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WAVE GOTIK TREFFEN 2017 – TAG 3

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Ort: Leipzig – WGT

Datum: 04.06.2017

SHE PAST AWAY
(Agra)

Was darf nicht fehlen auf dem WGT? Ein Besuch auf der Shopping Meile der agra. Nachdem alle Kaufwünsche befriedigt wurden und der Magen ebenfalls gefüllt, gelangten wir zum Auftakt-Konzert in die große Halle, die für 17:20 Uhr schon gut gefüllt war. SHE PAST AWAY sind Doruk Öztürkcan und Volkan Caner und man erahnt es an den Namen schon… sie kommen aus der Türkei. Auch dort gibt grandiose Musiker der schwarzen Szene. Der Sänger und Gitarrist mit Robert Smith-Gedächtnisfrisur und Keyboarder im KRAFTWERK-Look verraten schon optisch erste Einflüsse. Dazu noch ein bisschen JOY DIVISION, DAF und THE SISTERS OF MERCY und fertig ist SHE PAST AWAY. So einfach ist es aber nicht, denn der Sound der beiden Jungs ist genialer Goth-Wave mit viel Eigenkreativität und einem rhythmisch-treibenden Anstrich, der großartige, durchweg tanzbare Songs schafft. Das Besondere an SHE PAST AWAY ist jedoch der türkische Gesang, was man aufgrund der tiefen Stimme gar nicht auf Anhieb mitbekommt. Zwei Alben haben die beiden bisher veröffentlicht, die durchweg mit Hits gespickt sind und hier beim Konzert zum Besten gegeben wurden.

Irgendwie mussten wir dann noch einmal in die Shoppinghalle und auf einmal war es auch schon Zeit, wieder loszuziehen. Nächste Station Felsenkeller.

KING DUDE
(Felsenkeller)

Oder besser gesagt ins Naumanns, was aber ebenfalls im Felsenkeller beheimatet ist. Kurzfristig wurde hier noch ein Auftritt des glorreichen KING DUDE angekündigt. In diesem kleinen Saal keine angebrachte Wahl, zumal man auch für dieses Konzert separat Karten kaufen konnte. Entsprechend voll war es auch, als wir gegen 22 Uhr ankamen, dem ursprünglich geplanten Konzertbeginn. Die Tore waren noch verschlossen, aber sowohl am Eingang im Felsenkeller als auch über den Biergarten eine große Schlange. Wir wechselten kurzfristig von der Schlange innen nach außen, was sich als Glücksfall entpuppte, denn nur dieser wurde schließlich geöffnet und wir schafften es gerade so noch ins Innere. Etwa die Hälfte der Interessierten musste draußen bleiben. Und drinnen war kaum Bewegung möglich. Thomas Jefferson Cowgill alias KING DUDE reiste dieses Mal mit Band an, was immer eine Bereicherung der Auftritte ist. Auch schon zig Mal gesehen, ist dieser Mann eine wahre Freude, sowohl für Neofolker als auch für Hipster und viele andere. Die Mischung aus JOHNNY CASH, Neofolk und Rock hat dem Amerikaner schnell eine große, genreübergreifende Fangemeinde beschert. Die sechs Alben als Vinyl sind inzwischen begehrte Sammlerobjekte. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann endlich los, insgesamt vier Leute standen auf der Bühne. Zur vieler Überraschung war der Auftritt sehr rockig, teils punkig. Neofolk und Country traten fast gänzlich in den Hintergrund. Dem Publikum schien es trotzdem durchweg zu gefallen und zahlreiche Besucher waren bei fast jeden Song textsicher und angetan, als hätten sie den Auftritt genauso erwartet. Habe ich irgendwas verpasst? Einzige Konstante war die Pulle Whisky, die sich der King ab und an gönnte. Kein schlechtes Konzert von genialen Musikern, aber diesen musikalischen Wandel muss man erst mal sacken lassen.

Im Anschluss gab es hier dann aber doch noch Neofolk auf der Apocalyptic Cocktails-Party und wir haben noch ordentlich gefeiert. Mit sage und schreibe zwei Konzerten an diesem Abend, war das wohl unser faulster WGT-Tag aller Zeiten.

Copyright Fotos: Kai-Uve Altermann

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