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ANANDA MIDA - Anodnatius

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Ananda-Mida-Anodnatius
Artist ANANDA MIDA
Title Anodnatius
Homepage ANANDA MIDA
Label GO DOWN RECORDS
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Aus der „Go Down Family“, wie das Label gern das Konglomerat aus Bands, Mitarbeitern, Fans, Partnern und sonstigen Verrückten nennt, ist im Jahr 2013 ein Musikprojekt namens ANANDA MIDA hervorgegangen, das mit „Anodnatius“ jetzt ein Debütalbum vorlegt. In neun Tracks über rund 40 Minuten versucht man sich am zugegebenermaßen ohnehin nicht abwegigen Spagat zwischen Stoner und Psychedelic – klappt gut. Zwei Gitarren, zwei Stimmen, ein Bass, einmal Drums sowie Orgel und Synthesizer spielen mit und mischen ein bekömmliches Album für den Sommer.

Im Prinzip ist das ganze Album selbst wie ein Sommertag: Am Morgen wird der Hörer von der Sonne geweckt, die sanft wachkitzelt (1. „Aktavas“), nach dem Frühstück geht’s dann frisch gestärkt auf den ersten Trip (2. „Lunia“). Hier verausgabt man sich schon ziemlich, so dass der Mittag dazu dient, sich entspannt und mit guter Laune im Pool treiben zu lassen (3. „Kondur“). Es wird ein bisschen gedöst und man gibt sich seinen Tagträumen hin (4. „Anulios“), um anschließend mit neuer Kraft den nächsten Ritt anzutreten (5. „Passavas“). Der wird jetzt nicht mehr ganz so wild, groovt eher in die Entspanntheit, hält aber wach (6. „Ors“). Nun geht die Sonne am Horizont so langsam unter und mit der Abenddämmerung hält tatsächlich auch ein bisschen Erotik Einzug (7. „Askokinn“). Zu später Stunde gibt’s nochmal einen Mitternachtssnack aus Kreativität und Verspieltheit (8. „Heropas“, 9. „Occasion“) – ein toller Abschluss für einen tollen Tag.

Das Album wirkt beim Hören samtig, weniger klar akzentuiert, halt vintage. Das tut dem Ganzen natürlich keinen Abbruch, sondern ist eher als Stilmittel zu verstehen und passt zum Anspruch. Insgesamt ein weiteres Stoner-/ Psychedelic-Werk mit den üblichen Merkmalen, das sich hören lassen kann, aber nichts Besonderes ist. Das zeigt sich zum Beispiel auch in den Texten, die keinerlei Tiefgang aufweisen – der Anspruch ist hier einfach ein anderer. Nämlich einfach gute Laune. Ich persönlich werd’s in den kommenden Monaten sicherlich wieder in den Spieler legen, man baue mir einen Pool!

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