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ABANDON HOPE - The Endless Ride

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Artist ABANDON HOPE
Title The Endless Ride
Homepage ABANDON HOPE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.6/10 (12 Bewertungen)

Beim ersten Blick auf “The Endless Ride” fällt gleich erstmal eines auf: Nämlich, dass es NICHT auffällt, dass diese CD eine Eigenproduktion ist. Da hat man sich wirklich Mühe gegeben und ein schönes Digi mit gelungenem Cover und Booklet entworfen. Dieser Eindruck setzt sich bei der Musik fort. So deutet das Intro „the Goddess“ schon den fetten Sound an, der sich auch gleich mit den ersten Riffs von „Someone’s Desire“ massiv aus den Boxen walzt.

Und auch wenn es die Jungs von ABANDON HOPE erst seit drei Jahren gibt, haben sie schon ihren eigenen Stil gefunden. Von daher kann man sie nicht wirklich in eine Schublade machen, sondern am einfachsten beschreibt man es mit „es rockt, wie Hölle!“ Allem voran steht da der Einfluss von DOWN. Fett tiefgestimmte Gitarren, die einen mehr als wuchtigen Sound fabrizieren, wummernde Bassläufe, gelungene und nie zu übertriebene Rock N’Roll-Soli, solide treibende Drums und ein klasse Sänger, der phasenweise nach einem Hybrid aus Warrel Dane (NEVERMORE) und Keith Caputo (LIFE OF AGONY) klingt. Cleane, tiefe und kraftvolle Vocals mit reichlich Gefühl für die Spannungs-Verläufe der Songs. Wo DOWN rocken, sind PANTERA oder auch SEPULTURA natürlich nicht weit und so preschen „The Sad, the Damned, the Dead“ oder „Displaced“ ordentlich nach vorne und mit mehr Doublebass und verzerrten Gitarren. Keine Frage, dass da die Gitarren-Fraktion von einem Mr. Darrel „Dimebag“ Abbot mehr als beeinflusst ist, was man amtlich mit „Lost but not forgotten beweist und diese Metal-Walze auch direkt der erschossenen Riff-Legende widmet. Bei diesem Solo hätte Dimebag seine wahre Freude und der gesamte Song entpuppt sich als der Killer des Albums! Als obligatorischen Cover-Song hat man sich aber nicht PANTERA ausgesucht und auch keinen Klassiker von MAIDEN oder METALLICA, sondern „Locomotive Breath“ von JETHRO TULL! Dieser fügt sich sich auch wunderbar in die Scheibe ein und wirkt so gar nicht, wie ein Fremdkörper. Was es so ausmacht, wenn man die Riffs um einiges fetter macht und komisches Gedudel der Marke Flöte mal weglässt.

Da bleibt nur die Frage, warum diese Jungs kein Label am Start haben? Dieses hätte eigentlich leichtes Spiel, sind ABANDON HOPE alles andere als hoffnungslose Fälle, sondern eine Band, die bessere Songs und ein besseres Artwork präsentiert als eine Vielzahl gesignter Bands!

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