine Bühne. Frontschönling Andrew Carey schafft es trotz Null Platz und Null Sauerstoff Moshpit und Circle Pit zuformen. Und Craig Chaney bekommt es wie immer hin, keinen Ton daneben zu liegen, weder gesanglich noch an der Gitarre. Für die Ohren gab es wieder das Beste von der aktuellen Scheibe “Sincerity is an easy Disguise in this Business” und das “Mad World Cover” ging raus an MACHINEMADE GOD Gitarrist Sky. Ich meine, es wurde sogar ein neuer Song gespielt, den ich mit einem halben Ohr gehört habe, als ich versuchte, den Türrahmen, gegen den ich gedrückt wurde, aus meinem Rückenfleisch zu ziehen…
(chris)

10 Jahre ist es jetzt her, dass ich SHELTER zum ersten Mal live erleben durfte. Damals füllten sie locker das Herforder Kick. Das Konzert in Münster gestern wurde von „unglaublichen“ 30 Zuschauern besucht. Wären EVERGREEN TERRACE nicht Vorband gewesen, wäre es in Bielefeld wohl genauso gelaufen. SHELTER, oder besser Ray Cappo, haben es einfach verpasst aufzuhören. Auch wenn es hart klingt, aber ich habe es so empfunden. Von der SHELTER-Besetzung, wie ich sie kannte, war nur noch Ray übrig.

Da ich vom Veranstalter vor dem Konzert hörte, dass SHELTER keine Krishna Band (mehr) wären, war ich doch ziemlich überrascht, dass das Konzert mit einem Gebet von Ray anfing. Hatte sich also doch nicht geändert. Die nächste Stunde wurde mit einer guten Mischung aus Klassikern wie “Here we go”, “Civilized man”, “No more” (YOUTH OF TODAY)… und Stücken der neuen CD „Eternal“ versucht, dem Publikum eine fette Show zu bieten. Die alten Songs kamen ziemlich gut an, jedenfalls war dann wesentlich mehr Bewegung im Publikum als bei den neueren Sachen, die irgendwie dünn wirkten. Insgesamt war auch Ray Cappo nicht so energetisch wie noch vor Jahren. Viel von seiner Stimmgewalt ist verloren gegangen, genau wie die artistischen Einlagen auf der Bühne. War Ray früher ein Rad schlagender, ins Publikum springender Wirbelwind, stand er mittlerweile fast steif auf der Bühne, erzählte von seiner Frau und seinen Kindern, wie gut sein Leben geworden sei… Nichtsdestotrotz habe ich mich gefreut, eine Band meiner Teenager Zeit wieder gesehen zu haben.
(Fester)

Copyright Fotos: Burkhard Müller

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