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A. DYJECINSKI - The Valley of Yessiree

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A. DYJECINSKI
Artist A. DYJECINSKI
Title The Valley of Yessiree
Homepage A. DYJECINSKI
Label SIDEWAYS SALOON
Veröffentlichung 29.04.2016
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Beantworten wir doch gleich mal die drängendste Frage gleich zu Beginn: Was verbirgt sich hinter dem “A” von A. DYJECINSKI? Der Mann heißt schlicht Artur und wenn wir schon mal beim Namen sind, den Nachnamen spricht man „Di-Je-Tschins-Ki“ aus. Im Übrigen kommt der Gute ursprünglich aus Kanada und „The Valley of Yessiree“ ist sein Solo-Debüt.

Alles klar so weit? Gut, dann wenden wir uns doch direkt der Musik des geheimnisvollen Zausels zu, der es ganz offenkundig gern aus tiefster Seele schwermütig mag und zu diesem Zweck mit viel Ausdauer die Gitarre in Slow Motion jaulen lässt und der Langaxt dabei ein langsam schepperndes Schlagwerk spendiert. So geschehen beim Opener „Goad By The Valley“, das zusätzliche Befeuerung aus der sonoren Stimme des Bartträgers zieht. Das nachfolgende „Dead Horses“ übernimmt mit einer Spur mehr Hoffnung und einer wunderbaren Slideguitar, bevor die erste Singleauskopplung „In The Woods“ erneut zum Emo-Overkill ausholt. Diesmal veredeln sanfte Trompetenküsse und die Andeutung von weiblichem Gesang den schwermütigen Trauermarsch, während „The Fight“ mit getragenen Pianoklängen startet, die von einem tieftraurigen Zwiegesang begleitet werden und bei aller Melancholie doch ganz tief im abgründigen Innern einen kleinen Hoffnungsschimmer tragen. Der kommt beim sich anschließenden „Dry Bread“ stärker zum Vorschein und manifestiert sich in einer intensiven Instrumentierung, der ein weiteres Mal der elfenhafte Gesang einer mir unbekannten Dame zur Seite gestellt wird. Ein bisschen mehr Schmackes steht dem Sound ausgesprochen gut, jedoch sieht Mr. Dyjecinski seine Kernkompetenzen ganz offensichtlich in der Vertonung depressiver Langsamkeit. Siehe das instrumentale „Yessiree“ oder das behäbige „Hunger“, wobei man fehlendes Tempo nicht mit der Abwesenheit von Energie verwechseln sollte! Die gibt es nämlich jede Menge und zwischendurch kommt wie mit „The Resurrection“ und „Grenades“ ja auch ein wenig Schwung in die Hütte – zumindest zum Wippen der Füße reicht es, auch wenn auf der Zielgeraden das Gänsehautfeeling wieder aus der Entschleunigung und der Fokussierung aufs Wesentliche resultiert.

Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass es bei „The Valley of Yessiree“ um sehr persönliche Dinge geht, die ihre musikalische Entsprechung erhalten haben. A.DYJECINSKI hat ganz bewusst die Einsamkeit gesucht; unter anderem, indem er über den Atlantik gesegelt ist und in den französischen Alpen und den Bergen Alaskas und Kanadas gelebt und dort die Tage mit Klettern verbracht hat. Dabei hat er gemerkt, dass das Alleinsein gar nicht so einfach ist. Nicht, weil man’s nicht aushält, sondern weil einem doch immer wieder Menschen begegnen – sei es., dass diese Begegnungen im Zweifel in eigenen Kopf stattffnden. Eine gewisse introvertierte Ader schadet deshalb beim Hören des Erstlings nicht…

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A.Dyjecinski 'The Valley of Yessiree' Tracklist
1. Goad By A Valley
2. Dead Horses
3. I'm The Woods Button MP3 bestellen
4. The Fight
5. Dry Bread
6. Yessiree
7. The Resurrection
8. Grenades
9. Hunger
10. Ivorm
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