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ANGST - In hoc signo vinces

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Angst-Signo-Vinces.jpg
Artist ANGST
Title In hoc signo vinces
Homepage ANGST
Label BLACK ATTAKK
Veröffentlichung 08.06.2005
Leserbewertung
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Stillstand muss nicht immer verkehrt sein. Nachdem im letzten Jahr eine spannende Veröffentlichung die nächste jagte und die Diskussionen schon mal ganz schon leidenschaftlich und erhitzt abliefen, dürfte bereits jetzt feststehen, dass 2005 nicht das Jahr des Black Metal wird. Statt Progressiver Töne ein Rückzug ins Bewährte, statt stolzer Rückbesinnung eine fast schon schüchterne Identitätssuche.

Andererseits hat man nun endlich mal Zeit, sich die majestätischen und großen Werke, die einem so viel Freude bereitet haben, noch einmal zu Gemüte zu führen, bzw. sich von ihrer Wirkung zu erholen. Oder Klängen zu lauschen, die im Orkan der vergangenen zwölf Monate verloren gingen. Vielleicht hätten die meisten Musikzeitschriften „In hoc signo vinces“ noch vor kurzem gar nicht besprochen, nun durfte man das Coverbild sogar in einigen großen Publikationen vorfinden. Darunter befand sich jedoch zumeist eine schlechte Kritik, was darauf hindeutet, dass inzwischen sogar in wohlwollenden Kreisen nicht mehr jede Veröffentlichung mit offenen Armen und Jubelgeschrei aufgenommen wird. Trotzdem muss man konstatieren, dass einige Rezensenten das vorliegende Werk etwas sehr hart behandelt haben. Der Schwerpunkt liegt bei ANGST auf griffigen, zumeist kurzen Songs mit einer Menge nahtloser Tempiwechsel und erkennbarer Strukturen. Die Wiedererkennbarkeit wird dabei weniger über ein Strophe/ Refrain Schema, als zurückkehrende Motive und satte Riffs garantiert. „Golgotha“ arbeitet mit furchterregender Stimmbearbeitung und einer von Anfang bis Ende stimmigen Dramaturgik, wechselt von klappernden Drumattacken blitzschnell zu stampfender Hymnik, bei welcher die Fäuste in den Himmel gestreckt werden dürfen. Dafür, dass es inmitten der eiskalten Dunkelheit niemals langweilig wird, sorgt die stilistische Breite, die bei „Upon a throne of skulls“ (bei den Titeln bestünde zugegeben noch Verbesserungsbedarf) auf die Spitze getrieben wird: Dampframmengroove, angerissene Minimalmelodien, Punkrotz, stumpfes Schrammeln, sägende Äxte.

Dass so Viele damit nichts anfangen können hat wohl weniger mit der eigentlichen Qualität des Materials als der gefürchteten Position zwischen den Stühlen zu tun: Echte Hits und samtene Emotionen wird man hier genau so wenig finden wie technische Glanztaten – instrumental ist „In hoc signo vinces“ sogar völlig belanglos. Wer bereits ist, die Dinge auch mal ins Positive zu wenden, wird allerdings feststellen, dass auch unter einer unspektakulären Oberfläche Aufregendes geschehen kann. Wie gesagt: Stillstand ist nicht immer der Tod.

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Angst 'In hoc signo vinces' Tracklist
1. One man deathsquad
2. The second conung
3. Golgotha
4. A thousand stars (The promised Kingdom)
5. Upon a throne of skulls
6. In hoc signo vinces (by this sign, thou shalt conquer)
7. Lykania
8. Divine wrath
9. The acon of genocide
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