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AISHA BADRU - Pendulum

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AISHA BADRU
Artist AISHA BADRU
Title Pendulum
Homepage AISHA BADRU
Label NETTWERK
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AISHA BADRU ist in New York zuhause, wo sie auch drei Jahre das College besucht hat, bis sie endlich entschieden hat, sich voll der Musik zu widmen. Das hätte sie eigentlich dank zweier Musik-Stipendien schon früher haben können, aber als diese aktuell waren, fehlte ihr noch das Selbstvertrauen, an ihr Können zu glauben. Jetzt kommt ihre Debüt-Langrille in die Plattenläden und dass sie mit ihrer Singer-Songwriter-Mucke die Menschen erreicht, beweist nicht nur der Umstand, dass VW ihren bezaubernden Song „Waiting Around“ 2014 für einen Werbespot ausgewählt hat, auch mehr als eine Million Streams auf Spotify für die wunderbar gebrochene Ballade „Navy Blues“ mit EDITH-PIAF-Soul  sprechen eine deutliche Sprache.

AISHA BADRU schafft es schlicht, mit kleinem Besteck große Emotionen zu wecken. Etwa mit der ersten, sehr atmosphärischen Single „Bridges“, auf der sogar der Vocoder ätherisch klingt. Zuvor mahnt der Opener „Mind Your Fire“ mit extrem hohen Vocals, aufs eigene Bauchgefühl zu hören, während „Just Visiting“ eine kleine, zarte Geschichte erzählt und „Fossil Fuels“ mit  sachte pumpenden Beats und Wisper-Gesang Ohr und Herz erreicht. Kammer-Pop erster Güte ist „Happy Pretending“ mitsamt Streichern und Piano, wohingegen Gitarren-Fingerpicking und eine JONI-MITCHELL-Nachtigall-Stimme „Splintered“ adeln. Der Titel „Dreamer“ ist im Grunde Programm und damit selbsterklärend. Neben diesen zehn Tracks finden sich auf dem Erstling noch Instrumentalversionen von „Bridges“, „Fossil Fuels“, „Happy Pretending“ und „Splintered“, die noch einmal einen neuen Blickwinkel auf die Lieder lenken. Aber seien wir ehrlich: eigentlich wollen wir auf Aishas elfengleiches Organ gar nicht verzichten!

Für das Mixing dieser Nummern war übrigens der Produzent Chris Hutchinson in Great Britain zuständig. So weit erst mal nicht wirklich ungewöhnlich, allerdings hat sich Miss Badru ihren Mann an den Reglern via Google gesucht, indem sie „Musikproduzent“ eingegeben hat. Drei volle Tage hat sie sich im Anschluss die Suchergebnisse angehört, bis sie sicher war, den Richtigen gefunden zu haben. Fortan wurden Dateien über den Großen Teich geschickt und fleißig geskypt. Keine Frage: die Zusammenarbeit hat sich gelohnt, Hutchinsons Inszenierung von „Pendulum“ ist ausdrucksstark, und doch leicht genug, um AISHA BADRUs Texte in den Mittelpunkt zu rücken und ihre fragilen Songkonstrukte nicht kaputt zu produzieren.

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