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ANGEL - A Womans Diary (Chapter I)

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Artist ANGEL
Title A Womans Diary (Chapter I)
Homepage ANGEL
Label BLACK LOTUS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Keine Frage, TRAIL OF TEARS dürften wohl so Einigen noch ein Begriff sein. Nachdem Helena Michaelsen vor einigen Jahren die Band verließ, wurde es erstmal ruhig um die Niederländerin. Doch dann kam sie mit IMPERIA zurück, rockt dort auch mehr in der Metal Ecke, um nun mit ANGEL ihre sehr ruhige und melodische Seite zu präsentieren. Der Einfachheit halber hat sie sich dafür ihre Backband von IMPERIA gekrallt, welche zum Teil aus Mitgliedern von BETHLEHEM (Steve Wolz, Drums) und LACRIMOSA bzw. DANSE MACABRE (Jan Yrlund, Gitarre) besteht.

Auch wenn uns die blonde junge Dame auf dem Cover als Teufelchen beobachtet, ist diese Platte doch ganz und gar nicht “böse”. So zeigt uns die Niederländerin hier ihre gefühlvolle Seite und erzählt, wie aus dem Albumtitel zu erahnen, Geschichten aus ihrem Leben. Auch wenn die Texte spürbar persönlich sind, gehen sie nie ins Detail, sondern nutzen Metaphern und Umschreibungen, so dass man schnell seine eigenen Erlebnisse hinein interpretieren kann. Mit Metal hat “A Woman’s Diary” dabei kaum was am Hut. Viel mehr sind es einfach schöne, fast poppige Lieder, die schnell ins Ohr gehen. Augenmerk liegt dabei natürlich auf Helenas Stimme, während die Musik, die meist aus Streichern, Synths, groovigen Drums und einer eher hintergründigen Gitarre besteht, etwas mehr in den Background gemischt wurde. Allein beim Titelstück und bei “Flames of Desire” gehen die Gitarren etwas kraftvoller zu Werke, so dass doch etwas metallischeres Feeling aufkommt, und vor allem der Refrain etwas an die früheren NIGHTWISH erinnert. Am auffälligsten und auch schönsten sind aber die beiden ruhigsten Songs geworden. So wird die charismatische Sängerin bei “Mother” von atmosphärischen Synths begleitet und im Ganzen wirkt dieser Track am persönlichsten. Eindrucksvoll ist auch “Little Girl” geworden, bei dem Helena nur von einer Akustik-Gitarre und einem Cello unterstützt wird. Diese Songs gehen der Blondine hörbar nah.

Mit Gothic Metal hat das hier gar nichts zu tun. Vielmehr präsentiert Helena Michaelsen mit ANGEL einfach schöne, mal folkige, mal poppige, mal etwas rockigere Lieder, die man am besten in ruhiger heimatlicher Atmosphäre genießen sollte, um dabei an eigene bewegende Erlebnisse zurückzudenken.

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