Terrorverlag > Blog > HANNIBAL, UNHEILIG > UNHEILIG – HANNIBAL

Konzert Filter

UNHEILIG – HANNIBAL

070202-Unheilig-0.jpg

Ort: Athen - Underworld Club

Datum: 02.02.2007

Wir schreiben das Jahr 2007 und unser erstes Konzert führt uns direkt nach Griechenland! Nicht nur in Deutschland ist der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Grafen enorm gestiegen, nun rief auch der Underworld-Club in Athen nach dem UNHEILIGen Sänger und seinen Kollegen. Kurz nach Bekanntgabe dieses Konzerttermins war für uns klar: Den Grafen dort zu hören, lassen wir uns nicht entgehen. Die wahrscheinlich letzte Möglichkeit, denn durch die Arbeit am neuen Album wird er sich in den nächsten Monaten rar machen. Grund genug, sich innerhalb des Fanclubs abzusprechen und mit 15 gutgelaunten Leuten nach Athen zu reisen!

Gegen 19:30 Uhr kamen wir am Club an und wunderten uns schon, dass rund um den Laden noch keine Menschenseele zu sehen war. Kennen wir es doch aus der Heimat, dass sich schon einige Zeit vor dem offiziellen Einlass lange Schlangen bilden. Und doch: ein bekanntes Gesicht – Henning! Er bedeutete uns, dass wir doch schon reingehen sollten, was wir dann auch taten. Auch das ist eine völlig andere Handhabe als in Deutschland, wo sich die Security doch meistens mannshoch aufbaut und niemanden vorher durchrutschen lässt. Wir haben schon oft bei Minusgraden vergeblich auf Erbarmen von Seiten der Türsteher gehofft. Wir wurden jedoch nur kurz vom Security-Mann abgehalten, den Club zu betreten, aber nachdem man das Okay gegeben hatte, durften auch wir passieren. Der Rest unseres Fanclub-Ensembles war auch schon vor Ort und inmitten dieser lustigen Runde konnte man die gesamte Reisedelegation von UNHEILIG sehen.

Die Griechen HANNIBAL waren bei unserem Eintreffen noch dabei, ihren Soundcheck durchzuführen. Uns war diese Band noch nicht bekannt, aber wir waren gespannt, was die Herren so zu bieten haben. Vom Doorman hieß es, HANNIBAL gingen eher in Richtung Metal und uns taten schon beim Gedanken daran die Ohren weh. Auch der Soundcheck ließ eher gewaltsame Töne erwarten. Gegen 21:00 Uhr war es dann soweit. HANNIBALs Instrumente ließen die ersten Melodien erklingen und die anwesenden griechischen Fans säumten die Fläche rund um(!) die Bühne, die aufgrund ihrer geringen Größe eher einem Podium glich. Es wurde zwar nach jedem Song artig geklatscht, aber wirkliche Stimmung kam nicht auf. Dabei dachten wir immer, Südländer seien von Natur aus temperamentvoll. Aber im Großen und Ganzen bot der Support gute Musik. Das Ganze hatte zwar wenig mit Metal zu tun, aber die eher rockige Richtung gefiel uns auch deutlich besser. Einige Songs könnten sich sogar zu richtigen Ohrwürmern entpuppen und in Deutschland würden sie sicher guten Anklang finden. Nur teilweise hatte man das Gefühl, dass zu viele verschiedene Musikstile verwendet wurden. Der Knaller ihres Auftrittes war allerdings der letzte Titel. Wir hatten schon vorher durch Zufall auf der Setlist den letzten angekündigten Song „Du hust“ entdeckt und ein Mitreisender meinte noch, dass es sich dabei sicher um ein RAMMSTEIN-Cover handele. Und er sollte tatsächlich Recht behalten. „Du hast“ lockerte die Stimmung dann doch ungemein auf und wir ließen es uns nicht nehmen, lautstark mitzusingen.

Um 22:00 Uhr kam dann endlich der Moment, auf den die deutschen und natürlich auch die (leider viel zu wenigen) griechischen Fans gewartet hatten. Henning und Licky betraten die Bühne und das neu arrangierte Intro erklang in dem kleinen Raum des Underworld-Clubs. Mit lautem Jubel wurde der Graf von den anwesenden Fans empfangen und diese wurden auch sofort von seinem Auftritt mitgerissen. Als Opener war dieses Mal „Eva“ ausgewählt worden, welcher zwar ein etwas ruhigerer Titel ist, aber niemanden daran hinderte, mitzutanzen oder mitzusingen. UNHEILIG-Klassiker wie „Auf zum Mond“, „Sage ja“, „Herz aus Eis“, „Maschine“ und „Zauberer“ ließen dann auch die griechischen Fans nicht mehr stillstehen. Auch wenn sie mit Sicherheit nur einen sehr rudimentären deutschen Wort- und Sprachschatz haben, hinderte sie dies nicht daran, jedes der Lieder mitzusingen. Weitere Songs aus der gräflichen Zauberkiste wie „Helden“, „Phönix“ und „Mein König“ hatten es den Zuhörern angetan und die Stimmung in der kleinen Location stieg immer mehr. Der Beifall und die Zurufe erinnerten ganz bestimmt niemanden daran, dass der Club nicht mal zur Hälfte gefüllt war. Aufgrund der recht „privaten“ Atmosphäre hatte der Graf die Gelegenheit, jeden der Leute in den vorderen Reihen anzusingen oder mit in sein Mienen- und Gestenspiel einzubeziehen. Es folgten noch Tracks wie „Tanz mit dem Feuer“, „Freiheit“ und „Sieh in mein Gesicht“, bei denen die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte. Nach jedem einzelnen Lied wurde der Graf bejubelt und man ließ ihm kaum eine Verschnaufpause. Nicht nur, dass er „Ich will alles“ sang, er gab uns auch alles. Zu den Songs „Astronaut“ und „Mein Stern“ waren die Fans schon sehr gut vorbereitet und hatten, so wie der Graf es ihnen einst vorgemacht hatte, Wunderkerzen zur Hand und illuminierten den kleinen Raum. Nach fast 2 Stunden hatte dieser musikalische Genuss dann doch leider ein Ende. Aber wie man es nicht anders von ihm kennt, verwies er darauf, dass man in 20 bis 30 Minuten einen umgekleideten und geduschten Grafen treffen könne, der dann auch wie immer alle Foto- und Autogrammwünsche erfülle. Es verging nur eine kleine Weile und der Graf war wie versprochen wieder an Ort und Stelle, um allen Anwesenden mit ihren Wünschen gerecht zu werden. Wie gewohnt war er sehr geduldig und gab jedem sein Autogramm an die gewünschte Stelle und ließ sich etliche Male auf fotografieren. Das Ganze wirkte aufgrund der geringen Anzahl an Leuten und der recht kleinen Location so familiär, dass er sich für jeden ausreichend Zeit nehmen konnte. Nachdem die einheimischen Gäste versorgt waren, nahm sich der UNHEILIGe Musikus die Zeit, sich seinen deutschen Fans zu widmen. Mal setzte er sich zu den einzelnen Grüppchen, mal plauderte er mit den Leuten. Licky und Henning taten es ihm gleich und spielten „Bäumchen wechsle Dich“. So hatte jeder Anwesende das Vergnügen, sich mal ausgiebig mit allen zu unterhalten und auch noch das ein oder andere Foto zu machen.

Zusammenfassend kann man sagen – und wir glauben, jedem der Anwesenden aus dem Herzen zu sprechen, dass es ein absolut gelungener Abend war, der nichts zu wünschen übrig ließ. Wie immer haben der Graf und Band alles gegeben und wir haben versucht, das auch zu reflektieren.

Copyright Fotos: tiri

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu HANNIBAL auf terrorverlag.com

Mehr zu UNHEILIG auf terrorverlag.com