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AGENDATH - Unruh

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Agendath-Unruh.jpg
Artist AGENDATH
Title Unruh
Homepage AGENDATH
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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4.0/10 (1 Bewertungen)

„Agendath ist ein wüstes Land“ – so verspricht es der Webseitentitel des gleichnamigen Berliner Projekts. Zumindest optisch hatte ich Formationsmitglieder schon einmal bei „SOKO Leipzig“ als Mitglieder einer satanistischen Band im TV erlebt. Also schiebe ich neugierig den Rohling in die Anlage und höre, was Oliver Berger der Welt in musikalischer Hinsicht mitzuteilen hat.

Und wüst ist die Welt von AGENDATH allemal. Farblos, unwegsam. Nur allzu trist und monoton sickert „Unruh“ mir aus den Boxen entgegen, fernab jeder Klangzivilisation entfalten sich Ödnis und Leere. Wie ein Verdurstender suche ich vergeblich nach Melodien, einem emotionalen Ausbruch oder sonstiger Abwechslung. Stattdessen finde ich in den deutschen Texten leere Worthülsen und zusammengestückelte Bilder, die nicht recht zusammenpassen wollen. „Aus dem rufenden Unten hervor kommt aufzugeben dein Subunternehmen…“ schallt es mir in „Das Ritual“ entgegen, und ich wähne mich schon im Delirium. Doch auch die anderen Titel, u.a. „Manipulation des Grauens“ benamst, bieten keine Lichtblicke: Die Gitarren – bei den meisten Titeln von Dominik Glöckner gespielt – schraddeln stumpf und trist vor sich hin, ein Track klingt wie der andere.

Doch da tut sich plötzlich eine Oase auf, ein halbmelodisch-melancholisches Labsal namens „The End“. Der Funken bittersüße Schwermut reißt mich wieder aus der Lethargie, zwingt mich zu einem Blick ins Textblatt und enttäuscht mich bitter, denn hier handelt es sich tatsächlich um eine Kreation von Jim Morrison/ THE DOORS. So bleibt AGENDATH tatsächlich ein wüstes Land – allerdings keines, in dem ich mich gerne aufhalte.

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