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ADRIAN WEISS - Big Time

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Artist ADRIAN WEISS
Title Big Time
Homepage ADRIAN WEISS
Label AUDIOMAGNET/ EIGENPRODUKTION
Veröffentlichung 11.12.2011
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Nun, bei dieser schicken Scheibe kann ich ja mal nicht so ganz objektiv sein, da ich den Herrn Gitarristen aus Düsseldorf bereits seit über 15 Jahren kenne… Also versuchen wir es mal mit den Fakten. Mit “Big Time” veröffentlicht ADRIAN WEISS sein erstes Soloalbum. Von 1996 bis 2002 war er einer der kreativen Köpfe bei THOUGHT SPHERE, die 4 allerorten gelobte Prog Metal-Scheiben rausbrachten, bevor sie leider auseinanderbrachen. Es ging dann weiter mit FORCES AT WORK, wo von 2003 bis 2006 drei großartige Mini-CDs in Eigenregie eingedengelt wurden, die noch vertrackter, aber auch wesentlich härter zur Sache gingen. Immer dabei Kollege Andreas Lohse (u.a. ex-LOST CENTURY) am Mikro. Die musikalischen Wege trennten sich dann allerdings, FORCES AT WORK existieren wohl immer noch. Dass Adrian auf seinen 7 Saiten wesentlich mehr fabrizieren kann als wildes Geschredder und 08/15-Geschiebe, wurde schon zu THOUGHT SPHERE-Zeiten allerorten herausgehört. Nicht umsonst zählt ein gewisser Herr Smolski (RAGE) seit Jahren zum guten Bekanntenkreis, Adrian war immerhin mit seinen Bandkollegen auf dessen Solo-Scheibe „Majesty and Passion“ als Gastmusiker/ Backingband (und Arrangeur!) involviert.

Wer bei einem solchen erwiesenen Könner mitwirken darf, der muss schon was auf der Pfanne haben. Und genau das belegt Adrian mit seinem Solostreich, der 11 Instrumental-Songs in bester STEVE VAI und JOE SATRIANI-Tradition präsentiert. Da alles in Eigenregie gemacht wurde, dauerte das ganze Projekt halt so seine Zeit. So wurden z.B. die Schlagzeugparts schon Mitte 2007 und Anfang 2008 aufgenommen, die restlichen Instrumente zogen sich bis 2010 hin. Vor dem tollen Artwork und dem schick gestalteten Booklet kann man nur den Hut ziehen, das ist alles sehr professionell gemacht. Professionell ist auch der Sound, der keine Wünsche offen lässt. Als Gastmusiker sind neben seinen Bandkollegen u.a. auch sein ehemaliger THOUGHT SPHERE-Kollege Jan Ristau, Joachim Kremer und Björn Sundermann (der auch produziert hat!) von den Stadtkollegen ASSASSIN und natürlich Victor Smolski mit von der Partie. Dass Adrian neben klassischer Metal/ Rock-Soliererei, die sich durchaus in den Sphären von VAI/ SATRIANI bewegt, auch Genrefremde Elemente wie Jazz/ Fusion, Reggae oder Weltmusik verwendet, versteht sich bei seinem breit gefächerten Background von selbst. Da gibt´s rasante Abfahrten wie den tollen Opener “Summer Drive”, bei denen sogar die Doublebass mal qualmen darf. Oder das verspielt-epische Prog Metalteil “Tough Luck”, auf dem Smolski wild mitsoliert. Oder das wunderschöne “Desert Sanctuary”(mit Flamenco-Parts!), wer braucht bei solch gefühlvollem Spiel noch Gesang? Der wäre hier völlig fehl am Platze! Man könnte auch alle anderen 8 Trax aufführen, denn jeder besticht durch eigene Elemente, was eine enorme Vielfalt ergibt. Am Ende klingt die Scheibe aber dennoch zusammenhängend und geschlossen.

Es gelingt nicht vielen Instrumental-Künstlern im Metal-Bereich, eine ganze Scheibe von vorne bis hinten spannend zu gestalten und den Hörer jederzeit bei der Anlage zu halten… ADRIAN WEISS (und seinen Mitmusikern) ist dieses Kunststück formidabel gelungen. Trotz aller wieselflinker Soliererei wird dennoch die Axt auch mal ordentlich getreten und brettenden ProgMetal wie im grandiosen Schlußtrack “The Progressive Society” wird man wohl kaum mal auf Soloalben der obigen Großmeister vernehmen können. Mit “Big Time” manövriert sich Adrian in die vorderste Reihe der Solo-Guitarheroes, und zwar sowohl als Flitzefinger, wie auch als Songschreiber und Qualitativ insgesamt! Die letzten ähnlich gelagerten Genrewerke (eben VAI, SATRIANI und die ganze Shrapnel-Blase), die dermaßen gelungen waren, stammen aus den 80ern bzw. ganz frühen 90ern. Unbedingt anchecken!!!

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