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UMBRA ET IMAGO – KATANGA

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Ort: Berlin - K17

Datum: 29.04.2005

Anfang des Jahres hatten UMBRA ET IMAGO bereits 5 Konzerte im Rahmen ihrer Motus Animi Tour gegeben und eigentlich angekündigt, dass sich die Band danach für einige Zeit zurückziehen werde, um sich anderen Projekten zu widmen. Umso überraschender war dann die Meldung der 2 Zusatztermine für Berlin und Karlsruhe. Also was lag näher für uns, als dem Konzert am 29.04.2005 im K17 beizuwohnen. Da wir wieder mal keine Planung hatten, wie groß der Ansturm sein würde, machten wir uns schon recht zeitig auf den Weg, schließlich wollten wir wieder einen Platz direkt an der Bühne ergattern. Gegen 19:30 Uhr waren wir dann auch schon am K17 und zur Abwechslung waren wir nicht die ersten. Wir gesellten uns also zu den Wartenden und pünktlich um 20:00 Uhr wurde auch schon der Einlass eingeläutet. Dummerweise entschieden wir uns für den linken Bühnenrand, bei dem der Blick auf das Geschehen etwas eingeschränkt war. Das stellten wir allerdings erst fest, als es zum Umstellen schon zu spät war.

Um 21:00 Uhr schallten dann die ersten düsteren Klänge durchs K17 und die sechsköpfige Formation KATANGA fand sich vor der noch recht übersichtlichen Menge ein. Das Intro bot dann auch gleich einen guten Rhythmus, der direkt zum Kopfwackeln animierte und auf einen guten Support hoffen ließ. Das darauf folgende Set von ca. 45 min überzeugte schließlich mit einem krachendem Schlagzeug, elektronischen Sequenzen und gut abgestimmten Gitarrenriffs. Dazu reihte sich der gefühlvolle aber kräftige Gesang von Mario ein, der Unterstützung durch weibliche höhere Töne einer Dame names Doreen fand. Der melodische Gothicrock kam bei den Berlinern auf jeden Fall ganz gut an und so wurde KATANGA mit einer ordentlichen Portion Beifall bedacht.

Zur Überbrückung der Zeit hatte man dann ab 22:00 Uhr die Möglichkeit sich mit einer Feuershow von SEELENFUNKEN abzulenken. Da sich das Ganze jedoch vor den Toren des K17 abspielte und wir unsere Plätze nicht aufgeben wollten, harrten wir weiterhin drinnen der Dinge und verzichteten auf dieses Spektakel.

Um 22:30 Uhr ging es dann auch schon mit dem heiß erwarteten Hauptact weiter. UMBRA ET IMAGO präsentierten sich wie üblich auf der Bühne: Sso verschwand Migge hinter seinem Schlagzeug, Lutz positionierte sich links, Sören rechts und Mozart selbst natürlich mittendrin. Nanne und Miri rundeten das Ganze zunächst ab, indem sie mit großen Kerzen feierlich auf die Bühne schritten. Der Auftakt mit „Märchenlied“ gestaltete sich entsprechend dem Songtext etwas gefühlvoller und gab der Menge Zeit, sich auf das Kommende einzustellen. Mit „Dunkler Energie“ forderte der Frontmann sein Publikum schon etwas mehr heraus und ließ sich ordentlich feiern. Wer UMBRA ET IMAGO schon einmal live erlebt hat weiß, dass sich während des Auftritts eine ganz eigene Faszination entwickelt, da Mozart nicht einfach sein Set runterspielt, sondern mit der Menge durch Gesten und Mimik kommuniziert. Zwischendurch hat er auch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und weiß zur richtigen Zeit die Zuhörer mit einem Augenzwinkern zum Schmunzeln zu bringen. Natürlich durfte auch eine Portion Erotik nicht fehlen und so gaben sich Nanne und Miri bei Songs wie „Sweet Gwendoline“ und „Schlag mich“ einer SM-Performance hin. Passend zur Thematik gab es Fesselaktionen und leichte Schläge auf die wohlgeformten Hinterteile. Mozart ließ es sich nicht nehmen, dabei mitzuwirken und seine beiden Gespielinnen tatkräftig bei den nicht jugendfreien Szenen zu unterstützen. Etwas gesitteter ging es dann mit Stücken wie „Sagt Nein“, „Money“, „Memento Mori“ oder „Stalker“ weiter. Bei diesen Songs wird deutlich, dass sich UMBRA ET IMAGO nicht nur auf der sexuellen Schiene bewegen, sondern durchaus auch ernsthaftere Themen anschneiden können. Interessant wurde es, als sich auch Lutz ans Mikro wagte und den Stücken „Lieber Gott“ und „Hörst Du mein Rufen“ die richtige Heppner-Dosierung verlieh. „Ein letztes Mal“ beendete schließlich den offiziellen Teil und die beiden Mädels zeigten noch einmal zärtlich, was sie zu bieten hatten.

Danach musste das Publikum nicht lange bitten und UMBRA ET IMAGO gaben bereitwillig die geforderten Zugaben. Mit „Mea Culpa“ ließen sie es noch einmal richtig krachen und Mozart begab sich zum obligatorischen Stage Diving in die jubelnde Menge. Danach gab es den Klassiker „Kleine Schwester“ zu hören und mit „Amadeus“ wurde schließlich nach 1 ½ h das Ende eingeläutet. Mozart hatte es mal wieder geschafft, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und ein gelungenes Konzert abgeliefert.

Copyright Fotos: Tiri

Weitere Berichte und Fotos auf: www.tiriberlin.de

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