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AGRYPNIE - F51.4

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Agrypnie-F51-4.jpg
Artist AGRYPNIE
Title F51.4
Homepage AGRYPNIE
Label SUPREME CHAOS RECORDS
Veröffentlichung 29.09.2006
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

AGRYPNIE – abgeleitet aus dem lateinischen Wort „agrypnia“ ist ein etwas veralteter Ausdruck für Schlaflosigkeit bzw. Schlafstörung. Ob Torsten „Der Unhold“ darunter leidet sei mal dahingestellt. Nur scheint er definitiv neben NOCTE OBDUCTA (die ja nun das Zeitliche gesegnet haben) noch genügend Zeit zu haben, seiner eigenen Version des düsterschwarzen Metalls nachzugehen und uns nun nach etlichen Anlaufschwierigkeiten endlich sein Debüt präsentieren zu dürfen. Anlaufschwierigkeiten sage ich deshalb, da die Band/ das Projekt eigentlich schon seit 2004 besteht, sich aber auf Grund „interner Differenzen“ 2005 wieder getrennt hat. Doch nun, 2006, ist es endlich soweit und wir dürfen den Klängen des etwas merkwürdig betitelten Werkes „F51.4“ lauschen.

Da Torsten ja nun Leadsänger einer DER deutschen Black Metal Bands ist (bzw. war), die leider bis heute nie die verdiente Aufmerksamkeit bekommen haben, spielt er nun mit AGRYPNIE in einem musikalisch leichter zu verdauenden Sektor – lässt aber seine Wurzeln nicht aus den Augen. So bleibt er zwar dem Black Metal treu, jedoch weit weniger aggressiv und mit mehr Melodie und Feingefühl für Song und Lyrik. Flotte Attacken wechseln sich mit langsamen, teilweise doomigen Passagen ab und bieten so ein Klanggewand, welches abseits der Einflüsse NOCTE OBDUCTAs funktioniert und keine Plagiatsvorwürfe zulässt. Alle Stücke leben von einer tollen Gitarrenarbeit mit Gänsehaut-erzeugenden Parts und einer tiefschwarzen Melancholie. Dazu tut auch die übrige Instrumentalisierung ihr Übriges. Lediglich der Gesang erinnert an NOCTE OBDUCTA, aber das konnte man sich ja denken. Jedoch am Auffälligsten sind die Texte: Themen abseits der typischen Black Metal Lyrics und auch abseits seiner Hauptband überzeugen und überraschen den Hörer. Es geht um Masken, wirre Gedanken, um scheinbar alltägliche Sachen und deren untypische Wendungen bis hin zu Dämonen und düsteren Visionen. Beeindruckend tiefgründig sind diese Texte geraten und harmonisieren so mit der atmosphärisch aggressiven Musik. Dazu kommt eine kühl erscheinende Produktion, welche die Härte des Materials überzeugend untermalt.

Man darf mir jetzt ruhig vorwerfen, dass ich etwas ins Schwärmen geraten bin. Doch mich hat einfach überzeugt, was ich hier gehört habe. Konnte ich doch mit NOCTE OBDUCTA nie wirklich viel anfangen, finde ich AGRYPNIE durchweg gelungen und überzeugend. Ich schätze mal, hier ist die gesamte Erfahrung Torstens eingeflossen und vor allem überzeugt das bereits erwähnte lyrische Konzept. Daher kann ich Genreanhängern nur raten, ein Ohr zu riskieren. Ab Ende September wird auch ein Hörbeispiel auf der Homepage der Band zu hören sein.

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Agrypnie 'F51.4' Tracklist
1. Intro
2. Und führet mich nicht in Versuchung
3. Auf den nackten Korridoren
4. Cogito ergo sum
5. Kerkerseelenwanderung
6. Spiegel?
7. Masken
8. Glas Button MP3 bestellen
9. Outro
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