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Robert Moog gestorben

Robert Moog, der Erfinder des gleichnamigen Synthesizers, ist tot. Der Physiker und Elektrotechniker erlag am Sonntag im Alter von 71 Jahren im amerikanischen Asheville den Folgen eines Krebsleidens . Moog gilt als der Vater des Synthesizers. Schon früh hatte er mit elektronischen Instrumenten wie dem Theremin experimentiert. Zusammen mit Komponisten Herbert Deutsch entwickelte er schließlich 1963 den ersten modular aufgebauten Synthesizers der Welt – den “Moog”.

Seinen Durchbruch erlebte der “Moog” im Jahr 1968. Walter (später: Wendy) Carlos, ein befreundeter Musiker von Robert Moog, spielte mit dem “Moog” ein Album mit Stücken von Bach ein, um die Möglichkeiten des neuen Instruments zu demonstrieren. “Switched on Bach” verblüffte nicht nur die Fachwelt, sondern zog auch die Zuhörer in den Bann. Das Album verkaufte sich über eine Million Mal. Auch andere Künster wurden nun auf das neue Instrument aufmerksam. Auf dem Beatles-Album”Abbey Road” (1969) ist es ebenso zu hören wie auf dem Soundtrack des Stanley Kubricks Films “Clockwork Orange” (1971).

Ein Nachteil des “Moog” war seine Größe. Das Gerät konnte nur unter größten Mühen auf eine Bühne geschafft werden. Deshalb entwickelte Robert Moog 1971 eine kompaktere Variante des Geräts, den “Minimoog”. Der “Minimoog” war nicht nur kleiner, sondern bot auch mehr Möglichkeiten der Klangmodulation. Er inspirierte Jazz-Stars wie Chick Corea und Herbie Hancock. Der erste polyphone Synthesizer aus dem Hause Moog, der “Polymoog” , erlebte 1974 sein Prämiere.

Die Liste der Künstler, die Moog-Synthesizer gespielt haben, ist schier unendlich lang. Bands wie Genesis, Police, U2, Pink Floyd gehören ebenso dazu wie Tangerine Dream, Klaus Schulze und Kraftwerk. Der “Moog” mit seinem warmen Klang und seinem breiten Bass gilt auch heute noch als Referenz-Gerät.

Mit Robert Moog verliert die Musikwelt einen großen Pionier!
Quelle: depechemode.de

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