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THE VISION BLEAK – HELRUNAR – THE DARK DECADE – ANCIENT EXISTENCE

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Ort: Paderborn - Kulturwerkstatt

Datum: 21.04.2006

An diesem Freitagabend stand erneut eine feine Veranstaltung in der Kulte an. THE VISION BLEAK hatten zum heidnischen Horror geladen, und eine ganze Menge Leute kamen, um ihrem einzigartigen Sound zu huldigen. Am Ende sollten es über 200 sein.

Recht pünktlich ging es aber erstmal mit den Hannoveraner Death Metallern ANCIENT EXISTENCE los, die allerdings mit ihrem stumpfen Sound nicht wirklich begeistern konnten an diesem Abend. Mit Sicherheit war dafür heute auch das falsche Publikum versammelt, in einem reinen Death Metal-Package könnten sie bestimmt mehr reißen. Somit gab es auch nicht mehr als Höflichkeitsapplaus von den noch spärlich Anwesenden. Zudem vertrieb etliche Leute der viel zu laute Ballersound, der im vorderen Bereich des Saals kaum zu ertragen war, selbst für den eigentlich lärmresistenten Schreiberling!

Die lokalen THE DARK DECADE (ehemals SPIRIT CORPSE) kamen dann auch nicht viel besser zu Potte, denn auch ihr Dark/ Gothik-Metal-Soundgebräu mit äußerst „Darkem“ Sänger konnte nicht wirklich begeistern. Dafür, dass die Herren schon etliche Jahre am Start sind, klang vieles doch zu holprig und altbacken. Zudem war auch hier der Sound fast unerträglich, so dass Feinheiten mal gleich nahezu komplett untergingen. Auch hier ging nicht viel mehr wie Höflichkeitsapplaus der etwa 50 anwesenden Nasen. Aber um sich ein Urteil über die beiden Bands erlauben zu können, müsste man sich mal deren Studiowerke anhören!

Dass ein Großteil (wenn nicht gar die Mehrheit) der Besucher wegen den folgenden Münsteraner Black Metallern HELRUNAR angereist war, zeigte sich, als während ihres Intros die Massen in die Halle drängten und sie ziemlich gut ausfüllten! Der blackmetallische Mob ging auch gleich ab dem ersten Track „Birke im Moor“ voll mit (bei dem Titel kein Wunder, Anm. der Red.), doch auch hier litt die energetische Performance unter dem extrem lauten Sound und den zu vielen Höhen, was ja gerade bei der blackigen Raserei zu einem Soundbrei erster Kategorie führt! Die etwas ruhigeren Pagan/ Viking-Parts in den präsentierten Songs waren denn auch immer Balsam für die Lauscher. Es wurde natürlich hauptsächlich Material von der aktuellen Scheibe „Frostnacht“ runtergeholzt, die ja für alle oldschool-Blackmetaller ein wahres Freudenfest ist. Trotz des miesen Sounds räumten HELRUNAR vollends ab und zeigten, dass es im angeblich toten Black Metal doch noch erfrischende neue Bands gibt!

Auch bei THE VISION BLEAK war die Hütte gut voll und sogar der Sound wurde ab dem 3./ 4.Song erträglicher, ja fast sogar gut. Was auch immer sich der Herr an den Knöpfen dabei gedacht hat… wenn sogar der Meister der PA-stellenden Firma mit den Schultern zuckt… Leider fand sich in der Bühnendeko nichts von der düsteren Kunst der Promoartworks wieder. Das wäre doch ein optisches Schmankerl gewesen! Das Motto war also „Let the Music do the Talking“, und so ging es exakte 75 Minuten durch den einzigartigen theatralischen Death Metal der Herren Schwadorf und Co. Dabei wurde fast das gesamte „Carpathia“-Werk runtergezaubert. Leider wurde einer ihrer stärksten Tracks, „Sister Najade“ die Quasi-Sisters-Hommage, nicht gezockt. Dafür gab es aber Horror-Kraftfutter der Sorte „Secrecies in Darkness“, „Carpathia“ oder das famose „The Charm is Done“, bei denen Fronter Konstanz den Untertitel der Scheibe („A Dramatic Poem“) mit seiner Performance ein ums andere Mal unterstrich. Zwar am Mikroständer verwurzelt und mit so gut wie keinen Ansagen gesegnet, dafür aber mit einer Präsenz, die alles andere wettmacht. Die Meute frisst ihm auch so aus der Hand, und das Songmaterial steht für sich! Als finaler Song wurde noch das viel umjubelte „Deathship Symphony“ vom Debüt gespielt und danach verschwand man ohne Kommentar von der Bühne! Das ist halt ihre Art und es gab auch niemanden, der sich darüber beschwerte.

THE VISION BLEAK haben sich schon mit dem Erstlingswerk eine eigene Nische geschaffen, welche sie mit „Carpathia“ nur weiter zementiert haben. Mit solch einzigartiger Musik kann man natürlich nur auf Prophecy veröffentlichen, die auch an diesem Abend wieder positiv durch die Verteilung kostenloser Labelpromosampler an ihrem Stand auffielen! Abgesehen vom diesmal etwas miesen Sound (aber dafür kann die Metal-Inferno-Crew ja nu nix!) wieder eine rundum gelungene Veranstaltung!

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