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URIAH HEEP – THE NITS

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Ort: Bielefeld - Rudolf-Oetker-Halle

Datum: 30.11.2006

Was soll man noch groß Neues über eine Band berichten, die in nicht allzu ferner Zukunft ihr vierzigjähriges Bestehen feiern kann? Vielleicht, dass die aktuelle Besetzung seit ziemlich genau 20 Jahren zusammen spielt?! Oder dass es sich heute um eine Akustik-Show handelt! Wie fast zu erwarten, kann die Bielefelder Oetkerhalle an diesem Abend nicht gefüllt werden. Allerdings ist es voll genug, um gute Stimmung aufkommen zu lassen. Soviel darf schon vorweg genommen werden.

Als Vorgruppe steht das holländische Trio THE NITS auf dem Programm. Diese starten mit „Cars“, einer abwechslungsreichen melodischen Rock/ Pop-Nummer. Eine Videoleinwand im Breitwandformat liefert jeweils die passenden Film- und Bildeinstellungen. Bei Songs wie „Henry Moore“ beteiligen sich alle drei Bandmitglieder abwechselnd am Gesang, was die oft progressiv angehauchten Titel zusätzlich interessant macht. Beeindrucken kann auch das variable Spiel von Schlagzeuger Rob Kloet (natürlich besonders, wenn man einen Platz auf der rechten Seite des Saals hatte). Selbstverständlich dürfen die zwei bekanntesten Titel von THE NITS nicht fehlen: Die Ohrwürmer „Jealous Days“ (handelt von der Zeit des Sängers in einem Fußballteam) und „In The Dutch Mountains“. Diese 75 Minuten haben sowohl dem Publikum wie auch der Band sichtlich Spaß gemacht!

Nach der Umbauphase kommt die Zeit FÜR URIAH HEEP. Zunächst mutet es etwas ungewöhnlich an, die Bandmitglieder komplett sitzend auf der Bühne zu sehen. Die Setlist unterscheidet sich leicht von der eines „normalen“ Heep Konzerts. Schließlich funktioniert nicht jeder Titel als Akustik-Version, so dass heute der eine oder andere ruhigere Song mehr dargeboten wird. Klassiker wie „Wise Man“, „Come Back To Me“, „Firefly“, „The Wizard“ oder „Free Me“ (das vom Publikum stehend mitgesungen wird) sprechen für die hohe Qualität des Materials. Besonderes Gänsehautfeeling liefert „July Morning“, selbst in einer gekürzten Fassung. Neben der Musik gibt es insbesondere vom wie immer gut gelaunten Mick Box (Gitarrist und einzig anwesendes Gründungsmitglied) einige Anekdoten. Sei es vom Einsatz eines Heißwasserkessels am Songanfang oder die Geschichte von den drei Songs, die man beim Antesten einer Gitarre im Shop auf keinen Fall spielen sollte: „Smoke On The Water“, „Stairway To Heaven“ und „Lady In Black“! Heute Abend darf die „Lady In Black“ natürlich nicht fehlen und beschließt den Hauptteil des Konzerts. Im Zugabenteil gibt es das eher selten gespielte „The Dancer“ und als abschließenden Höhepunkt „Easy Livin’“.

Zwei äußerst sympathische, spielfreudige Bands haben die bekannt gute Akustik der Oetkerhalle genutzt und eine beeindruckende Show abgeliefert. Insgesamt ein herausragendes Konzerterlebnis, welches den anwesenden Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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