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ANCIENT EXISTENCE - Hate is the law

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Artist ANCIENT EXISTENCE
Title Hate is the law
Homepage ANCIENT EXISTENCE
Label TWILIGHT
Veröffentlichung 09.02.2007
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Die Hannoveraner ANCIENT EXISTENCE haben sich seit 2000 im Underground bereits einen kleinen Namen erspielt und lassen ihren neuesten Death Metal-Schinken via Twilight auf die Todesmörtelfans los.

Der gut produzierte Rundling bewegt sich zwischen melodischem und treibendem Midtempo Death Metal, der sowohl Anleihen an die amerikanische als auch schwedische Szene bietet. Gewürzt wird das Ganze mit ein paar thrashigen Parts, die „Hate is the law“ angenehm abwechslungsreich halten. Nur warum in aller Welt röhrt der Vocalist in monotoner Brutal-Death/ Grindcore-Manier das Material zugrunde? Die Vocals mögen für manch eine Band angebracht sein, aber bei ANCIENT EXISTENCE zerstören sie das wirklich sehr gute instrumentale Klanggerüst und wirken absolut als Fremdkörper!

Wer damit leben kann, dem erwartet geiler melodischer Midtempo Death-Metal, der auch vor den Bühnenbrettern die Nacken rotieren lassen dürfte. Coole Hooklines und fette Grooves lassen auch zukünftig noch einiges von den Jungs erwarten, denn wenn man noch eine Schippe mehr Hitgefühl entwickelt, könnten die Hannoveraner noch einiges reißen. Ja wenn da nicht die unpassenden Vocals wären… also nächstes Mal noch den Gesang justieren und die nötige vocale Abwechslung schaffen, dann wird man noch einiges von der alten Existenz hören!
Dystopia

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Hannover… Walzen-Death Metal… KAUFEN!!! Warum? Weil den Jungs von ANCIENT EXISTENCE mit dieser Wundertüte das Kunststück gelungen ist, in die übermächtigen Schlaglöcher von BOLT THROWER zu schreddern! Mit einer fetten Prise ILLDISPOSED, womit wir die Vorwürfe der bloßen Abkupferei vom Tisch gebombt hätten. Vor allem Frontgurgler Steffen Rehbock erinnert eher an den Dänen-Express und US-GrindDeath-Kommandos wie DYING FETUS oder DEEDS OF FLESH. Herrlich sickes Geröchel auf höchstem Niveau! Welches allerdings von anderen sicken Vocal-Exzessen durchsetzt ist, womit auch hier der Abwechslung genüge getan wäre. Ich erkenne die Band kaum wieder! Zwar waren die beiden Mini-CDs vor Jahren auch nicht übel, aber das jetzt vorgelegte Longplay-Debut ist qualitativ Lichtjahre davon entfernt! Und da geile Mucke auch geilen Sound braucht, hat man gleich Nägel in die Köpfe gehauen und den deutschen Meister des Ballersounds verpflichtet: Andy Classen!

Und der hat ANCIENT EXISTENCE einen glasklaren, oberfetten Dampfwalzensound hingezimmert! Das kommt vor allem dem Arsch tretenden Schlagzeug von Dominik Brodowy zu Gute. Ihr kennt das ja von den Bolzenwerfern: Mordsgroovende Saitenfraktion über Doublebass-Teppichen mit slow-down-Parts. In Perfektion beim Opener “The Killing Continues” zelebriert! Das folgende “Eyewitness of the Apocalypse” ballert den Nacken nicht nur mit fixer treibendem Beat ins Bangerkoma, sondern entwickelt gar so was wie Death Metal-Hitpotenzial! Dürfte in den Extremtanztempeln dieser Republik nicht wegzudenken sein. Auch “Once and for All” ist ein gnadenloser Tanzflächenanwärter, simpel gestrickt, aber tödlich effektiv. Die melodischen Gitarren von Einzelgitarrist Johannes Leicht sind einfach BOLTig schön und der Tieftönende Alexander Degraf sorgt fein für Bauchvibrationen. Doomattacken wie in “Cold Dark Void” reißen die Songs immer wieder aus dem Engländer-Korsett, mal ganz abgesehen vom Gesang. Die perfektionierte Einfachheit schallt einem beim Quasi-Titeltrack “Hate shall be the whole of the Law” entgegen und selbst das recht unspektakulär startende “The Lies you Spread” entwickelt sich noch zur killenden Granate. Vor allem das CROWBAR-schwermütige melodic-Solo im letzten Drittel fräst sich ins morsche Hirn. Da muss doch irgendwann mal was schlapperes kommen… kommt aber nicht! OK, “The Eyes of your Murderer” geht nicht als Volltreffer durch, dafür bietet man ein ungewöhnliches Akustik-Instrumental namens “Death´s Silent Harmonies”, welches 2 Minuten entspanntes Gezupfe bietet…bevor mit “Trapped in Darkness” weiter gewalz-meuchelt wird, wie man es sonst halt nur von BOLT THROWER oder ILLDISPOSED gewohnt ist. Da artet “No Sleep for the Dead” schon regelrecht zur Speedattacke aus, mit seinen dezenten Dominik-Hackausbrüchen. Das ist gut für einen abwechslungsreichen Sound und lässt die groovigen Parts nur noch tödlicher erscheinen! Sogar einen leicht Black Metallischen Einfluss lässt man in “The Death Laughs Last” durchschimmern, inkl. Blastpart!

Damit haben sich die Jungs selber die Meßlatte verdammt hoch gelegt, welche selbst der Rausschmeißer “Destroyed and Forgotten” nicht einen Zentimeter verrückt, eher im Gegenteil! Denn es gibt noch mal knackige 3 Minuten richtig einen auf die 12… da startet Ihr das Teil genau wie ich gleich noch mal von vorne… und noch mal… und noch mal… Wenn sie das jetzt noch Live abrufen, steht man gleich mit dem Debutalbum in der Death Metal-Champions League! BUY AND DIE!
MOSES

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Ancient Existence 'Hate is the law' Tracklist
1. The killing continues (I will kill you part II)
2. Eyewitness of the apocalypse
3. Once and for all
4. Cold, dark void
5. Hate shall be the whole of the law
6. The lies you spread
7. The eyes of your murderer
8. Death's silent harmonies
9. Trapped in darkness
10. No sleep for the death
11. The death laughs last
12. Destroyed and forgotten
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