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ACHERON - Rebirth: Metamorphosis into godhood

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Acheron_Rebirth.jpg
Artist ACHERON
Title Rebirth: Metamorphosis into godhood
Homepage ACHERON
Label BLACK LOTUS RECORDS
Veröffentlichung 18.02.2004
Leserbewertung
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“ACHERON ist wahrscheinlich die am längsten praktizierende satanistische Death Metal Band der Welt” – So steht es unter “Selling points” auf dem Promozettel zu lesen. Na, ob das etwas über die Güte der Musik aussagt? Jedenfalls hat es fast 6 Jahre gebraucht, bis Herr Vincent Crowley wieder ein vollständig neues Album vorlegt, dazwischen war ja noch die Tribute CD, quasi der „Einstand“ bei Black Lotus. Das Line up wird vervollständigt durch Kyle Severn (INCANTATION) sowie Michael Estes (BURNING INSIDE), bereits langjährige Mitstreiter für die ungöttliche Sache. Zunächst überrascht das Cover, welches sowohl inhaltlich wie auch von der künstlerischen Qualität diskutabel ist. Jedenfalls soll es eine Referenz an den Film „Rosemarie’s Baby“ darstellen, die aber möglicherweise Zensurmaßnahmen zur Folge haben wird. Darum wird das Album in Nordamerika auch im Slip Cover ausgeliefert. Ein Slip im Cover wäre mir natürlich noch lieber…

Musikalisch habe ich mich nie so ganz mit den Amis anfreunden können. Die Leidenschaft und das lyrische Konzept finde ich zwar grundsätzlich bewundernswert (vor allem, wenn man es so viele Jahre durchhält), aber bei den Kompositionen fehlte mir oft der letzte Kick. Umso mehr überrascht mich „Rebirth: usw.“, da die Scheibe ungemein schnell ins Ohr geht und einige artfremde Elemente enthält. Die Basis bleibt natürlich typisch technischer Ami Death, aber hier wurden sehr viele groovige Parts eingebaut, welche den Wiedererkennungswert in ungeahnte Höhen treibt. Besonders Track Nr. 3 – „Xomaly“ – hat es mir angetan, weibliche Gesangparts und fast „neu-metallisches“ Riffing laden zum Bangen ein. Dabei soll die trockene und gleichzeitig druckvolle Produktion nicht unerwähnt bleiben. Bei „Golgotha’s Truth“ habe ich allen Ernstes das Gefühl, dass hier BIOHAZARD oder CROWBAR am Werkeln sind, auch der Gesang klingt entsprechend. Das ist fast schon Doomcore oder so was ähnliches. Zum Leidwesen meiner Ohren wurde am Ende 9 Minuten lang ein monoton klirrendes Geräusch auf die CD gepackt. Das mag zwar zu irgendeinem Ritual gehören, weckte bei mir aber keine Dämonen sondern den Wunsch nach Ohropax.

Dennoch eine reife Leistung nach langer Abstinenz, die mich fast ein wenig überrascht. Die „alten“ Herren machen es sich also auf ihrem griechischem Label nicht einfach gemütlich, nein, sie blasen noch einmal zum Angriff. Darum sollte man sich nicht von dem Cover abschrecken lassen und seine CD-Sammlung sinnvoll mit etwas Blasphemie ergänzen…

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Acheron 'Rebirth: Metamorphosis into godhood' Tracklist
1. Chaos invocation (Intro)
2. Church of one
3. Xomaly
4. Bow before me
5. The kindred
6. A long time ago (Intro)
7. Golgotha's truth
8. Betrayed (A broken pact)
9. The 9th gate
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