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UNHEILIG – STAUBKIND – NEW RAIN (DIES OBSCURES 2005)

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Ort: Halle - Theatrale

Datum: 09.07.2005

Am Samstag den 09.07.2005 hatte Halle ein ganz besonderes Schmankerl für uns Schwarzberockte am Start, denn das „Dies Obscures“ wurde ins Leben gerufen, und der Veranstalter hatte mit UNHEILIG und STAUBKIND gleich zwei besondere Künstler aus der Trickkiste gezaubert. Aber auch der noch eher unbekannten Band NEW RAIN wurde eine Chance gegeben, sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, dem Publikum vorzustellen. Der Einlass sollte gegen 19:00 Uhr beginnen, da wir jedoch das Glück hatten, uns vor Ort schon eher einfinden zu dürfen, konnten wir dem gelassen entgegen sehen und vorher noch entspannt das ein oder andere Gespräch führen. Das Öffnen der Pforten verzögerte sich dann auch noch etwas und als es schließlich losging, strömte doch eine beachtliche Anzahl Besucher ein. Die Theatrale füllte sich nach und nach immer mehr, so dass ein Durchkommen immer schwieriger wurde und die Treppe mit Wartenden übersät war. Wer sich nicht gerade einen direkten Platz an der Bühne sichern wollte, hatte jedoch noch Gelegenheit, sich im gemütlichen Cafe die Zeit zu vertreiben oder frische Luft im Innenhof zu schnappen. Trotzdem herrschte allem in allem eine lockere Atmosphäre, und jeder freute sich auf das Kommende.

Mit einiger Verspätung betraten gegen 20:40 Uhr die Jungs von NEW RAIN die Bühne und heizten der Menge mit düsteren brachialen Rockklängen ein. Sie selbst nennen ihren Musikstil ”Suicidal Art Rock” und man muss zugeben, dass manche Passagen schon sehr depressiv und beklemmend daherkamen. Neben den harten Gitarrenriffs und den scheppernden Drums bewegten sich jedoch auch durchaus harmonische, fast sphärische Klänge, die das Ganze hörbar abrundeten. Gesanglich wurden auch verschiedene Register gezogen, so schuf der Frontmann eingängige ruhige bis grunzende wütende Töne mit seiner Stimme. Bei einigen Songs bekam er dann auch noch weibliche Unterstützung, die jedoch etwas im Soundgewitter unterging. Bei der Menge kamen NEW RAIN ganz ordentlich an, wenn man dem durchaus akzeptablen Applaus nach dem ca. 60 minütigen Set Glauben schenken kann.

Nur kurze Zeit später ging es auch schon mit STAUBKIND weiter. Das Berliner Projekt konnte uns schon mehrfach begeistern, und auch dieses Mal sollten wir nicht enttäuscht werden. Louis überzeugte gesanglich mit seiner tiefen kehligen Stimme und zog die Menge durch seine sympathische Art in den Bann. Die rockigen Gitarren und das krachende Schlagzeug taten ihr Übriges, um die Musik zum Leben zu erwecken. Zu hören war das komplette Album „Traumfänger“ und es gab auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Veröffentlichung. Das I-Tüpfelchen erschien in Form von Ulli Goldmann, der Sängerin von SAY Y, die Louis mit ihrer klaren starken Stimme bei „Endlos“ und „Schlaflied“ unterstützte. STAUBKIND trafen mit ihren Songs auf jeden Fall ins Schwarze, denn das Publikum sang lautstark mit und stand keine Minute still. Nach einer guten Stunde musste dann auch schon das Ende eingeläutet werden, und der Auftritt fand mit dem SELIG-Cover „Ohne Dich“ einen fantastischen Abschluss.

Gegen 23:15 Uhr schallte schließlich das Intro von UNHEILIG durch die Theatrale und die Livemusiker Henning und Licky fanden sich an ihren Instrumenten ein. Mit den ersten Takten von „Zauberer“ gab sich der Graf die Ehre und wurde mit stürmischem Beifall empfangen. Dieser wollte auch nicht abebben, wurde sogar von Song zu Song intensiver. Die Leute im Saal feierten ihren Grafen und ließen sich von ihm durch düster-romantische Klänge begleiten. Der Graf faszinierte wie üblich mit energiegeladener Mimik und Gestik und bescherte sicher dem einen oder anderen mit seiner Ausstrahlung das pure Gänsehautfeeling. Trotz der zunehmenden Hitze gab der Graf alles und intonierte eingängig unter anderem seine Songs „Freiheit“, „Auf zum Mond“, „Schutzengel“, „Sage ja“ und „Maschine“. Zwischendrin gönnte er sich seine obligatorische Getränkepause und hatte mit dem Publikum, das nach Wasser bettelte, ein Einsehen und opferte kurzerhand seine Flasche. Später wurden durch ihn persönlich Erfrischungen in Form von Eiswürfeln verteilt, die der Veranstalter freundlicherweise organisierte. Das Ganze hatte natürlich einen großen Unterhaltungswert. Als das offizielle Set beendet war, ließ sich der Graf jedoch nicht lange bitten und gab bereitwillig die geforderten Zugaben. Nach 1 ½ Stunden endete mit dem emotionalen Stück „Himmelherz“ der unheilige Abend und man kann wie immer von einem großen Erfolg sprechen.

Copyright Fotos: tiri

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