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VAINSTREAM ROCKFEST 2014

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Ort: Münster - Am Hawerkamp

Datum: 05.07.2014

Zum neunten Mal öffneten sich dieses Jahr die Tore zum VAINSTREAM ROCKFEST am Hawerkamp in Münster. Bereits wie im Jahr zuvor war das Festival bereits vor Beginn ausverkauft und so war es auch nicht verwunderlich, dass bereits zu den ersten Bands um 10 Uhr in der Früh der Platz vor den Bühnen gut gefüllt war. Das VAINSTREAM ROCKFEST bot auch diesem Jahr wieder zwei Bühnen, direkt nebeneinander platziert, auf denen abwechselnd musiziert wurde. Das Gelände wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr um ein Drittel erweitert, um so den Besuchermengen ausreichenden Platz zu gewähren. Die Besucherzahl blieb jedoch laut Angaben der Veranstalter dieselbe wie 2013. Zusätzlich wurde das Festivalgelände um „Chill-Out“-Bereiche und einem Biergarten bereichert. Kritik gab es von einigen Besuchern aufgrund der unbefriedigenden Parkplatzsituation.

Die Fans von ANNISOKAY, BURY TOMORROW, BLESSTHEFALL oder STICK TO YOUR GUNS waren auf jeden Fall trotz des vorangegangen Deutschland-Spiels zahlreich vertreten und ließen bei den ersten Bands des Festivals nicht den Eindruck von „Openern“ aufkommen. Zur Mittagsstunde gaben sich dann die Herren von OF MICE & MEN die Ehre, das Publikum vor der Hauptbühne gut aufzumischen. In den ersten Reihen fanden sich überwiegend jüngere Mädels, die selbstgebastelte Fahnen schwenkten und Sänger Austin Carlile „anschmachteten“. Auch COMEBACK KID rockten die etwas kleinere „Desperados Stage“ mit Songs wie „Wake the Dead“ ordentlich. Das Publikum war bereits so früh am Tag voll am Start, so dass die Securities auch immer ordentlich mit Crowdsurfern beschäftigt waren. Die Briten von ARCHITECTS waren nach 2010 erneut beim VAINSTREAM am Start und das zu Recht. Mit ihrem technisch versierten und treibenden Metalcore heizten sie die Stimmung weiter an und schmetterten dem Publikum die eine oder andere Hymne vom aktuellen Album „Lost Together“ entgegen. Während die ARCHITECTS vergleichsweise zurückhaltend agierten, gingen EMMURE eher offensiv ans Werk. Mit „Prepare to face your new god“ empfingen die Herrschaften aus New Fairfield die Besucher des VAINSTREAMs, um dann 40 Minuten mit vollem Körpereinsatz zu zeigen, wie man Metalcore zelebriert. SILVERSTEIN gingen vergleichsweise etwas ruhiger ans Werk, wenngleich sich das Publikum nicht minder begeistert von den Kanadiern zeigte. Mit „My Heroine“ zeigten die Herren dann nochmal, wie man Hits schreibt und perfekt ans Publikum liefert. Mit diesem letzten Song im Programm verabschiedeten sich SILVERSTEIN. Bevor SEPULTURA auf der kleinen Bühne ran durften, gab es im hinteren Teil des Festivalgeländes auf der „Relentless Energy Stage“ eine halbe Stunde Hardcore-Punk von 7 SECONDS. SEPULTURA, wahrscheinlich die Dienstältesten Herrschaften auf dem diesjährigen Festival, lieferten meiner bescheidenen Meinung nach eine grandiose Show ab, was aber das etwas jüngeren Publikum nicht so richtig in Wallung bringen wollte. Ob es am Musikstil oder am Bekanntheitsgrad der Band lag, ist schwer zu sagen, die Laune ließen sich die Brasilianer trotzdem nicht verderben. Direkt im Anschluss war wieder Wandern angesagt. SMOKE BLOW gaben sich auf der Zeltbühne am hinteren Ende des Geländes die Ehre. Die Kieler Jungs rocken ordentlich ab und hauen den Anwesenden neben musikalisch hochwertigem Hardcore auch genügend dumme Sprüche um die Ohren. Auf der „EMP Stage“, der größeren der beiden Hauptbühnen, liefen derweil die Vorbereitungen für die Show von K.I.Z. Mir persönlich ist es eher unverständlich, warum die Jungs bereits zum wiederholten Mal auf dem VAINSTREAM auftreten. Direkt vom Start weg grölten allerdings die Massen die Texte mit und feierten die Berliner Hip-Hopper richtig ab. Das Ganze war so überhaupt nicht mein Ding, aber die Stimmung und die Menschenmenge, welche K.I.Z. anlockten, erzählten eine andere Geschichte.

Nach dem 45 minütigen Exkurs in Sachen Hip-Hop besann sich das Publikum wieder zurück auf die eigentlichen Genres, die das VAINSTREAM ausmachen – Metal(core). BRING ME THE HORIZON gaben auf der kleineren Bühne Gas und allein die Erscheinung von Sänger Oli Sykes entlockte den weiblichen Fans langanhaltende schrille Töne. Nicht nur optisch sondern auch musikalisch machten die Jungs aus England eine gute Figur und lieferten eine überzeugende Show ab. Nicht so frisch gingen im Anschluss HATEBREED ans Werk. Ich kann nicht genau sagen was es war, aber auch zahlreiche andere Besucher fanden die Performance der amerikanischen Hardcoreler offensichtlich nicht so richtig überzeugend. Das krasse Gegenbeispiel lieferten direkt im Anschluss HEAVEN SHALL BURN ab. Mit Flammen- und Nebelwerfern starteten die Thüringer Jungs ihre furiose Show. Sänger Marcus Bischoff war sichtlich erstaunt und erfreut über Stimmung und Euphorie, mit welcher die Fans HEAVEN SHALL BURN empfingen. Nach fast einer Stunde Vollgas hieß es dann: „Bühne frei für den Headliner“. Wie schon in den letzten Jahren war die eigentliche Hauptband nicht im Metalcorebereich angesiedelt. So hatten schon Bands wie SLAYER oder MOTÖRHEAD das Festival abgerundet, dieses Jahr waren es die Bostoner Jungs von den DROPKICK MURPHYS. Dass die Band nicht jedermanns Geschmack war, zeigte sich zum Einen an den Besucherströmen in Richtung Ausgang und zum Anderen an denen in Richtung der „Club Stage“. Während also die DROPKICK MURPHYS die verbliebenen Zuschauer mit Folk-Punk zum Tanzen animierten, gab es in der Sputnikhalle, in der sich die Clubstage befand, von THRASH TALK auf die Ohren. Leider war ich erst zum Letzten Song vor Ort, konnte aber noch mitverfolgen, wie die Bühne nach Aufforderung von Sänger Lee Spielmann von den Fans geentert wurde. Da hatten die Herren von der Security nur noch das Nachsehen, gegen die Masse an Leuten war einfach nicht anzukommen.

Während auf dem Hauptgelände dann die Lichter ausgingen und das Festival dort offiziell beendet war, gaben sich auf der Clubstage noch KADAVAR aus Deutschland und THE BLACK DAHLIA MURDER aus den Staaten die Ehre. Gegensätzlicher hätten die beiden Bands wohl nicht sein können. Während KADAVAR die Fans von Stoner-Rock bedienten, gab es von THE BLACK DAHLIA MURDER Deathcore vom feinsten auf die Glocke. Obwohl die Show erst um Mitternacht startete, war kurz nach Beginn kaum noch Platz zum Stehen und Atmen. Auch in dieser kleinen Location gaben die Fans nochmal alles und so hatten die Herren im Graben auch noch spät in der Nacht einiges zu tun. Wer sich mit keiner der beiden Bands anfreunden konnte, hatte im Sputnikcafe außerdem die Möglichkeit, sich die WM-Viertelfinalspiele auf Leinwand anzusehen.

Copyright Fotos: Oliver Janka

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