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TANZWUT

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Ort: Osnabrück - N8

Datum: 15.04.2005

Freitag, der 15.4.2005: Den ganzen Tag über schien in Osnabrück die Sonne, um 17 Uhr verdunkelte sich jedoch der Himmel und es schüttete, was das Zeug hielt. Ein schlechtes Zeichen? Nein, wie sich ziemlich schnell herausstellte. Nichts wie ab ins Auto und ins N8, wo die 7 Jungs von TANZWUT an diesem Abend das Publikum erfreuen sollten. Im ehemaligen Works war schon reger Betrieb, wie das vor Konzerten halt so üblich ist. Dennoch konnte ich Teufel und Castus aufspüren, um ein sehr nettes Interview zu führen, zu dem sich dann zwischenzeitlich auch Patrick und Wim hinzugesellten (siehe entsprechende Rubrik). Die 4 waren gut gelaunt und nicht nur bereit, meine Fragen zu beantworten, sondern auch den ein oder anderen harmlosen (oder auch manchmal nicht so harmlosen) Scherz zu machen.

Nach Interview und Soundcheck (der ebenfalls ziemlich amüsant ablief) folgte der Einlass, und in kurzer Zeit füllte sich der große Konzertraum des N8 mit vielen Fans in freudiger Erwartung. Auf der Leinwand, die während der Wartezeit vor der Bühne heruntergelassen worden war, lief der Herr der Ringe und im Hintergrund legte DJ Kalle (der Mensch, der auch nach dem Konzert auflegen sollte) schon einmal ein wenig Musik zur Einstimmung auf. Gemeinsames “Blut, Blut, Räuber saufen Blut..” – Gesinge sorgte dafür, dass die Laune nicht abflachte. Da es leider keine Vorband gab, musste das ungeduldige Publikum volle 2 Stunden warten, was für leichten Unmut sorgte. Als es dann aber um kurz nach 21 Uhr losging, die Intro-Musik eingespielt wurde und die TANZWÜTLER die eher kleine Bühne betraten, fing das Gekreische (auf der Frauenseite) und das Gegröle (eher auf der Männerseite) an. Die Musiker nahmen ihre Positionen auf der Bühne ein – Hatz links am Keydrum, Norri am Schlagzeug rechts, Castus und Koll.A hinten in der Mitte, Patrick und Wim vorne rechts und links und Teufel in der Mitte.

Nach dem Intro legten sie gleich richtig los – mit “Wieder da”. Das Publikum war von Anfang an nicht zu halten, es wurde getanzt, gewippt, geklatscht, gesprungen, geschrieen, mitgesungen – kurzum alles, was man sich auf einem Konzert wünschen kann. Teufel begrüßte die Osnabrücker, und weiter ging es mit dem “Motto” des Abends: “Ihr wolltet Spaß”. Den konnte das Publikum von TANZWUT haben, denn Teufel und die Jungs an den Instrumenten gaben alles – und das volle zwei Stunden lang. Zwar gab es keine speziellen neuen Einlagen seit der letzten Tour – aber auch ohne Erweiterungen des Programms konnten die Berliner das Publikum das ganze Konzert lang zum Rasen bringen. Unterstützt wurde die Action auf der Bühne durch stimmungsvolle Lichteffekte. Zeitweise war die Bühne ganz in rot getaucht, in türkis oder von hinten mit hellen Lichtblitzen überflutet. Bei einigen Liedern kamen die E-Gitarren in Acryl zum Einsatz, welche je nach Lied in verschiedenen Farben beleuchtet waren. Castus und Koll.A, meistens eher im Hintergrund am Dudelsack, drehten sich zur Musik – besonders zur Freude des weiblichen Publikums, da Castus´ Kleidung den Blicken der Fans dabei das eine oder andere Mal seinen Allerwertesten preisgab. Wie immer spielten die Musiker von TANZWUT mit dem Publikum – nicht nur Teufel, der die Menge bei allen Liedern mit einbezog (wie bei “Gigolo”, wo er besonders die Damen in den ersten Reihen “ansprach”), sondern auch den anderen Mitglieder von TANZWUT gelang der Flirt mit dem Publikum, und jedes Mal, wenn Castus und Koll.A nach vorne kamen, um die Duselsackeinlagen zu spielen, gab es stürmischen Zusatzapplaus. Die üblichen Accessoires wie die Hüte mit Laserauge oder das Grammophon fehlten auch nicht. Man könnte denken, das Publikum fände sie vielleicht inzwischen zu TANZWUT-gewöhnlich – nein, das tun sie definitiv nicht. Das Applaudieren, Mitklatschen, Mithüpfen, Mitsingen fand kein Ende.
Im “Bannkreis” befand sich das Auditorium von der ersten Konzertminute an, und auch an der “Exstase” fehlte es nicht. Das Publikum bebte beim Galeerenlied noch mehr, was vor allem an den Effekten der riesigen Trommeln lag, die Hatz und Norri schlugen und welche die Schwingungen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Anwesenden übertrugen.

Nach 22 Liedern verließen TANZWUT die Bühne, was natürlich zu lauten „Zugabe”-Rufen führte. Davon bekam das Publikum auch zwei, am Ende spielten TANZWUT auf ihren beleuchtbaren Trumscheiten und bildeten am Ende des Liedes die Formation des Titelbildes der Live-DVD und -CD. Das Licht ging aus, die Show war zu Ende – und das Publikum ging größtenteils noch nicht nach Hause, denn es fand eine mittelalterliche Party im Anschluss an das Konzert statt (die „Tafelrunde“). Die Musiker mischten sich unter die Gäste, so konnte der ein oder andere Konzertbesucher noch ein Autogramm erhaschen oder einfach eine Runde mit einem der Jungs reden, was bei dem einen oder anderen weiblichen Fan zu Aufregungsschüben führte (“Hast du mal einen Stift, ich brauch unbedingt ganz schnell einen Stift, guck mal, da vorne steht einer von denen …”).

Ein insgesamt sehr gelungener Konzertabend, an dem auch nach dem Konzert noch viel gelacht, getanzt und geredet wurde.

Setlist TANZWUT
Intro
Wieder da
Ihr wolltet Spass
Labyrinth
Merseburger Zaubersprüche (Auferstehung)
Meer
Lügner
Der Traum
Niemals ohne dich
Fatue
Die Balz
Bannkreis (Komm Her)
Die Drohne
Der Wächter
Was soll der Teufel im Paradies
Erdbeerrot
Bitte, bitte
Gnade
Dämmerung
Königreich
Nein nein
Caupona

Extase
Gigolo
Götterfunken

Trummscheid

Bretonischer Tanz (Schicksal)

Copyright Fotos: Ludger Walhorn

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