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AES DANA - Formors

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Aes-Dana-Formors.jpg
Artist AES DANA
Title Formors
Homepage AES DANA
Label OAKEN SHIELD/ ADIPOCERE
Veröffentlichung 20.03.2008
Leserbewertung
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Celtic Black Metal aus Frankreich, das hört sich doch schon mal recht interessant an, meine Erwartungen gingen in Richtung CRUACHAN oder WAYLANDER, doch erst mal etwas zur Biographie der Pariser Combo. Seit 1994 hämmert man schon auf Instrumenten herum, ohne dass ich je von ihnen gehört hätte, dabei gehören zum Line Up gleich drei hübsche Damen, also paritätisch besetzt die Formation. Dennoch wird man kaum auf dem nächsten Parteitag der Grünen aufspielen, dafür ist der Keltensound dann doch zu heftig. Im Jahre 2001 erschien das Debüt „La Chasse Sauvage“ beim Label Sacral Production, die leider aufgrund eines Kurswechsels kurzfristig von diesem Zweitling Abstand genommen haben. Im Grunde aber Glück für die Hauptstädter, denn durch Adipocere bekommt man nun die Chance, sich auch außerhalb der Grenzen zu präsentieren.

Auch wenn das Artwork von einem gewissen „Massengrab“ angefertigt wurde, wirkt es dennoch recht einladend und passt zum gebotenen Sound, der im übrigen komplett mit französischen Lyrics kombiniert wurde. Für den keltischen Anteil zeichnet Gründungsmitglied Amorgen verantwortlich, die mit diversen Flöten hantiert. Ob sie auch den bretonischen Dudelsack bedient, entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls werden diese beiden traditionellen Instrumente durchgängig in den Sound integriert. Mancherorts wird so was ja nur bei Intros und Zwischenspielen genutzt, hier aber bestimmen derlei Töne das Klangbild ganz erheblich mit. Wobei man schon sagen muss, dass bei gewissen Parts genauso gut Spielleute wie CORVUS CORAX Urheber sein könnten, oder auch ADs Landsmänner STILLE VOLK. Dazu erklingt dann ungestümer Black Metal, leicht polternd und ungeschliffen, besonders was das Schlagwerk angeht. Entsprechend auch die Stimmlage des Herren Vidar.

Beide Teile für sich genommen wären sicher nicht gerade spektakulär, aber hier macht es wirklich die Mischung aus Anmut und Aggression. Zudem ist die Produktion recht gut gelungen, was bei dem Budget sicher nicht ganz einfach war, um Längen besser als beispielsweise bei dem letzten Output der oben bereits angesprochenen CRUACHAN. Dabei hält man über die gesamte Scheibe ein sehr angenehmes Niveau, die Songs bestehen aus vielen verschiedenen Parts, die flüssig miteinander kombiniert werden. Von Raserei bis hin zu akustischen Ruhepausen ist alles vorhanden, man ertappt sich spätestens beim dritten Durchlauf, wie man wohlwollend mitwippt. Allerdings sollten Leute mit Aversionen gegen die „Spezialinstrumente“ hier dringen Abstand nehmen, denn die bekannten (technisch bedingten) immer gleichen Tonfolgen würden sie sonst wohl in den Wahnsinn treiben. Ohne dass ein spezielles Stück hier herausragen würde, handelt es sich um ein originelles Extrem Metal-Album mit leichtem Underground-Charme, welches auch Fans reiner Mittelaltertruppen mal antesten sollten. Auf der Homepage befinden sich entsprechende Hörproben.

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Aes Dana 'Formors' Tracklist
1. Les traces de la branche rouge
2. Formors "Mer de glace et d'ombre"
3. Formors "Exil"
4. Gwaenardell
5. Le combat des arbres
6. Les griffes des oiseaux
7. Ventres noirs
8. Manannan Mac Lir

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