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Saltatio Mortis: Aufbruchstimmung

Umbesetzungen bei der Mittelalter-Band zum Jahresende

Spielmänner sind fahrendes Volk und es hält sie meist nicht an einem Ort. Dies gilt zum Jahresende auch für drei Mitglieder der Mittelalter-Rockband Saltatio Mortis: Dominor der Filigrane, Ungemach der Missgestimmte und Die Fackel brechen in musikalischer wie privater Hinsicht zu neuen Ufern auf und überlassen die Bühne neuen Kollegen. Ein Ereignis, das in der Szene und unter den Anhängern der gefeierten Spielmannscombo, die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 in unveränderter Besetzung auf den Bühnen von Mittelaltermärkten und Rockfestivals stand, fürÜberraschung sorgt. Doch für die Fans besteht kein Grund zur Beunruhigung: Durch den personellen Wechsel kündigen sich weder Auflösungserscheinungen der Band an, noch geht man im Streit auseinander.

“Ich verlasse Saltatio Mortis, weil ich mich sowohl musikalisch als auch räumlich in eine andere Richtung bewegen werde. Ich habe in der Zeit mit Saltatio viel gelernt, was mir eine Fortführung meines musikalischen Weges erst möglich macht. Deshalb wird es immer eine wichtige Epoche für mich bleiben, die mich geprägt hat,” sagt Die Fackel, der auch künftig als Musiker aktiv bleibt und ein Soloprojekt vorbereitet. Dominor dem Filigranen, der weiterhin die Instrumente von Saltatio Mortis bauen und betreuen wird, liegt eine ausführliche Stellungnahme am Herzen: “Die Mittelaltermusik und Szene hat mich einst sehr begeistert. Doch wie alles auf dieser Welt unterliegt auch diese einem Wandel, der gut ist. Die Szene, die Musik und auch ich – alles hat sich verändert. Saltatio Mortis, mein einstiger Lebenstraum, gehört immer noch dahin, denn es ist eine ECHTE Mittelalterband, die auch auf einem richtigen Mittelaltermarkt zuhause ist und vermutlich immer sein wird. Während sich für mich andere und neue Welten
und Träume eröffnen, bin ich trotzdem gespannt darauf, mir den einen oder anderen Bühnenauftritt von Saltatio Mortis aus dem Publikum heraus anzusehen. ,Zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen.’ Vielleicht hört man ja mal wieder eine meiner Schalmeien oder Dudelsäcke in der Wildnis. Instrumente sind zum Glück zeit- und bedingungslos.”

Ungemach der Missgestimmte wiederum hat seine Liebe zu den technischen Seiten der Branche entdeckt: “Ich habe immer gerne Musik gemacht, aber im Verlauf von sieben Jahren ist mir bewusst geworden, dass ich mich neben der Bühne wohler fühle als darauf, im direkten wie auch im übertragenen Sinne. Ich habe in der Zeit bei Saltatio eine Menge Dinge erlebt, die ich nicht missen möchte, eine Menge Erfahrungen gemacht, die mich geprägt haben. Zu diesen Erfahrungen gehört nun eben auch, dass das Rampenlicht nicht meine Welt ist. Aber auch wenn ich jetzt meinen eigenen Weg gehe, wünsche ich den Verbleibenden wie auch den Neueinsteigern, dass sie sich Ihre Wünsche und Träume erfüllen können. Jeder sollte das tun, auch wenn er dazu manchmal Dinge zurücklassen muss.”

Für Saltatio Mortis markiert der Abschied von den drei Weggefährten eine wichtige Station im künstlerischen Schaffen, denn trotz der Umbesetzung ist die Band aktiv wie eh und je: Der Studiotermin für die Aufnahmen zum nächsten Rock-Album rückt näher. Mit der voraussichtlich im kommenden Frühjahr erscheinenden CD wollen Sänger Alea, Lasterbalk, Falk und Thoron an den Erfolg ihres Chart-Albums “Des Königs Henker” anknüpfen und weiter ausbauen. Dabei werden vier neue Mitstreiter, Prominente aus der Szene, aber auch ein den Fans der Formation bereits bekanntes Gesicht, zu den Spielleuten stoßen. Die neuen Bandmitglieder stehen ungeduldig in den Startlöchern und werden auf dem neuen Album und ab Dezember auf die vakanten Positionen in der Band aufrücken. Wer die “Neuen” sind, soll noch eine Überraschung bleiben – nur soviel: Den Saltatio-Mortis-Fans und der Mittelalter-Rock-Gemeinde steht eine aufregende neue Zeit bevor. Wer die Band noch einmal in der alten Besetzung erleben will, hat die Möglichkeit, Saltatio Mortis am 30. September und 01. Oktober 2006 mit dem Mittelalter-Programm im Rahmen des Mittelalterlich Spectaculum in Bad Schussenried bei Ravensburg zu sehen, am 13. Oktober 2006 gibt es in Pforzheim nochmals das Rock-Programm live on stage.

Wer die vier neuen Spielleute sind, wird in Kürze verraten werden.

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