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1349 - Hellfire

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Artist 1349
Title Hellfire
Homepage 1349
Label CANDLELIGHT
Veröffentlichung 16.12.2016
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Viele meiner Kollegen machen es sich bei den Norwegern von 1349 einfach und knallen da mal eben den „True Black Metal“-Stempel drauf, mit dem Zusatz „Pure Raserei“.

Doch das ist viel zu einfach für 1349. Denn was die Jungs da abziehen, ist der pure Wahnsinn. Allen voran natürlich Über-Dreschflegel Frost (SATYRICON). Was der Typ (auch) auf diesem Album vollbringt, kann man kaum glauben. Gut, einige werden nun meinen „Wieso, der knüppelt doch eh nur“, doch da zeigt sich, wer sich mit SATYRICON und 1349 wirklich beschäftigt. Denn Frost ist zwar auch der schnellste Drummer, aber Schnelligkeit ist nicht alles. Denn der Norweger schafft es bei aller Geschwindigkeit noch massenweise Finessen mit einzubauen, bei denen man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln kann. Und der Rest der Band lässt sich von dieser Meisterleistung anstecken. Aber auch hier würde das Wort „Raserei“ bei weitem nicht ausreichen. Zwar wird man mit den ersten beiden Songs gnadenlos platt gewalzt, aber dann zeigen 1349, dass sie auch variabel und teilweise sogar melodisch sein können. So kommt z.B. bei „Sculptor of Flesh“ nach dem obligatorischen Prügel-Start mit fiesen Riffs eine fixe aber deutliche Thrash-Note zum Vorschein. Ganz großes Kino auch „Celestial Deconstruction“. Dieser Song erinnert durch seine Mischung aus gnadenloser Raserei und den schnellen aber doch groovigen Parts, und vor allem durch die Riffs in den ruhigeren und düsteren Phasen sehr an die letzteren SATYRICON-Scheiben. Und es ist schon klasse, wie Frost bei dem puren Geballer langsam dahin übergeht, der wuchtig schnellen Doublebass die Dominanz zu überlassen, um dann in einen eindringlichen Marsch-Rhythmus zu wechseln. Und ergötzt man sich gerade an der bösen dunklen Atmosphäre bekommt man von hier auf jetzt den Gnadenschuss verpasst. Killer! Eine weitere Hommage an die gute alte Zeit ist auch „From the Depths“. Hier erkennt man vor allem an den langsamen und klirrenden Riffs im Mittelteil, aber auch an den schnellen und doch noch moshbaren Grund-Passagen den großen Einfluss von „De Mysteriis Dom Sathanas“. Um das Old school-Feeling noch komplett zu machen, klingt Keifer Ravn oft arg nach BURZUM. Doch das Beste kommt noch. Am Ende erwartet ein Hassklumpen von Titelstück, welches zudem noch genau 13:49 Min. dauert. Langsam hört man die Riffs durch das brodelnde Feuer nach oben dringen… Man kann regelrecht fühlen, wie sich das Böse anschleicht… und dann werden die erste Geschütze abgefeuert… treibendes Drumming, die gleichen zwei/ drei fiesen Riffs rauf und runter und die kranken Vocals fressen sich unweigerlich in die Hirnwindungen… nach gut 8-Minuten werden die Riffs dann etwas variabler… man meint sogar eine Melodie vernehmen zu können, und dann gibt es nur noch eins… das Feuer knistert und ein gemeines Lachen verabschiedet den Hörer aus diesem musikalischen Höllenritt.

Klar, 1349 werden mehr als deutlich von Frosts unglaublichem Drumming dirigiert, doch der beste Drummer ist nichts wert, wenn die restliche Band dieses Level nicht halten kann. 1349 können dies und gehören spätestens jetzt in einem Atemzug mit den großen aus den frühen 90ern genannt.

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1349 'Hellfire' Tracklist
1. I am abomination Button MP3 bestellen
2. Nathticana
3. Scheptor of flesh
4. Celestial deconstruction Button MP3 bestellen
5. To Rottendom Button MP3 bestellen
6. From the deeps Button MP3 bestellen
7. Slaves to slaughter Button MP3 bestellen
8. Hellfire Button MP3 bestellen
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